Silberbromid

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Kristallstruktur
Struktur von Silberbromid
__ Ag+     __ Br
Kristallsystem

kubisch

Raumgruppe

Fm\bar{3}m

Koordinationszahlen

Ag[6], Br[6]

Allgemeines
Name Silberbromid
Verhältnisformel AgBr
CAS-Nummer 7785-23-1
Kurzbeschreibung

weißer bis gelblich-grüner Feststoff[1]

Eigenschaften
Molare Masse 187,77 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Dichte

6,47 g·cm−3[2]

Schmelzpunkt

430 °C[2]

Siedepunkt

1300 °C[2]

Löslichkeit

unlöslich in Wasser, 0,14 mg·l−1 (25 °C)[3]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung [2]
keine GHS-Piktogramme
H- und P-Sätze H: keine H-Sätze
P: keine P-Sätze
Thermodynamische Eigenschaften
ΔHf0

−100,4 kJ/mol[4]

Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.

Vorlage:Infobox Chemikalie/Summenformelsuche vorhanden

Silberbromid ist eine chemische Verbindung des Silbers, die zu den Bromiden zählt. Es ist eine viel verwendete Chemikalie in der Fotochemie, die unter Lichteinfall zerfällt.

Vorkommen[Bearbeiten]

Silberbromid kommt in der Natur in Form des Minerals Bromargyrit vor.

Gewinnung und Darstellung[Bearbeiten]

Silberbromid fällt beim Zusammentreffen von Silbersalz, meist Silbernitrat und einem löslichen Bromsalz, als gelblich-weißlicher Niederschlag aus.

Eigenschaften[Bearbeiten]

Silberbromid

Silberbromid ist in Wasser sehr schwer, in konzentrierter Ammoniak-Lösung schwer und in Thiosulfat- und Cyanidlösung leicht löslich. Es färbt sich im Licht rasch dunkel infolge Silber-Abscheidung durch die photolytische Zersetzung.

Verwendung[Bearbeiten]

Hauptartikel: Fotografie

Das Salz wird in kleinen Kristallbröckchen in eine Gelatineschicht (o. ä. Substanzen) eingelagert. Wenn auf diese Licht fällt, zersetzt sich das Silberbromid in seine elementaren Bestandteile – Silber und Brom; das Brom verdunstet. Die belichteten Kristalle heben sich vom Hintergrund ab, da das fein zerteilte Silber schwarz erscheint.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Römpp Online - Version 3.5, 2009, Georg Thieme Verlag, Stuttgart.
  2. a b c d e Eintrag zu Silberbromid in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFA, abgerufen am 30. Dezember 2007 (JavaScript erforderlich)
  3. David R. Lide (Ed.): CRC Handbook of Chemistry and Physics. 90th Edition (Internet Version: 2010), CRC Press/Taylor and Francis, Boca Raton, FL, Physical Constants of Inorganic Compounds, S. 4-88.
  4. David R. Lide (Ed.): CRC Handbook of Chemistry and Physics. 90th Edition (Internet Version: 2010), CRC Press/Taylor and Francis, Boca Raton, FL, Standard Thermodynamic Properties of Chemical Substances, S. 5-4.