Stefan Klöckner

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Stefan Klöckner (* 4. Dezember 1958 in Duisburg) ist ein deutscher katholischer Theologe, Musiker und Musikwissenschaftler.

Leben[Bearbeiten]

Klöckner studierte nach seiner Schulausbildung zunächst Musik an der Folkwang Hochschule in Essen. Dort schloss er 1983 seine Gesanglehrerausbildung bei Edmund Illerhaus mit Auszeichnung ab. Zugleich absolvierte er intensive Studien in Gregorianik bei Godehard Joppich. Bis 1991 studierte Klöckner an der Universität Wien, der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster und der Eberhard-Karls-Universität Tübingen bei Arnold Angenendt, Walter Kasper und Peter Hünermann katholische Theologie und Musikwissenschaft. 1990 erhielt er den Magister artium mit Auszeichnung. 1991 wurde er an der Universität Tübingen mit einer Arbeit über die christologische Fundamentierung, eschatologische Ausrichtung und ekklesiale Vermittlung wortsakramentalen Geschehens als Gegenstand ökumenischer Konvergenzbestrebungen zum Dr. theol. promoviert. Im Anschluss daran war Klöckner Leiter des Amtes für Kirchenmusik (Diözesanmusikdirektor) der Diözese Rottenburg-Stuttgart.

Im Jahr 1997 wurde er zum ständigen Diakon geweiht und war als nebenamtlicher Diakon im Bistum Rottenburg-Stuttgart (Pfarrei St. Michael/Tübingen) tätig; seit seiner Berufung nach Essen ist er Diakon an der Hohen Domkirche zu Essen, dem Essener Münster.

1999 erhielt er einen Ruf auf die Professur für Gregorianik und Liturgik (seit 1. Oktober 2009 Professur für Musikwissenschaft/Gregorianik und Geschichte der Kirchenmusik) an der Folkwang Hochschule Essen, zudem war er von 2009 bis 2013 Prorektor für Studium, Lehre und Forschung (zuvor von 2006 bis 2009 Dekan des Fachbereiches 2). Ab dem Wintersemester 2008/2009 lehrt er als Professeur invité an der Katholisch-Theologischen Fakultät in Fribourg (Schweiz); er befasst sich dort mit Grenzfragen von Theologie und Musik. Mit dem 1. April 2009 wurde ihm die Leitung des neugegründeten Institutes für Gregorianik an der Folkwang Hochschule übertragen.

Klöckner wurde 1997 mit dem „Ruhrpreis für Kunst und Wissenschaft” der Stadt Mülheim an der Ruhr ausgezeichnet und erhielt 1999 für seine erfolgreiche ökumenische Zusammenarbeit auf dem Feld der Kirchenmusik die Luthermedaille in Silber der Evangelischen Landeskirche in Württemberg. Im selben Jahr wurde er von Bischof Walter Kasper in Würdigung seiner Verdienste um die Kirchenmusik zum Kirchenmusikdirektor ernannt.

Neben seiner Arbeit als Autor in Fachzeitschriften und Verfasser mehrerer Bücher sind zahlreiche musikalische Aufnahmen Klöckners auf CD erschienen. Bis 2005 war er Vizepräsident des Allgemeinen Cäcilienverbandes für Deutschland (ACV) und Schriftleiter der Zeitschrift für katholische Kirchenmusik „Musica sacra“.

Weblinks[Bearbeiten]