Regierungsbezirk Arnsberg

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Wappen Karte
Landeswappen des Landes Nordrhein-Westfalen Lage des Regierungsbezirkes Arnsberg in Deutschland
Basisdaten
Verwaltungssitz: Arnsberg
Fläche: 8007,51 km²
Einwohner: 3.552.021 (30. Juni 2013) [1]
Bevölkerungsdichte: 444 Einwohner je km²
Bezirksgliederung: 78 Gemeinden
in 7 Kreisen und
5 kreisfreie Städte
Regierungspräsidium
Regierungspräsident: Gerd Bollermann (SPD)
Adresse des Regierungspräsidiums: Seibertzstraße 1
59821 Arnsberg
Webpräsenz: www.bra.nrw.de
Lage des Regierungsbezirks Arnsberg in Nordrhein-Westfalen
Niederlande Belgien Niedersachsen Rheinland-Pfalz Hessen Essen Wuppertal Solingen Remscheid Hagen Ennepe-Ruhr-Kreis Bochum Dortmund Herne Gelsenkirchen Bottrop Oberhausen Mülheim an der Ruhr Duisburg Kreis Mettmann Düsseldorf Rhein-Kreis Neuss Kreis Heinsberg Mönchengladbach Krefeld Kreis Viersen Kreis Wesel Kreis Kleve Rhein-Erft-Kreis Kreis Düren Rheinisch-Bergischer Kreis Oberbergischer Kreis Kreis Recklinghausen Kreis Borken Kreis Unna Märkischer Kreis Kreis Olpe Hamm Kreis Soest Kreis Coesfeld Kreis Steinfurt Kreis Warendorf Leverkusen Köln Städteregion Aachen Bonn Rhein-Sieg-Kreis Städteregion Aachen Kreis Euskirchen Münster Kreis Siegen-Wittgenstein Hochsauerlandkreis Kreis Paderborn Kreis Gütersloh Kreis Höxter Kreis Lippe Kreis Herford Kreis Minden-Lübbecke BielefeldKarte
Über dieses Bild

Der Regierungsbezirk Arnsberg ist einer von fünf Regierungsbezirken im Land Nordrhein-Westfalen.

Geografie[Bearbeiten]

Der Regierungsbezirk Arnsberg liegt im Südosten von Nordrhein-Westfalen. Er deckt in seinem nordwestlichen Bereich mit den fünf Großstädten Bochum, Dortmund, Hagen, Hamm und Herne einen wesentlichen Teil des dicht besiedelten Ruhrgebiets ab. Im Gegensatz dazu weist das östliche und südliche Gebiet eine eher schwächere Bevölkerungsdichte und kleinteiligere Besiedlung auf.

Landschaftlich gehören sowohl die Bergländer Südwestfalens als auch die südlichen Bereiche der westfälischen Bucht einschließlich des mittleren Abschnitts der Lippeniederungen und der Hellwegbörden zum Regierungsbezirk.

Nachbarbezirke und Nachbarländer[Bearbeiten]

Der Regierungsbezirk grenzt im Norden an die Regierungsbezirke Münster und Detmold, im Osten an das Bundesland Hessen, im Süden an das Land Rheinland-Pfalz und im Westen an die Regierungsbezirke Köln und Düsseldorf.

Geschichte[Bearbeiten]

Entstehung[Bearbeiten]

Die Geschichte des Regierungsbezirks geht auf die preußische „Verordnung über die verbesserte Einrichtung der Provinzialbehörden“ vom 30. April 1815 zurück. Damals wurde Preußens Verwaltung nach dem Wiener Kongress neu geordnet und zunächst in zehn Provinzen eingeteilt, denen jeweils zwei oder mehr Regierungsbezirke angehören, diese in mehrere Kreise untergliedert werden sollten.[2] Eine der neu gebildeten Provinzen war die Provinz Westfalen. Die Einteilung der Provinz Westfalen und die Bildung der Regierungsbezirke Münster, Minden und Arnsberg wurde mit Bekanntmachung vom 25. Juli 1816 verfügt.[3] Der Verwaltungssitz Hamm, in der vornapoleonischen Zeit Sitz der Märkischen Kriegs- und Domänenkammer und seit 1226 Hauptort der Grafschaft Mark, wurde aufgegeben und die neue Behörde aufgrund der Wahl des Oberpräsidenten Ludwig von Vincke nach Arnsberg verlegt. Der ursprünglich 1815 vorgesehene Standort Hamm wurde stattdessen Sitz des königlich westfälischen Oberlandesgerichtes, des heutigen Oberlandesgerichts Hamm. Ursächlich war zum einen der Wille der Regierung, die katholische Bevölkerung des vormaligen Herzogtums Westfalen (Sauerland) stärker an den protestantischen preußischen Staat zu binden, und zum anderen das Ziel, die Region wirtschaftlich stärker zu entwickeln.

