Schwickershausen (Grabfeld)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

50.45611111111110.373888888889367Koordinaten: 50° 27′ 22″ N, 10° 22′ 26″ O

Schwickershausen
Gemeinde Grabfeld
Höhe: 367 m ü. NN
Fläche: 6,23 km²
Einwohner: 366 (31. Dez. 2006)
Eingemeindung: 1. Dezember 2007
Postleitzahl: 98631
Vorwahl: 036944
Karte

Lage von Schwickershausen in Grabfeld

Schwickershausen ist ein Dorf im südlichen Landkreis Schmalkalden-Meiningen in Thüringen. Seit dem 1. Dezember 2007 ist die ehemals politisch selbständige Gemeinde ein Ortsteil der Gemeinde Grabfeld.[1]

Geografie[Bearbeiten]

Die Gemeinde liegt am Nordrand des Grabfeldes an den Ausläufern der Rhön.

Geschichte[Bearbeiten]

Erstmals wurde die Gemeinde im Jahr 1187 als Schwiggershusin erwähnt. Auf eine Befestigungsanlage im Ort wird gleichzeitig mit der Erwähnung eines Ministerialen des Grafen von Henneberg hingewiesen, denen die Landesherrschaft oblag.

Bei der „Hennebergischen Hauptteilung“ 1274 kamen 3/5 des Ortes an die Linie Henneberg-Hartenberg und damit zum Amt Römhild, 2/5 aber zu Henneberg-Schleusingen und so später zum Amt Maßfeld. Im Schleusinger Anteil lag auch das Rittergut, das vom 14. Jh. bis 1747 im Besitz der Herren von Kere und ihrer Nachkommen in weiblicher Erbfolge (von Bonsart) war, seit 1797 den Herren von Stein zu Nordheim gehörig. Es wurde über die Reichsritterschaft bis 1803 weitgehend der Landesherrschaft entzogen. Das zum Rittergut gehörige Schloss wurde im Bauernkrieg 1525 zerstört, ab 1540 in den Formen der Renaissance neu erbaut. Es war durch einen ausgemauerten Graben geschützt.[2]

Der Hartenberger Anteil wurde 1371 an die Linie Henneberg-(Aschach-)Römhild verkauft und machte die Entwicklung von Römhild und Behrungen mit. Nach der Auflösung des Herzogtums Sachsen-Römhild im Jahr 1710 war er teils meiningisch und teils coburgisch-saalfeldisch, wobei der meiningische Anteil durch den Schalkauer Tausch 1723 bis 1826 an Sachsen-Hildburghausen (Amt Behrungen), der coburg-saalfeldische 1805 an Sachsen-Gotha fiel.

Erst 1826 konnte alles unter Sachsen-Meiningen vereinigt werden. Bis dahin hatte Schwickershausen zwei Schultheißen. Schließlich behauptete auch noch das Hochstift Würzburg über den lange zwei- (bis 1803 eigentlich drei-) herrigen Ort die hohe Gerichtsbarkeit.[3]

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat aus Schwickershausen setzt sich aus 8 Ratsfrauen und Ratsherren zusammen.

(Stand: Kommunalwahl am 27. Juni 2004)

Bürgermeister[Bearbeiten]

Ortsbürgermeister ist Udo Bergner.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

  • Von der Wasserburg ist ein Renaissancebau aus dem Jahre 1540 erhalten. Im Erdgeschoss befindet sich eine Halle mit Kreuzgewölbe, über dem Portal die Wappen der Herren von Kere. Das Torhaus von 1541 steht landseitig.
  • Dorfkirche Schwickershausen

Ansichten von Schwickershausen:

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2007
  2. Thomas Bienert: Mittelalterliche Burgen in Thüringen. Wartberg Verlag, 2000, ISBN 3-86134-631-1, S. 268.
  3. Schwickershausen im Rhönlexikon

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Schwickershausen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien