Samuil Jewgenjewitsch Feinberg

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Samuil Jewgenjewitsch Feinberg (auch: Samuel Feinberg; russisch Самуил Евгеньевич Фейнберг; * 14.jul./ 26. Mai 1890greg. in Odessa; † 22. Oktober 1962 in Moskau) war ein russischer Pianist, Komponist und bedeutender Vertreter der russischen Klavierschule jüdischer Herkunft.

Leben[Bearbeiten]

Feinberg wurde zwar in der Ukraine geboren, lebte jedoch ab dem Alter von 4 Jahren in Moskau. Über seinen Lehrer Alexander Goldenweiser, dessen Lehrer Pabst, der von dem Czerny-Schüler Anton Door unterrichtet worden war, führte sein "pianistischer Stammbaum" bis zu Ludwig van Beethoven, der wiederum Czerny unterrichtet hatte. Auch in Feinbergs Spiel hielten sich die Charakteristika der "russischen Schule", die sich auf Beethoven und über Alexander Siloti auf Franz Liszt berief, die Waage: Gelehrsamkeit, Kraft und Schönheit, ein nahezu universaler Anspruch.

Besonders intensiv beschäftigte Feinberg sich mit Johann Sebastian Bach, dessen "Wohltemperiertes Klavier" er vollständig einspielte und dessen Orgelwerke er teilweise für Klavier transkribierte (überwiegend Choralbearbeitungen) und auch für die Schallplatte aufzeichnete. Sein Stil unterscheidet sich durch große Subtilität und Finesse nicht nur von den Radikaldeutungen des jüngeren Glenn Gould, sondern auch vom romantischen Stil seines Zeitgenossen Edwin Fischer.

Feinbergs kompositorisches Werk umfasst drei Klavierkonzerte, zwölf Sonaten sowie zahlreiche weitere Klavierwerke, darunter Volkslied-Bearbeitungen. Sämtliche Sonaten erschienen in jüngster Zeit beim Plattenlabel BIS, seine Bach-Transkriptionen bei Hyperion.

Feinberg war 1938 Jurymitglied beim Ysaye-Wettbewerb in Brüssel.

Feinberg erhielt den Leninorden und 1946 den Stalin-Preis.

Weblinks[Bearbeiten]

  • Christophe Sirodeau: Samuil Feinberg, Kurzbiografie bei International Feinberg - Skalkottas Society