Wie die übrigen Bezirksregierungen in der Provinz Westfalen, so nahm auch die neue Regierung in Arnsberg formell mit dem 1. August 1816 ihre Tätigkeit auf.[4]

Weitere Entwicklung[Bearbeiten]

Eine der zentralen Herausforderungen der Regierungspräsidenten in Arnsberg war im 19. und frühen 20. Jahrhundert die staatliche Begleitung des Industrialisierungsprozesses insbesondere im östlichen Ruhrgebiet. In diesem Zusammenhang wurde in den Ballungsräumen auch eine Neueinteilung der Kreise und die Schaffung von Stadtkreisen während des Deutschen Kaiserreichs und dann noch einmal in den späten 1920er Jahren nötig. Durch die Kommunalreformen der 1960er/1970er Jahre kam es auch zum Zusammenschluss verschiedener kleinerer Einheiten zu größeren Kreisen.

Der Sitz der Bezirksregierung in der Stadt Arnsberg war dabei stets umstritten. Spätestens mit dem Aufstieg des Ruhrgebiets zur zentralen Industrielandschaft nahmen die Bestrebungen zur Verlegung des Regierungspräsidenten ins Ruhrgebiet oder die Gründung eines neuen Regierungsbezirks Ruhr zu.[5]

Grundsätzlich in Frage gestellt wurden die Bezirksregierungen in Nordrhein-Westfalen erst unter der Regierung Rüttgers. Im Koalitionsvertrag zwischen CDU und FDP wurde die Auflösung der Bezirksregierungen vereinbart. Umgesetzt werden sollte dieses Vorhaben allerdings erst ab 2012. Von diesen Plänen ist später die Regierung unter Jürgen Rüttgers auch nach Protesten aus den eigenen Reihen wieder abgerückt. Im Koalitionsvertrag der rot-grünen Regierung unter Hannelore Kraft und Sylvia Löhrmann ist ausdrücklich der Erhalt aller Regierungsbezirke vereinbart.[6]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Die folgende Übersicht zeigt die Einwohnerzahlen des Regierungsbezirks Arnsberg nach dem jeweiligen Gebietsstand. Bei den Zahlen handelt es sich bis 1970 um Volkszählungsergebnisse und ab 1975 um amtliche Fortschreibungen des Statistischen Landesamtes. Die Zahlen für 1975, 1980 und 1985 sind geschätzte Werte, die Zahlen ab 1987 Fortschreibungen auf Basis der Ergebnisse der Volkszählung von 1987. Die Angaben beziehen sich für 1837 auf die „Zivilbevölkerung“, ab 1861 auf die „Ortsanwesende Bevölkerung“, ab 1925 auf die Wohnbevölkerung und ab 1987 auf die „Bevölkerung am Ort der Hauptwohnung“.

Jahr Einwohner
1837[A 1] 502.810
1861 (3. Dez.)[A 1] 703.523
1867 (3. Dez.)[A 1] 791.361
1871 (1. Dez.)[A 1] 865.815
1880 (1. Dez.)[A 1] 1.068.141
1885 (1. Dez.)[A 1] 1.189.688
1890 (1. Dez.)[A 1] 1.342.711
1900 (1. Dez.)[A 1] 1.851.319
Jahr Einwohner
1910 (1. Dez.)[A 1] 2.399.849
1925 (16. Juni)[A 1] 2.721.367
1939 (17. Mai)[A 1] 2.678.026
1950 (13. Sep.)[A 1] 3.041.700
1961 (6. Juni)[A 1] 3.597.920
1970 (27. Mai)[A 1] 3.720.550
1975 (31. Dez.) 3.744.303
1980 (31. Dez.) 3.688.780
Jahr Einwohner
1985 (31. Dez.) 3.567.208
1987 (25. Mai)[A 1] 3.605.066
1990 (31. Dez.) 3.731.986
1995 (31. Dez.) 3.827.480
2000 (31. Dez.) 3.805.904
2005 (31. Dez.) 3.760.454
2008 (31. Dez.) 3.699.748
2011 (9. Mai)[A 1] 3.575.207
  1. a b c d e f g h i j k l m n o p Volkszählungsergebnis

Verwaltungsgliederung[Bearbeiten]

Kreiseinteilung 1818[Bearbeiten]

Im Jahr 1818 war der Regierungsbezirk eingeteilt:

  1. Kreis Altena
  2. Kreis Arnsberg
  3. Kreis Bilstein
  4. Kreis Bochum
  5. Kreis Brilon
  6. Kreis Dortmund
  7. Kreis Hagen
  8. Kreis Hamm
  9. Kreis Iserlohn
  10. Kreis Lippstadt
  11. Kreis Medebach
  12. Kreis Siegen
  13. Kreis Soest
  14. Kreis Wittgenstein

Änderung der Kreiseinteilung am 1. Januar 1819[Bearbeiten]

Am 1. Januar 1819 gab es eine neue Kreiseinteilung:

  1. Kreis Altena: Abtretung von Gemeinden an den neuen Kreis Eslohe
  2. Kreis Arnsberg: Abtretung von Gemeinden an den neuen Kreis Eslohe und an den Kreis Hamm, Aufnahme von Gemeinden aus dem Kreis Iserlohn, Gebietsaustausch mit dem Kreis Soest
  3. Kreis Bochum: Abtretung von Gemeinden an den Kreis Hagen, Gebietsaustausch mit dem Kreis Dortmund
  4. Kreis Brilon: Aufnahme von Gemeinden aus dem Kreis Medebach
  5. Kreis Dortmund: Abtretung von Gemeinden an den Kreis Hagen, Gebietsaustausch mit dem Kreis Bochum
  6. Kreis Eslohe: Neubildung aus Gemeinden der Kreise Altena, Arnsberg, Bilstein und Medebach
  7. Kreis Hagen: Aufnahme von Gemeinden aus den Kreisen Bochum und Dortmund
  8. Kreis Hamm: Aufnahme von Gemeinden aus dem Kreis Arnsberg
  9. Kreis Iserlohn: Abtretung von Gemeinden an den Kreis Arnsberg
  10. Kreis Lippstadt: Eingliederung von Gemeinden des Kreises Soest
  11. Kreis Olpe: Neubildung aus etlichen Gemeinden des Kreises Bilstein
  12. Kreis Siegen
  13. Kreis Soest: Abtretung von Gemeinden an den Kreis Lippstadt, Gebietsaustausch mit dem Kreis Arnsberg
  14. Kreis Wittgenstein
Kreis Bilstein: Auflösung und Aufteilung auf die Kreise Eslohe und Olpe (Hauptteil)
Kreis Medebach: Auflösung und Aufteilung auf die Kreise Brilon (Hauptteil) und Eslohe

Änderung der Kreiseinteilung am 1. Januar 1832[Bearbeiten]

Am 1. April 1826 traten kleine Grenzverschiebungen zwischen einzelnen Kreisen in Kraft. Am 1. Januar 1832 gab es eine neue Kreiseinteilung:

  1. Kreis Altena: Eingliederung von Gemeinden des Kreises Olpe
  2. Kreis Arnsberg: Eingliederung von Gemeinden des Kreises Eslohe
  3. Kreis Bochum: Eingliederung von Gemeinden des Kreises Hagen (1. April 1826)
  4. Kreis Brilon
  5. Kreis Dortmund
  6. Kreis Hagen: Abtretung von Gemeinden an den Kreis Bochum (1. April 1826)
  7. Kreis Hamm: Abtretung von Gemeinden an den Kreis Soest (1. April 1826)
  8. Kreis Iserlohn: Abtretung von Gemeinden an den Kreis Arnsberg
  9. Kreis Lippstadt
  10. Kreis Meschede: Neubildung aus Gemeinden des Kreises Eslohe
  11. Kreis Olpe: Abtretung von Gemeinden an den Kreis Altena
  12. Kreis Siegen
  13. Kreis Soest: Eingliederung von Gemeinden des Kreises Hamm (1. April 1826)
  14. Kreis Wittgenstein
Kreis Eslohe: Auflösung und Aufteilung auf die Kreise Arnsberg und Meschede (Hauptteil)

Bildung von Stadt- und Landkreisen[Bearbeiten]

Im weiteren Verlauf des 19. Jahrhunderts führten Industrialisierung und die damit einhergehende Urbanisierung zu Veränderungen. Insbesondere wurde aus einigen alten Kreisen größere Städte als Stadtkreise ausgliedert. Aus den Resten wurden teilweise neue Landkreise gebildet.

