Slender – The Eight Pages

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Slender – The Eight Pages
Slender Logo.jpg
Entwickler Parsec Productions
Erstveröffent-
lichung
26. Juni 2012
Plattform Windows, Mac OS X
Spiel-Engine Unity
Genre Survival Horror
Spielmodus Einzelspieler
Medium Download
Sprache Englisch
Aktuelle Version 0.9.7 (beta)

Slender – The Eight Pages ist ein kostenloses Survival-Horror-Computerspiel, das im Juni 2012 für die Betriebssysteme Windows und Mac OS X veröffentlicht wurde (eine Version für Linux wurde angekündigt[1]) und auf der Internet-Geschichte des Slender Man aufbaut.[2]

Spielmechanik und Handlung[Bearbeiten]

Der Ort des Geschehens in Slender - The Eight Pages ist ein Wald bei Nacht. Die dem Spieler zur Verfügung gestellten Funktionen sind stark begrenzt. Neben der Fähigkeit, sich mehr oder weniger schnell zu bewegen, verfügt der Spieler lediglich über eine Taschenlampe, deren Batterie nach einer gewissen Zeit erschöpft ist, sowie die Möglichkeit, für einen kurzen Zeitraum zu rennen. Allerdings erschöpft das virtuelle Ich relativ schnell, was sich anhand des schweren Atems und der Rückkehr zur normalen Geschwindigkeit bemerkbar macht. Der Wald, in dem sich der Spieler bewegen kann, wird durch einen Zaun eingegrenzt, weswegen es nicht möglich ist, in eine eventuelle Leere am Rand der Spielwelt reinzufallen und somit einen Absturz des Spiels zu verursachen. Neben zahlreichen Bäumen sind auch weitere Objekte wie Fahrzeuge, kleine Häuser, Felsen, Röhren oder Gas-Tanks vorhanden.[3] Zwischen den Bäumen sind Wege zu erkennen, die zu gewissen Punkten führen. Der Spieler muss diese jedoch nicht einhalten, sondern kann sich frei in der Welt bewegen, unter Berücksichtigung des eben erwähnten Zaunes.

Ziel des Spiels[Bearbeiten]

Eine klare Handlung ist in Slender - The Eight Pages nicht zu erkennen. Per Bildschirmtext erfährt der Spieler, dass er insgesamt acht in der Spielwelt verteilte Seiten finden muss, mehr aber auch nicht. Auf diesen sind meist kleine Hinweise oder Zeichnungen abgebildet, die den Slender Man betreffen, der den Spieler durch den Wald jagt. Immer wenn der Spieler eine weitere der acht Seiten findet, wird das Spiel anspruchsvoller, da der Slender Man den Spieler mit jeder gefundenen Seite gezielter und schneller verfolgt. Außerdem wird der Sound mit jeder gefundenen Seite dramatischer. Hat der Spieler alle acht Seiten in seinen Besitz gebracht endet das Spiel nicht, stattdessen wird der Spieler weiterhin vom Slenderman gejagt, bis man geschnappt wird. Nach dem folgenden Abspann endet das Spiel erfolgreich und der Tag-Modus wird freigeschaltet, was eine etwas bessere Sicht ermöglicht, aber auch den Horrorfaktor nicht unbedeutend runterschraubt.

Slender Man[Bearbeiten]

Hauptartikel: Slender Man
Neben dem Spieler ist der Slender Man das einzige Lebewesen in Slender - The Eight Pages und stellt den Gegner des Spiels dar, da er den Spieler durch den Wald jagt. Der Slender Man ist eine dünne, hünenhafte Kreatur mit verlängerten Armen und trägt einen schwarzen Anzug. Sein blass-weißes Gesicht ohne Augen ist praktisch gar nicht oder nur extrem grob zu erkennen. Kommt der Spieler in die Nähe des Slender Mans, wird das dargestellte Bild verzerrt und ein Rauschen ist zu hören, was daran liegen soll, dass der Slender Man in der Nähe an technischen Geräten Störungen verursacht (und der Computer ist ein technisches Gerät, auch wenn die Störung nur im Spiel vorkommt und in keiner Weise die Hardware betrifft). Erreicht der Slender Man schließlich den Spieler, so wird die Steuerung gesperrt und die Kamera dreht auf das Gesicht von Slender Man, wonach der Bildschirm flimmert und das Spiel endet. Gelingt es dem Spieler, alle acht Seiten zu finden, so endet das Spiel allerdings nicht, sondern der Spieler irrt weiter durch den Wald, bis Slender Man ihn findet, worauf der Abspann folgt und das Spiel endet. Der Slender Man ist mittlerweile in vielen anderen Spielen der Gegner, zum Beispiel in den Spielen von Marc Steene, Entwickler von Slender Man's Shadow.

