Sozialistische Republik Bosnien und Herzegowina

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Socijalistička Republika Bosna i Hercegovina
Sozialistische Republik Bosnien und Herzegowina
1944–1992
Flagge der Sozialistischen Republik Bosnien und Herzegowina
Wappen der Sozialistischen Republik Bosnien und Herzegowina
Flagge Wappen
Amtssprache Serbokroatisch
Hauptstadt Sarajevo
Staatsform Bundesstaat
Fläche 51.129 km²
Währung Jugoslawischer Dinar
Gründung 1943
Zeitzone UTC +1
Locator map Bosnia and Herzegovina in Yugoslavia.svg

Die Sozialistische Republik Bosnien und Herzegowina (kyrillisch Социјалистичка Република Босна и Херцеговина, bis 1963 Volksrepublik Bosnien und Herzegowina, kyrillisch Народна Република Босна и Херцеговина) war die drittgrößte von sechs Teilrepubliken der Sozialistischen Föderativen Republik Jugoslawien (bis 1963 Föderative Volksrepublik Jugoslawien).

Die SR Bosnien und Herzegowina bestand bis zur Unabhängigkeit Bosnien und Herzegowinas als Republik Bosnien und Herzegowina 1992. Hauptstadt der 51.129 km² großen sozialistischen Republik war Sarajevo. Von den insgesamt 4,2 Mio. Einwohnern waren 2,1 Millionen Bosniaken (Slawische Muslime), 1,3 Millionen Serben und 0,8 Millionen Kroaten.

Geschichte[Bearbeiten]

Bereits Ende des Jahres 1943 in Mrkonjić Grad ausgerufen, war die Volksrepublik Bosnien und Herzegowina[1] seit 1945 Teil der Föderativen Volksrepublik Jugoslawien.

Mit dem Zerfall Jugoslawiens ab 1991 kam es im Oktober 1991 über die Frage der Zukunft Bosnien und Herzegowinas zur Spaltung des Parlaments in zwei Gruppen (bosnische Serben gegen Kroaten und Bosniaken).

Am 29. Februar und 1. März 1992 fand eine Volksabstimmung über die Unabhängigkeit statt, dabei votierten mehr als 90 % der Wähler für die Unabhängigkeit, das Referendum war allerdings von den Serben boykottiert worden.

Am 2. März 1992[1] erklärte Bosnien-Herzegowina seine Unabhängigkeit. Infolgedessen entwickelte sich der Bosnienkrieg, der erst mit dem Dayton-Friedensvertrag 1995 beigelegt wurde.

Wirtschaft[Bearbeiten]

Gehörte das Gebiet der SR Bosnien und Herzegowina bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs zu den wirtschaftlich schwächsten Regionen Jugoslawiens, so wurde nun die Industrialisierung forciert. Der Kohle- und Erzbergbau, die Metallurgie und der Maschinenbau waren die bedeutendsten Industrien, dennoch stellte die Landwirtschaft bis zum Ende der SR Bosnien und Herzegowina noch einen wichtigen Wirtschaftszweig dar.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Auswärtiges Amt - Bosnien und Herzegowina. In: auswaertiges-amt.de. Abgerufen am 26. Juli 2011.