Sender Aholming

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Sender Aholming
Sender Aholming.JPG
Basisdaten
Ort: Aholming
Land: Bayern
Staat: Deutschland
Höhenlage: 332 m ü. NHN
Verwendung: Hörfunk
Zugänglichkeit: Sendeanlage öffentlich nicht zugänglich
Besitzer: Media Broadcast
Daten der Sendeanlage
Anzahl der Türme/Masten: 2
Höhe der Türme/Masten: 265 m
Bauzeit der Sendeanlage: 1987–1988
Betriebszeit der Sendeanlage: 1989–2014
Wellenbereich: LW-Sender
Rundfunk: LW, inaktiv
Positionskarte
Sender Aholming (Bayern)
Sender Aholming
Sender Aholming
48.7312.931Koordinaten: 48° 43′ 48″ N, 12° 55′ 51,6″ O
Höhendiagramm der Sendemasten der Lang- und Mittelwellensender des Deutschlandfunks

Der Sender Aholming ist ein inaktiver 500-kW-Langwellensender der Media Broadcast GmbH für die Frequenz 207 kHz in der Nähe von Aholming in Niederbayern. Er strahlte wie der Sender Donebach von Anfang 1989 bis Ende 2014 das Programm des Deutschlandfunks aus.

Auch die technische Ausrüstung stimmt weitgehend mit der des Senders Donebach überein. Wie beim Sender Donebach wurde eine Richtantenne, bestehend aus zwei geerdeten abgespannten Stahlfachwerkmasten, verwendet, die über die Pardunen mit der abzustrahlenden Hochfrequenzenergie versorgt wurde. Allerdings sind die Masten des Senders Aholming wegen der höheren Sendefrequenz mit 265 Metern niedriger als die des Senders in Donebach.

Geschichte[Bearbeiten]

Der Sender Aholming ging am 1. Januar 1989 in Betrieb und ersetzte die Sendeanlage in Erching, die wegen der fehlenden Möglichkeit zur Anwendung von Richtstrahlung (nur ein Mast vorhanden), bedingt durch Auflagen des Genfer Wellenplans, nachts abschalten musste.

2008 wurde der alte Röhrensender durch eine volltransistorisierte Anlage von Transradio Sendersysteme Berlin ersetzt.[1] Seit dem 15. Februar 2008 gehört die Sendeanlage zu Media Broadcast.

Die Abschaltung der analogen Ausstrahlung der Deutschlandradio-Programme über Langwelle mit Ablauf des 31. Dezembers 2014 erfolgte nach den Vorgaben der Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten (KEF).[2] Diese hatte wegen abnehmender Nutzung dieser Technik und gleichzeitig fortschreitender Digitalisierung des Hörfunks auf Abschaltung der kostenintensiven Langwellenverbreitung gedrängt. Die Einsparungen sollen nun in den weiteren Ausbau des DAB+-Sendernetzes fließen.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Transradio.de: 500kW AM/240kW DRM LW-Aholming
  2. Deutschlandradio: Pressemitteilung, Abschaltung Langwelle: Deutschlandradio setzt auf moderne Verbreitungswege. 28. November 2014, abgerufen am 1. Januar 2015.