Schweizer Filmpreis

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Gruppenfoto der Gewinner des Quartz 2012

Der Schweizer Filmpreis (französisch Prix du cinéma suisse, italienisch Premio del cinema svizzero, rätoromanisch Premi dal film svizzer) wurde das erste Mal im Jahre 1998 anlässlich der Solothurner Filmtage verliehen. Seitdem wurde er in jedem Jahr im Januar während der Filmtage Solothurn vergeben. Insgesamt standen in der Vergangenheit 600'000 Schweizer Franken, in sechs Kategorien, an Preisgeldern zur Verfügung. Anfang März 2009 fand erstmals eine Fernsehgala im Schweizer Fernsehen unter Ausrichtung des Bundesamts für Kultur (BAK) und der neu gegründeten Schweizer Filmakademie statt. Als Preistrophäe fungiert der „Quartz“, eine Skulptur aus dem gleichklingenden Mineral, die 2008 den bis dahin überreichten „Viewfinder“ ablöste. Die Auszeichnung wird seither zu jeder Auflage von Designern umgestaltet. So zuletzt 2009 durch Alfredo Häberli.

Der Schweizer Filmpreis soll die Filmschaffenden aus der Schweiz für ihre herausragenden Filmen auszeichnen. Die Jury besteht aus verschiedenen Personen aus den Bereichen Kultur, Film und Medien. Die Jury wird jedes Jahr neu besetzt. Die Nominierungen werden durch eine neunköpfige Kommission, welche vom Eidgenössischen Departement des Inneren gewählt wird, festgelegt. Zugelassen sind Schweizer Filme, welche im laufenden Jahr auf verschiedenen wichtigen Filmfestivals (Inland sowie Ausland) gezeigt wurden.

Die Verleihung des Filmpreises wurde bis 2008 durch das Bundesamt für Kultur ausgerichtet, zusammen mit den Partner Swiss Films, SRG SSR idée suisse und den drei Schweizer Filmfestivals in Solothurn, Locarno und Nyon. Im März 2009 wurde der Schweizer Filmpreis erstmals während einer Fernsehgala im Kultur- und Kongresszentrum Luzern in zehn Kategorien vergeben. Hierfür wurde Ende Juli 2008 die Schweizer Filmakademie unter Leitung des Filmemachers Fredi M. Murer gegründet, die sich um die Organisation des Nominierungsverfahrens kümmern sollte. Nach Differenzen in juristischen und finanziellen Fragen mit dem Bundesamt für Kultur werden 2009 die Nominierungen durch die Schweizer Filmakademie getroffen und wie in den Vorjahren von einer neunköpfigen Kommission ausgesprochen. Für das Jahr 2010 stellte das BAK in Aussicht, den Filmpreis vollständig der Schweizer Filmakademie zu überlassen. Dies lehnte die Akademie jedoch ab, da diese dann selber dafür verantwortlich wäre, die notwendigen Ressourcen zu generieren. Für das Jahr 2009 war die Akademie bereit gewesen, nur 30 Prozent an Eigenmitteln für die Ausrichtung des Schweizer Filmpreises aufzubringen.[1][2]

Ab 2013 übernahm das Bundesamt für Kultur die volle Verantwortung für die Organisation des Schweizer Filmpreises, in Zusammenarbeit mit der SRG SSR. Für die künftige Ausrichtung bewarb sich Bern sowie gemeinsam die Städte Genf und Zürich sowie Lausanne und Luzern.[3] Am 30. März 2012 gaben die Bundesbehörden der Schweizerischen Eidgenossenschaft auf admin.ch bekannt, dass der Filmpreis in Genf und Zürich verliehen wird.[4]

Kategorien[Bearbeiten]

Der Filmpreis wird in folgenden Kategorien verliehen:

Kategorie verliehen seit
Bester Spielfilm 1998
Bester Dokumentarfilm 1998
Bester Kurzfilm 1998
Bester Animationsfilm 2005
Bestes Drehbuch 2007
Beste Darstellerin 2000–2003; 2008
Bester Darsteller 2000–2003; 2008
Beste Nebenrolle 2004–2007; 2011
Beste Filmmusik 2009
Beste Kamera 2012
Beste Montage 2014
Ehrenpreis 2011
Ehemalige Kategorien des Filmpreises

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. SDA: Schweizer Filmpreis 2009 Kompromiss zwischen BAK und Filmakademie bei nzz.ch, 30. Juli 2008 (aufgerufen am 31. Juli 2008)
  2. Streit um den Filmpreis. In: Der Bund, 12. Juni 2008, S. 31
  3. «Giochi d'estate» bester Schweizer Film 2012 bei nzz.ch, 17. März 2012 (abgerufen am 18. März 2012).
  4. Der Schweizer Filmpreis «Quartz» findet ab 2013 in Genf und Zürich statt, Die Bundesbehörden der Schweizerischen Eidgenossenschaft (admin.ch), vom 30. März 2012, abgerufen am 31. März 2012

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Schweizer Filmpreis – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien