Strohwein

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Trocknung der Trauben

Als Strohwein (franz. vin de paille, ital. passito) bezeichnet man einen Wein, dessen Trauben nach der Lese auf Strohmatten oder Holzgestellen getrocknet wurden, sodass ihr Zuckergehalt infolge der Wasserverdunstung steigt. Erst nach dieser Behandlung werden die Trauben gepresst. Wegen des hohen Zuckeranteils entsteht bei der anschließenden Vinifikation meist ein sehr schwerer, lange lagerfähiger Wein mit einem Alkoholgehalt von 14 % oder mehr.

Strohweine werden u. a. in Italien erzeugt (zu den berühmtesten gehört der Amarone und der Recioto aus dem Valpolicella-Gebiet), aber auch in Frankreich (hier u. a. im Jura), Spanien, Österreich (z. B. Burgenland) und Zypern (Commandaria). In Deutschland ist die Herstellung von Strohweinen seit 1971 durch das Weingesetz verboten.

In Österreich bezeichnet man Strohwein auch als Schilfwein.

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