Schleifseebach

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Schleifseebach
Oberlauf: Kochklingenbach
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BW

Daten
Gewässerkennzahl DE: 2386634
Lage Landkreis Schwäbisch Hall, Baden-Württemberg, Deutschland
Flusssystem Rhein
Abfluss über Bühler → Kocher → Neckar → Rhein → Nordsee
Quelle Westlich von Geifertshofen, Gemeinde Bühlerzell im mittleren Göbelsrain.
49° 0′ 35″ N, 9° 51′ 48″ O49.0098388888899.8634472222222488
Quellhöhe ca. 488 m ü. NN[1]
Mündung zwischen Bühlerzell und Kottspiel von links in die Bühler49.0099444444449.9141861111111379.4Koordinaten: 49° 0′ 36″ N, 9° 54′ 51″ O
49° 0′ 36″ N, 9° 54′ 51″ O49.0099444444449.9141861111111379.4
Mündungshöhe 379,4 m ü. NN[2]
Höhenunterschied ca. 108,6 m
Länge 3,2 km[3][4]
Einzugsgebiet 3,6 km²[5]
Rechte Nebenflüsse Reutenbach
Gemeinden Bühlerzell, Bühlertann (winziger Anteil)
Einwohner im Einzugsgebiet unter 400[6]Vorlage:Infobox Fluss/BILD_fehlt

Der Schleifseebach ist ein Bach im nordöstlichen Baden-Württemberg von 3,2 km Länge, der zwischen Bühlerzell und Bühlertann-Kottspiel von links in die obere Bühler mündet. Sein linker Oberlauf ist der Kochklingenbach, sein kürzerer rechter der Reutenbach.

Name[Bearbeiten]

Der Schleifseebach hieß ab dem Zusammenfluss seiner Quellbäche im 19. Jahrhundert Römischer Bach.[7]

Geographie[Bearbeiten]

Quelle und Verlauf[Bearbeiten]

Der Schleifseebach entspringt als Kochklingenbach ungefähr 2,3 km westlich des Bühlerzeller Teilorts Geifertshofen auf ca. 488 m ü. NN im Waldgewann Weiße Lache. Das Quellgebiet liegt am Ostrand der Kieselsandstein-Hochfläche (Hassberge-Formation) der Limpurger Berge. Von hier zieht der Bach durch eine sich keilförmig ausweitende, mäßig steile Waldklinge nach Ostsüdost, wobei er sich durch die Unteren Bunten Mergel (Steigerwald-Formation) eintieft und nach weniger als einem Kilometer den Schilfsandstein (Stuttgart-Formation) und dann den Waldrand erreicht. Danach fließt er in der Mitte eines etwa 300 m breiten Wiesentals in den um Geifertshofen herum flächenhaft ausstreichenden Estherienschichten des oberen Gipskeupers (Grabfeld-Formation) zwischen dem Göbelsrain im Norden und dem Kirschenrain im Süden, die beide ab dem mittleren Hang bewaldet sind. Nach etwa 2,2 km erreicht er, zuletzt in östlicher Richtung, den Ortsrand von Geifertshofen, wo an der Abzweigung der Wohnstraße Sommerhalde von der dörflichen Bachstraße der Reutenbach von rechts und Südwesten in ihn mündet. Durch den Ort zieht der Bach größtenteils in offenem Bett, bis zur Ortsmitte neben der Bachstraße, von der her ihn einige Stege und Brücken für Grundstückszufahrten überspannen; in der Ortsmitte fließt er von einer Brüstung beschrankt in einem gemauertem Trog. Nach Verlassen des dörflichen Weichbilds strebt der Bach auf seinem restlichen Lauf von einem knappen Kilometer beständig nach Ostnordost. Er zieht dabei durch eine recht weite Talmulde, die an den die erste Geländestufe bildenden Estherienschichten teils steile Böschungen zeigt; unterhalb liegen Talwiesen, oberhalb zur Linken meist Äcker, während auf der rechten Seite darüber der Hang weiter ansteigt bis zur Kieselsandstein-Hochfläche um Bühlerzell-Imberg. Die Talebene der Bühler erreicht der Schleifseebach, hier kurz links an die Gemeinde Bühlertann grenzend, durch einen durchstochenen Seedamm, und er mündet dann, nach insgesamt 3,2 km Lauf und auf 379,4 m ü. NN, von links gegenüber der Kläranlage von Bühlerzell in die hier nordwärts ziehende Bühler.

