Seilersee

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Seilersee (Callerbachtalsperre)
Iserlohn-Seilersee1-Asio.jpg
Lage: Stadt Iserlohn
Zuflüsse: Wermingser Bach
Abflüsse: Caller BachBaarbach
Seilersee (Callerbachtalsperre) (Nordrhein-Westfalen)
Seilersee (Callerbachtalsperre)
Koordinaten 51° 23′ 15″ N, 7° 42′ 54″ O51.38757.715Koordinaten: 51° 23′ 15″ N, 7° 42′ 54″ O
Daten zum Bauwerk
Bauzeit: 1913–1914
Höhe über Talsohle: 10,8 m
Höhe über Gewässersohle: 12,5 m
Höhe der Bauwerkskrone: 205,15 m
Bauwerksvolumen: ca. 42.000 m³
Kronenlänge: 160 m
Kronenbreite: 2,5 m
Daten zum Stausee
Wasseroberfläche 13 ha
Speicherraum 350.000 m³
Gesamtstauraum: 455.000 m³

Der Seilersee in Iserlohn, amtlich Callerbachtalsperre und in kartografischen Werken gelegentlich Kallerbachtalsperre genannt, ist eine von zwölf im Regierungsbezirk Arnsberg liegenden Brauchwasser­talsperren.

Geografische Lage[Bearbeiten]

Die Talsperre liegt am südlichen Fuß des Seilerwaldes. Sie ist umgeben von den Iserlohner Stadtteilen Griesenbrauck, Bilveringsen, Wermingsen und Nußberg.

Geschichte[Bearbeiten]

1913 wurde mit dem Bau der Callerbachtalsperre begonnen. Nach einjähriger Bauzeit erfolgte am 10. Juni 1914 die amtliche Bauabnahme als Talsperre. Durch den Talsperrenbau wurde seinerzeit die Frischwasserzufuhr für die nicht mehr vorhandene Kläranlage Iserlohn-Ost in wasserarmen Zeiten sichergestellt. Auch der Wasserstand des Baarbaches als Haupt­vorfluter der städtischen Kanalisation wurde reguliert.

Schon damals war die Gegend um die Callerbachtalsperre ein beliebtes Ausflugsziel, und von der Brauerei Iserlohn wurde 1924 am See ein Ausflugslokal errichtet. 1919 entstand auch das städtische „Seilersee-Stadion“, das für Fußball, Handball und Hockey genutzt wurde und 1913 ursprünglich als Bestandteil der „Kaiser-Wilhelm­-Anlagen“ angelegt war.

Haus Seilersee (1937)

1937 wurde am Ufer das „Haus Seilersee“ erbaut, welches heute noch als Restaurant genutzt wird. In strengen Wintern diente der See als Eislauffläche.

1963 wurde vom Rat der Stadt Iserlohn der Weiterbau der Autobahn 46 gebilligt. Es gab zuvor heftige Proteste von Umweltschützern, da die Trasse über den See führte. Mehrere Brückenbetonpfeiler wurden im See verankert. 1976 war die Trasse fertiggestellt und es erfolgte die Verkehrsfreigabe.

Im See, nahe der Vogelinsel, wurde 2005 eine etwa 12 Meter hohe und 2,4 Tonnen schwere Stahlskulptur aufgestellt. Sie zeigt eine Orchidee mit pink- und weißfarbenen Blütenblättern und stammt von dem Londoner Künstler Mark Quinn. Zuvor konnte man die Skulptur auf der 50. Biennale in Venedig und im Louisiana Museum of Modern Art in Humlebæk, Dänemark, betrachten. Sie ist eine Leihgabe des Iserlohner Unternehmers Andreas Dornbracht.

Naherholung und Freizeitmöglichkeiten[Bearbeiten]

Kunst im See (Stahlskulptur)

Der Bereich um den Seilersee ist seit Schließung der Kläranlage Iserlohn-Ost als Naherholungsgebiet von Bedeutung. Um den See führt ein 1,6 km langer Weg mit Ruhebänken. Vom Staudamm aus erreicht man auf dem vom Sauerländischen Gebirgsverein ausgeschilderten Wanderweg A 1 den 1915 errichteten Bismarckturm.

Verschiedene sportliche Möglichkeiten sind durch die Eissporthalle Iserlohn, ein Sport- und Solebad, das Freibad Schleddenhof, einen Ruderbootverleih, einen Fußballplatz, Tennisplätze, ein Skaterareal mit Halfpipe, eine Boule­bahn, eine Minigolf­anlage und eine in der Nähe befindlichen Reitanlage gegeben. Seit 2008 findet jährlich der Iserlohner Stadtwerke-Lauf als Benefizveranstaltung am Seilersee statt. Der Lauf ist ein 24h-Lauf. Gestartet werden kann als sog. Freerunner, für den 6h-, 12h oder 24h-Lauf. Der Erlös der Veranstaltung fließt einem caritativen Zweck zu. [1]

Am kleinen See, unterhalb des Staudamms, befindet sich eine Voliere. Dieser Bereich ist auch Treffpunkt von Schiffsmodellbauern.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Seilersee – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Iserlohner Stadtwerke-Lauf