Saschko Gawriloff

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Saschko Gawriloff (* 20. Oktober 1929 in Leipzig) ist ein deutscher Violinist und Violinpädagoge.

Leben[Bearbeiten]

Saschko Gawriloff erhielt den ersten Violinunterricht durch seinen Vater, der Violinist im Gewandhausorchester Leipzig war. Danach studierte er bei Hans Hilf, Walther Davisson, Gustav Havemann und Martin Kovacz, letzterer war ein Schüler von David Oistrach und Jenő Hubay. Nach seiner Ausbildung gewann er zahlreiche internationale Preise, darunter den Paganini-Wettbewerb in Genua (1959) und den Kulturförderpreis der Stadt Nürnberg. Als Konzertmeister war er bei der Dresdner Philharmonie, den Berliner Philharmonikern, dem Radio-Sinfonieorchester Berlin, dem Opernorchester Frankfurt und dem Hamburger Sinfonieorchester tätig.

Eine Professur führte ihn 1957 nach Nürnberg, 1966 wurde er Professor an der nordwestdeutschen Musikakademie Detmold und 1969 an der Folkwangschule in Essen. Ab 1963 nahm er als Musiker und Dozent an den Internationalen Ferienkursen für Neue Musik in Darmstadt teil. Er folgte 1982 Max Rostal als Professor an der Hochschule für Musik Köln, diese Tätigkeit hatte er bis 1996 inne. Ab dem Wintersemester 2010 ist Gawriloff Gastprofessor an der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin.

Als Solist trat er mit zahlreichen renommierten Orchestern auf und mit Dirigenten wie Georg Solti, Pierre Boulez, Christoph von Dohnányi, Eliahu Inbal, Michael Gielen, Esa-Pekka Salonen, Markus Stenz, Péter Eötvös, Gary Bertini und Alfred Schnittke.

Mit großer Beachtung spielte er 1992 mit dem Ensemble Modern die Weltpremiere des ihm selber gewidmeten Violinkonzertes von György Ligeti, ein Jahr später erfolgte die amerikanische Premiere mit dem Los Angeles Philharmonic Orchestra unter der Leitung des finnischen Dirigenten und Komponisten Esa-Pekka Salonen. In den folgenden zehn Jahren führte er das Werk rund siebzigmal auf.

Saschko Gawriloff spielt auf einer Violine von Antonio Stradivari, der Ahna-Stradivari von 1683.