Steve Porcaro

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Steven Maxwell „Steve“ Porcaro (* 2. September 1957 in Hartford, Connecticut) ist ein US-amerikanischer Keyboarder, Songschreiber und Filmkomponist. Er war Gründungsmitglied der kalifornischen Rockband Toto. Er ist der Sohn von Joe Porcaro und der jüngere Bruder von Jeff Porcaro und Mike Porcaro.

Steve Porcaro begann bereits im Alter von 5 Jahren Keyboard zu spielen.

Mit Toto[Bearbeiten]

Porcaro feierte als Mitglied der Band Toto große Erfolge. 1983 erhielt er mit der Band mehrere Grammys. 1988 verließ Steve die Band, wirkte jedoch auch auf den nachfolgenden Studioalben der Band mit. So war Porcaro ein Visionär elektronisch erzeugter Musik, die Anfang der 80er Jahre aus heutiger Sicht noch in den Kinderschuhen steckte. Er war der experimentierfreudigste und visionärste Musiker in der Band, hatte jedoch hinsichtlich des Gebrauchs von neuartigen Synthesizern und elektronischen Spielereien innerhalb der mehr auf Rock ausgerichteten Band nur in Keyboarder David Paich einen Fürsprecher. Er gilt als einer der Pioniere im populären Gebrauch des legendären Synthesizer Yamaha CS-80, den er in den meisten Songs in den Anfangsjahren von Toto oder auch bei dem von ihm für Michael Jackson komponierten Hit Human Nature einsetzte.[1]

In den folgenden Jahren widmete er sich mehr eigenen Projekten (vor allem Filmmusik), wirkte aber als Sounddesigner und Keyboarder auf allen bisher nachfolgenden Alben der Band mit. So war er auch auf dem im Februar 2006 erschienenen Album Falling In Between an zahlreichen Songs beteiligt. Seit der Reunion 2010 spielt Porcaro wieder mit Toto auf Tournee, um seinen schwerkranken Bruder Mike zu unterstützen.

Gesangsleistung[Bearbeiten]

Steve Porcaro sieht und sah sich, im Vergleich zu den anderen Bandmitgliedern, als einen eher schwachen Sänger. Er übernahm lediglich bei seinen beiden Eigenkompositionen Takin’ it back und It’s a feeling die Leadstimme, weil diese Lieder seiner Meinung nach nicht zu den Stimmen seiner Bandkollegen (mit der Ausnahme Joseph Williams) passten.

Nach Toto[Bearbeiten]

Nach dem Austritt aus der Band entwickelte sich Porcaro zu einem der gefragtesten Keyboarder von Los Angeles. Er arbeitete fortan als Sessionmusiker und weiter als Songwriter. Dabei arbeitete er unter anderem mit Weltstars wie Michael Jackson, Elton John, Rod Stewart und Yes zusammen.

Zudem schrieb Porcaro zu zahlreichen Filmen die Filmmusik, darunter Hope (1997), Hals über Kopf (2001), My First Mister (2001), Ohne jeden Ausweg (Emmett’s Mark, 2002) und Montana Sky – Der weite Himmel (2007).

Steve Porcaro wurde gleich zweimal vom Keyboard Magazine als Session Player of the Year (engl.: Session-Musiker des Jahres) ausgezeichnet.

Privatleben[Bearbeiten]

Steve Porcaro machte im Jahr 1981 Bekanntschaft mit der Schauspielerin Rosanna Arquette, mit der er im Folgenden eine längere, intensive Beziehung hatte. Seit 1998 ist er mit Pam Porcaro verheiratet. Er hat drei Kinder: Heather (ebenfalls Musikerin), Dominic und Michaela.

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. > Onlineausgabe Fachmagazins "Keyboard"

Weblinks[Bearbeiten]