Bildung der Stadtkreise

  1. Dortmund: 15. Februar 1875
  2. Bochum: 24. Mai 1876
  3. Hagen: 1. April 1887
  4. Gelsenkirchen: 1. April 1897
  5. Witten: 1. April 1899
  6. Hamm: 1. April 1901
  7. Herne: 1. Juli 1906
  8. Iserlohn: 1. April 1907
  9. Lüdenscheid: 1. April 1907
  10. Hörde: 1. April 1911
  11. Siegen: 1. März 1923

Bildung neuer Kreise

  1. Kreis Gelsenkirchen: 1. Juli 1885
  2. Kreis Hattingen: 1. Juli 1885
  3. Kreis Hörde: 1. April 1887
  4. Kreis Schwelm: 1. April 1887

Kommunalreform der 1920er Jahre[Bearbeiten]

Der zum Regierungsbezirk gehörende Anteil des Ruhrgebiets wurde in drei Zeitschritten neu geordnet. Die ersten Reformen traten am 1. April 1926 in Kraft. Die weiteren Reformen traten gemäß dem „Gesetz zur kommunalen Neugliederung des rheinisch-westfälischen Ruhrgebiets“ am 1. April 1928 und am 1. August 1929 in Kraft. Bereits 1922 verlor der Kreis Schwelm Gemeinden an die rheinische Stadt Barmen. Infolge der Eingliederung Holzwickedes in den Landkreis Hamm, wurde 1930 schließlich Unna zur neuen Kreisstadt dieses Kreises, der den Namen in Landkreis Unna wechselte.

Die entscheidendsten Eingriffe in die Verwaltungsstruktur stellten allerdings die Auflösung etlicher Kreise/Landkreise und deren Eingliederung in bestehende und die beiden neuen Stadtkreise Castrop-Rauxel und Lünen sowie in den neuen Ennepe-Ruhr-Kreis dar.

5. August 1922

1. April 1926

1. April 1928

1. August 1929

17. Oktober 1930

1. April 1939

Liste der Stadt- und Landkreise am 1. Januar 1939[Bearbeiten]

Stadtkreise

  1. Bochum
  2. Castrop-Rauxel
  3. Dortmund
  4. Hagen
  5. Hamm
  6. Herne
  7. Iserlohn
  8. Lüdenscheid
  9. Lünen
  10. Siegen
  11. Wanne-Eickel
  12. Wattenscheid
  13. Witten

Landkreise

  1. Landkreis Altena
  2. Landkreis Arnsberg
  3. Landkreis Brilon
  4. Ennepe-Ruhr-Kreis
  5. Landkreis Iserlohn
  6. Landkreis Lippstadt
  7. Landkreis Meschede
  8. Landkreis Olpe
  9. Landkreis Siegen
  10. Landkreis Soest
  11. Landkreis Unna
  12. Landkreis Wittgenstein

Entwicklung der Kreise nach 1945[Bearbeiten]