Reutenbach[Bearbeiten]

Der rechte Quellfluss Reutenbach entsteht im Waldgewann Geschläg in einem Wiesentalkessel, dessen Zentrum wenig südwestlich des Geifertshofener Reutenbachhofs liegt, aus dem Zusammenfluss mehrerer Hangwaldbäche, die am Rand der halbkreisförmig den Talkessel umschließenden Kieselsandsteinhochfläche entstehen. Der südwestliche hat in seinem Quellbereich eine kleine Sinterbank geschaffen. Südlich am Reutenbachhof vorbei zieht der Bach danach durch die Feldfluren Buchrain und dann Buchhalde in Richtung Nordosten bis zum Zusammenfluss mit dem Kochklingenbach durch sein etwas flacheres, aber ansonsten dem des Kochklingenbachs recht ähnliches Tal zwischen Kirschenrain im Nordwesten und Denzelhalde im Südosten. Er erreicht von seiner offiziellen Quelle48.9996138888899.882525 bis zur Mündung49.0069759.89145 eine Länge von 1,2 km.[4]

Auf dem Kamm Kirschenrain zwischen beiden Oberläufen ist eine geologische Störungslinie nachgewiesen, deren Tiefscholle dem Reutenbach zu liegt.[8]

Einzugsgebiet[Bearbeiten]

Der Schleifseebach hat ein Einzugsgebiet von 3,6 km² Größe, das die Gestalt eines spitzen, zur Mündung gerichteten und im Nordwesten etwas längeren Keils besitzt. Dort an der Weißen Lache beginnend, zieht die nördliche Wasserscheide durchwegs östlich entlang dem Kammwaldweg auf dem Göbelsrain bis zum Weißenhof, steigt dort ab zum Kreuzfeld und läuft dann über die Rotäcker auf die Mündung zu. Jenseitige Konkurrenten sind die rechten Zuflüsse der unteren Fischach vom Weilerbach bis fast zu ihrer Mündung. Von dort steigt die Einzugsgebietsgrenze auf zum Kamm zwischen Schleifseebach und dem Bühlerzeller Liegelsbach, folgt diesem grob nach Westen bis zur südwestlichen Denzelhalde. Anschließend biegt sie nach Nordwesten ab und läuft durch Kugelwald und Grünes Hölzle wieder zur Weißen Lache. Jenseitiger Entwässerungskonkurrent ist auf dem letzten Stück der Klingenbach.[9]

Gemeinden und Ortschaften[Bearbeiten]

Der allergrößte Teil des Einzugsgebietes liegt auf dem Gebiet der Gemeinde Bühlerzell, etwa 13 ha Landwirtschaftsfläche links des untersten Laufs gehören zu Bühlertann. Durchflossen vom Schleifseebach wird allein Geifertshofen. Im Tal des Unterlaufs liegen noch zwei neuere landwirtschaftliche Anwesen, in dem des namengebenden Baches der Reutenbachhof. Am Nordrand des Einzugsgebietes steht auf der Hochfläche des Göbelsrains der Weißenhof.

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Nach Höhenlinienbild auf der TK25 interpoliert.
  2. Zahleintrag auf der TK25 in Schwarz an der Mündung, passend zum Höhenlinienbild.
  3. Zusammen mit dem linken und längeren Oberlauf Kochklingenbach, der nach Messung auf der TK25 allein etwa 2,2 km Länge erreicht.
  4. a b Datensatzabfrage zum Bach auf LUBW-FG10.
  5. Datensatzabfrage zum Bach auf LUBW-GEZG.
  6. In der Ortsbeschreibung auf der Gemeindewebsite werden „ungefähr 350“ für Geifertshofen genannt, ohne dass ganz klar würde, ob zwei alte (Weißenhof, Reutebachhof) und zwei Aussiedlerhöfe dafür mitgezählt wurden oder nicht.
  7. Siehe Geifertshofen in der Beschreibung des Oberamts Gaildorf bei den Weblinks, S. 149.
  8. Geographie nach TK25, Geologie nach GK25.
  9. Verlauf der Wasserscheide nach LUBW-GEZG, Geographie und insbesondere Flurnamen nach TK25, Geologie nach GK25.

Literatur[Bearbeiten]

  • „TK25“: Topographische Karte 1:25.000 Baden-Württemberg Nord, als Einzelblatt Nr. 6925 Obersontheim
  • „GK25“: Geologische Karte von Baden-Württemberg 1:25.000, herausgegeben vom Geologischen Landesamt 1982, Blatt Nr. 6925 Obersontheim mit Erläuterungsheft.

Weblinks[Bearbeiten]

  • „LUBW-FG10“: Fließgewässer 1:10.000
  • „LUBW-SG10“: Stehende Gewässer 1:10.000
  • „LUBW-GEZG“: Gewässereinzugsgebiete
  • „LUBW-LANDSAT2000“: Landnutzung nach LS2000
  • des Landesamtes für Geologie, Rohstoffe und Bergbau des Landes Baden-Württemberg (LGRB)
  • „LGRB-GTP“: Geotopkataster
  • „LGRB-GÜK300“: Geologische Übersichtskarte 1:300.000