Seeschlacht von Yalu
aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Die Seeschlacht von Yalu (chin. 黃海海戰 „Seeschlacht im Gelben Meer“) fand am 17. September 1894 während des Ersten Japanisch-Chinesischen Krieges (1894–1895) statt. Die japanische Flotte konnte der chinesischen Beiyang-Flotte an der Mündung des Yalu im Gelben Meer eine entscheidende Niederlage beibringen, wobei die chinesische Flotte 8 von 12 Kriegsschiffen verlor.
Die chinesische Nord-Flotte war moderner als die anderen chinesischen Geschwader und erst 1882/83 in Dienst gestellt worden. Die stärksten Einheiten (Panzerschiffe Ting Yuen und Chen Yuen, jeweils 7792 t., 15,7 Knoten, Bewaffnung 4 x 30,5 cm und 2 x 15 cm Kanonen)) waren in Deutschland gebaut worden (Vulcan-Werft/Stettin). Geführt wurde die Flotte von Admiral Ting. Bei diesem handelte es sich um einen vormaligen Oberst der Kavallerie, der auf die Beratung von US-amerikanischen und deutschem Seepersonal angewiesen war. Aufgrund der damaligen desolaten Verhältnisse im späten chinesischen Kaiserreich (mandschurische Chíng-Dynastie) litt die Flotte zudem unter dem Mangel an brauchbarer Munition. Dies stellte sich im Gefecht als verhängnisvoll heraus. So gab letztlich der bessere Ausbildungsstand und die höhere Feuergeschwindigkeit der japanischen Flotte den Ausschlag. Nach der Niederlage in der Seeschlacht zog sich die chinesische Flotte zuerst nach Port Arthur zurück. Als dann auch dieser Hafen von japanischen Truppen bedroht wurde, folgte ein weiterer Rückzug nach Weihai in der Provinz Shandong. Nachdem die Japaner schließlich auch dort gelandet waren, kapitulierte die chinesische Flotte endgültig. Admiral Ting - allseits als integrer und tapferer Mann geschätzt -beging mit mehreren Offizieren Selbstmord. Das Panzerschiff Chen Yuen wurde von der japanischen Marine übernommen und war dort - leicht modifiziert - noch bis 1914 als Chin-Yen im Dienst.Ein Nachbau der Panzerschiffe ist heute im Hafen von Weihai zu besichtigen.