Altes Gebäude der Bezirksregierung (heute Verwaltungsgericht)
  1. Kreis Altena (bis zum 31. Dezember 1968, anschließend im Kreis Lüdenscheid, jetzt im Märkischen Kreis)
  2. Kreis Arnsberg (bis zum 31. Dezember 1974, anschließend hauptsächlich im Hochsauerlandkreis, ehemalige Gebietsteile auch im Märkischen Kreis und im Kreis Soest)
  3. Kreis Brilon (bis zum 31. Dezember 1974, anschließend im Hochsauerlandkreis)
  4. Ennepe-Ruhr-Kreis (ab dem 1. Januar 1975 um die ehemals kreisfreie Stadt Witten vergrößert)
  5. Hochsauerlandkreis (ab dem 1. Januar 1975 aus Gebieten der Kreise Arnsberg, Meschede, Brilon, Wittgenstein und Büren [, letzterer im Regierungsbezirk Detmold])
  6. Kreis Iserlohn (bis zum 31. Dezember 1974, anschließend hauptsächlich im Märkischen Kreis, ehemalige Gebiete auch im Kreis Unna und in der Stadt Hagen)
  7. Kreis Lippstadt (bis zum 31. Dezember 1974, anschließend im Kreis Soest)
  8. Kreis Lüdenscheid (ab dem 1. Januar 1969 bis zum 31. Dezember 1974, anschließend im Märkischen Kreis)
  9. Märkischer Kreis (ab dem 1. Januar 1975 aus Gebieten der ehemaligen Kreise Lüdenscheid, Iserlohn [unter Einbeziehung der ehemaligen kreisfreien Stadt Iserlohn] und Arnsberg)
  10. Kreis Meschede (bis zum 31. Dezember 1974, anschließend im Hochsauerlandkreis)
  11. Kreis Olpe
  12. Kreis Siegen (ab dem 1. Januar 1975 mit großen Teilen des Kreises Wittgenstein; bis zum 31. Dezember 1983, anschließend Umbenennung in Kreis Siegen-Wittgenstein)
  13. Kreis Siegen-Wittgenstein (ab dem 1. Januar 1984, vorher Kreis Siegen)
  14. Kreis Soest (ab dem 1. Januar 1975 mit dem Kreis Lippstadt und Teilen des Kreises Arnsberg)
  15. Kreis Unna (ab dem 1. Januar 1975 mit Teilen der Kreise Iserlohn und Lüdinghausen [letzterer bisher im Regierungsbezirk Münster])
  16. Kreis Wittgenstein (bis zum 31. Dezember 1974, anschließend im Kreis Siegen, ab dem 1. Januar 1984 im Kreis Siegen-Wittgenstein)
Blick auf heutige Gebäude der Bezirksregierung in Arnsberg

Entwicklung der Kreisfreien Städte seit 1945[Bearbeiten]

  1. Bochum (am 1. Januar 1975 um Wattenscheid vergrößert)
  2. Castrop-Rauxel (bis zum 31. Dezember 1974, anschließend im Kreis Recklinghausen, Regierungsbezirk Münster)
  3. Dortmund (am 1. Januar 1975 Vergrößerung durch Eingemeindungen)
  4. Hagen (am 1. Januar 1975 um Hohenlimburg, bisher im Kreis Iserlohn und um den Stadtteil Dahl aus der Stadt Breckerfeld im Ennepe-Ruhr-Kreis vergrößert)
  5. Hamm (am 1. Januar 1968 um Gemeinden Berge, Westtünnen und den großteil der Gemeinde Wiescherhöfen aus dem Kreis Unna vergrößert; ab dem 1. Januar 1975 um die Städte Heessen aus dem Kreis Beckum und Bockum-Hövel aus dem Kreis Lüdinghausen (beide bisher im Regierungsbezirk Münster) und Gebiete aus dem Kreis Unna vergrößert)
  6. Herne (am 1. Januar 1975 um Wanne-Eickel vergrößert)
  7. Iserlohn (bis zum 31. Dezember 1974, anschließend im Märkischen Kreis)
  8. Lüdenscheid (bis zum 31. Dezember 1968, dann Kreis Lüdenscheid bis zum 31. Dezember 1974, anschließend im Märkischen Kreis)
  9. Lünen (bis zum 31. Dezember 1974, anschließend im Kreis Unna)
  10. Siegen (bis zum 30. Juni 1966, anschließend im Kreis Siegen, ab dem 1. Januar 1984 umbenannt in Kreis Siegen-Wittgenstein)
  11. Wanne-Eickel (bis zum 31. Dezember 1974, dann nach Herne eingemeindet)
  12. Wattenscheid (bis zum 31. Dezember 1974, dann nach Bochum eingemeindet)
  13. Witten (bis zum 31. Dezember 1974, anschließend im Ennepe-Ruhr-Kreis)

Aktueller Stand[Bearbeiten]

Der Regierungsbezirk besteht aus sieben Kreisen mit insgesamt 78 kreisangehörigen Gemeinden und fünf kreisfreien Städten.
(Einwohnerzahlen zum 31. Dezember 2008)