Entwicklung und Veröffentlichung[Bearbeiten]

Slender wurde von Mark J. Hadley, der auf YouTube unter dem Pseudonym AgentParsec bekannt ist[4], auf Basis der Unity-Engine entwickelt[5].

Slender liegt derzeit in der Beta-Version 0.9.7 vor. Seit Version 0.9.4 gibt es einen Tages-Modus, der sich von der alten Version darin unterscheidet, dass der Spieler keine Taschenlampe benötigt. Der Tages-Modus wird allerdings erst freigeschaltet, wenn der Spieler alle acht Seiten bereits gefunden hat. Seit Version 0.9.5 gibt es auch einen „MH Modus“, der auf der Internet-Geschichte Marble Hornets basiert.[6] Mit Version 0.9.7 wurde das Spiel offiziell in Slender – The Eight Pages umbenannt, um es von zukünftigen Versionen unterscheiden zu können. Des Weiteren wurden zwei neue Taschenlampen-Modi hinzugefügt (eine Taschenlampe, die zum Wiederaufladen gekurbelt werden muss und ein Leuchtstab).

Als Easter Egg gab es einen 20-Dollar-Modus, bei der das Lied Gimme 20 Dollars des Rappers Ron Browz abgespielt wurde, wenn der Slender Man auftauchte.[7] Dieser wurde in Version 0.9.7 aufgrund von Copyright-Verstößen entfernt.

Slender wird zurzeit von unabhängigen Entwicklern auf Grundlage der Source Engine neu entwickelt und soll u.a. mit einem kooperativen Mehrspielermodus ausgestattet werden.[8][9]

Anfang September 2012 kündigte Mark J. Hadley an, dass er an einem Nachfolger mit Blue Isle Studios arbeite, welcher unter dem Namen Slender: The Arrival erschienen ist.[10] Die Beta des Nachfolgers ist seit dem 13. Februar 2013 zu einem geringen Kaufpreis verfügbar. Die Veröffentlichung des fertiggestellten Spiels erfolgte am 26. März 2013.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Jürgen (JDO): Indie-Spiel: Slender auch für Linux. In: Bitblokes. 5. Juli 2012, abgerufen am 8. Juli 2012 (deutsch).
  2. Tom Hatfield: Slender Man game released, scare the hell out of yourself for free. In: PC Gamer. 11. September 2012, abgerufen am 22. September 2012 (englisch).
  3. Charles Onyett: Slender is Pure Horror. In: IGN. 6. Juli 2012, abgerufen am 8. Juli 2012 (englisch).
  4. Kirk Hamilton: The Terrifying 'Slenderman’ Goes from Meme to Free Horror Game. In: Kotaku. 5. Juli 2012, abgerufen am 8. Juli 2012 (englisch).
  5. Mark Hadley: Post von Hadley im offiziellen Unity-Forum. Abgerufen am 11. September 2012 (englisch).
  6. http://www.smoothtown.net/2012/08/reviews-slender.html
  7. http://righttrigger.com/review/slender-perfect-review
  8. http://www.pcgames.de/Indie-Games-Thema-239276/News/Slender-Source-mit-Source-Engine-1013688/
  9. http://www.gamestar.de/spiele/slender-source/news/slender,48671,3003438.html
  10. http://slenderdev.proboards.com/index.cgi?board=slenderarrival&action=display&thread=470