Schmeiß’ die Mama aus dem Zug!

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Filmdaten
Deutscher Titel Schmeiß’ die Mama aus dem Zug!
Originaltitel Throw Momma from the Train
Produktionsland USA
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1987
Länge 88 Minuten
Altersfreigabe FSK 12
Stab
Regie Danny DeVito
Drehbuch Stu Silver
Produktion Larry Brezner,
Arne Schmidt
Musik David Newman
Kamera Barry Sonnenfeld
Schnitt Michael Jablow
Besetzung

Schmeiß’ die Mama aus dem Zug! (Throw Momma from the Train) ist eine US-amerikanische Filmkomödie aus dem Jahr 1987. Die Regie führte Danny DeVito, der auch eine Hauptrolle übernahm.

Die Handlung basiert vage auf der des Films Der Fremde im Zug von Alfred Hitchcock aus dem Jahr 1951.

Handlung[Bearbeiten]

Der Hobby-Autor Owen Lift besucht die Schriftsteller-Kurse von Larry Donner und wohnt noch bei seiner Mutter, die ihn mehr oder minder terrorisiert. Oft stellt er sich vor, sie umzubringen, aber am Ende traut er sich nie. Und so sucht er Zuflucht im Schreiben. Als Owen seinen Lehrer Larry dann um einen Rat für eine gute Geschichte bittet, rät dieser ihm, sich doch zur Anregung einen Film von Alfred Hitchcock anzusehen. Owen sieht sich daraufhin also Der Fremde im Zug an und glaubt, Larry habe ihm damit eine versteckte Botschaft zukommen lassen wollen: In dem Film geht es darum, dass zwei Männer sozusagen zwei Morde austauschen, so dass zwischen ihnen und den entsprechenden Morden keinerlei Verbindung hergestellt werden kann und sie für „ihren“ Mord jeweils ein Alibi haben. Owen glaubt nun, Larry wolle ihn seine Frau umbringen lassen, die er wegen des Diebstahls seines Buches, das später ein Bestseller wurde, hasst – und dieser würde dafür dann seine Mutter umbringen.

Owen plant also den Mord an Larrys Ex-Frau Margaret. Diese verschwindet später während einer Kreuzfahrt spurlos, woraufhin Ermittlungen einsetzen. Owen geht zu Larry und fordert, dieser möge nun im Gegenzug seine Mutter töten, doch der ist entsetzt über das Missverständnis und kann nicht glauben, dass seine Ex-Frau tot sein soll. Weil er nicht einmal ein Alibi hat und der Hauptverdächtige sein würde, sucht er bei Owen Schutz vor der Polizei, die ihn zu seiner Ex-Frau befragen will, und so freunden sich die beiden mit der Zeit sogar an. Das führt so weit, dass Larry schließlich sogar einwilligt, Owens Mutter zu töten, da er inzwischen genauso über sie entsetzt ist wie Owen selbst. Allerdings überlegt es sich Owen doch noch anders und er kann Larry von einem Mord abhalten.

Tatsächlich stirbt Owens Mutter kurz darauf eines natürlichen Todes. Larry verarbeitet die ganzen Verwicklungen in einem Buch, das zum Bestseller wird. Wie sich herausstellt, ist seine Frau gar nicht tot, sie fiel nur versehentlich über Bord. Trotz oder gerade wegen der Ereignisse bleiben Owen und Larry gute Freunde.

Kritiken[Bearbeiten]

  • Roger Ebert schrieb in der Chicago Sun-Times vom 11. Dezember 1987, dass der Film sich überwiegend auf das Verhältnis von Larry und Owen konzentriere. Die Komödie sei nicht so witzig, wie sie sein könnte. Dies könne an überflüssigen Elementen der überladenen Handlung liegen. Die Mutter von Owen sei überzeichnet als Monstrum dargestellt. Bei einer komplexeren Beziehung von Owen zu seiner Mutter wären zusätzliche Gags möglich gewesen. Billy Crystal schöpfe zudem seine schauspielerischen Möglichkeiten nicht aus.[1]
  • Rita Kempley schrieb in der Washington Post vom 12. Dezember 1987, dass der Film „peinlich“ (embarrassing) sei.[2]
  • Das Lexikon des internationalen Films findet den Film zwar „typgerecht“ besetzt, er leide aber mit zunehmender Dauer unter „Ideenmangel“.[3]

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Anne Ramsey war 1988 in der Kategorie Beste Nebendarstellerin für einen Oscar nominiert. Sie gewann 1988 den Saturn Award und war zudem für einen Golden Globe nominiert.

Danny DeVito war für seine Darstellung für den Golden Globe nominiert. David Newman gewann 1988 den BMI Film Music Award.

Hintergrund[Bearbeiten]

Der Film wurde in Kalifornien und auf Hawaii gedreht. Er spielte in den US-Kinos 57,9 Millionen US-Dollar ein.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Kritik von Roger Ebert.
  2. Kritik von Rita Kempley.
  3. Schmeiß’ die Mama aus dem Zug! im Lexikon des Internationalen Films