Kreise Kreisfreie Städte
  1. Ennepe-Ruhr-Kreis (335.914 EW)
  2. Hochsauerlandkreis (271.913 EW)
  3. Märkischer Kreis (437.785 EW)
  4. Kreis Olpe (140.481 EW)
  5. Kreis Siegen-Wittgenstein (286.299 EW)
  6. Kreis Soest (306.131 EW)
  7. Kreis Unna (416.679 EW)
  1. Bochum (378.596 EW)
  2. Dortmund (584.412 EW)
  3. Hagen (192.177 EW)
  4. Hamm (182.495 EW)
  5. Herne (166.924 EW)

Regierungspräsidenten[Bearbeiten]

Beginn der Amtszeit Ende der Amtszeit Regierungspräsident Partei
1. August 1816 24. März 1825 Friedrich von Bernuth
1825 1831 Karl Graf von Flemming
1831 5. März 1836 Philip-Ludwig Wolfart
5. März 1836 18. April 1845 Georg Wilhelm Keßler
8. Juli 1845 August 1848 Heinrich Friedrich August Graf von Itzenplitz
16. November 1848 4. Juni 1849 Heinrich Albert Moritz von Bardeleben
18. Juli 1849 1851 Carl von Bodelschwingh
November 1851 18. Mai 1854 Ernst von Bodelschwingh
28. September 1854 3. Juli 1863 Friedrich Wilhelm von Spankeren
18. Juli 1863 Oktober 1874 Heinrich Wilhelm von Holtzbrinck
29. Oktober 1874 14. November 1880 Georg Maximilian Franz von Steinmann
14. November 1880 22. Juni 1889 Alfred von Rosen
26. Juni 1889 16. April 1901 Wilhelm Julius Reinhold Winzer
17. April 1901 13. Februar 1903 Ludwig von Renvers
26. März 1903 18. Juni 1907 Franz Freiherr von Coels von der Brügghen
9. September 1907 Dezember 1907 Friedrich Ernst von Schwerin
6. Januar 1908 30. September 1919 Alfred Georg von Bake
16. Oktober 1919 15. Februar 1933 Max König SPD
23. Februar 1933 20. September 1935 Max von Stockhausen DNVP
Oktober 1935 31. August 1941 Ludwig Runte NSDAP
1. Januar 1942 16. Mai 1945 Lothar Eickhoff NSDAP
1. Juni 1945 31. Juli 1949 Fritz Fries SPD
15. März 1950 28. Februar 1956 Hubert Biernat SPD
2. Juni 1956 31. Juli 1973 Ernst Schlensker SPD
1. August 1973 12. Januar 1977 Fritz Ziegler SPD
13. Januar 1977 19. Februar 1990 Richard Grünschläger SPD
20. Februar 1990 30. Juni 1998 Raghilt Berve SPD
1. August 1998 12. November 2002 Wolfram Kuschke SPD
1. Januar 2003 22. Juli 2005 Renate Drewke SPD
23. Juli 2005 18. August 2010 Helmut Diegel CDU
18. August 2010 Gerd Bollermann SPD

Siehe auch[Bearbeiten]

Vorläufer Behörden Preußens:

Zusammengefasste Territorien:

Literatur[Bearbeiten]

  • Reinhard Feldmann / Hans Mühl (Bearb.): 175 Jahre Regierungsbezirk Arnsberg. Streiflichter aus der Geschichte. Arnsberg 1991.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://www.it.nrw.de/statistik/a/daten/bevoelkerungszahlen_zensus/zensus_reg9_neu.html
  2. Verordnung wegen verbesserter Einrichtung der Provinzial-Behörden vom 30. April 1815 (Text der Verordnung)
  3. Amts-Blatt für die Provinz Westfalen vom 20. Juli 1816, S. 310 (Landesbibliothek Münster)
  4. Amts-Blatt für die Provinz Westfalen vom 27. Juli 1816, S. 324 (Landesbibliothek Münster)
  5. dazu ausführlich der Regierungsvizepräsident a.D. Heiko M. Kosow: Der Regierungsstandort Arnsberg. In: Heimatblätter. Zeitschrift des Arnsberger Heimatbundes. Heft 30/2009, S. 57–78
  6. Rot-Grüner Koalitionsvertrag 2010 (Zeile 3655ff.; PDF; 936 kB)

51.328.01Koordinaten: 51° 19′ 12″ N, 8° 0′ 36″ O