Bullay

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Bullay
Bullay
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Bullay hervorgehoben
50.0557.1352777777778250Koordinaten: 50° 3′ N, 7° 8′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Cochem-Zell
Verbandsgemeinde: Zell (Mosel)
Höhe: 250 m ü. NHN
Fläche: 3,96 km²
Einwohner: 1481 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 374 Einwohner je km²
Postleitzahl: 56859
Vorwahl: 06542
Kfz-Kennzeichen: COC, ZEL
Gemeindeschlüssel: 07 1 35 019
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Graf-Beisel-Str. 4
56859 Bullay
Webpräsenz: www.bullay.de
Ortsbürgermeister: Matthias Müller
Lage der Ortsgemeinde Bullay im Landkreis Cochem-Zell
Kalenborn (bei Kaisersesch) Eppenberg (Eifel) Laubach (Eifel) Leienkaul Müllenbach (bei Mayen) Hauroth Urmersbach Masburg Düngenheim Kaisersesch Landkern Illerich Eulgem Hambuch Gamlen Zettingen Kaifenheim Brachtendorf Ulmen (Eifel) Alflen Auderath Filz (Eifel) Wollmerath Schmitt Büchel (Eifel) Wagenhausen (Eifel) Gillenbeuren Gevenich Weiler (bei Ulmen) Lutzerath Bad Bertrich Urschmitt Kliding Beuren (Eifel) Moselkern Müden (Mosel) Treis-Karden Lütz Lieg Roes Möntenich Forst (Eifel) Dünfus Brohl Binningen (Eifel) Wirfus Brieden Kail Pommern (Mosel) Briedel Altlay Peterswald-Löffelscheid Haserich Sosberg Forst (Hunsrück) Altstrimmig Reidenhausen Mittelstrimmig Blankenrath Panzweiler Walhausen Schauren (bei Blankenrath) Tellig Hesweiler Liesenich Moritzheim Grenderich Zell (Mosel) Neef Bullay Sankt Aldegund Alf (Mosel) Pünderich Greimersburg Klotten Faid Dohr Bremm Bruttig-Fankel Senheim Nehren (Mosel) Ediger-Eller Mesenich Valwig Ernst (Mosel) Beilstein (Mosel) Ellenz-Poltersdorf Briedern Cochem Landkreis Vulkaneifel Landkreis Bernkastel-Wittlich Landkreis Mayen-Koblenz Rhein-Hunsrück-KreisKarte
Über dieses Bild
Wappen

Bullay ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Cochem-Zell in der Mitte von Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Zell (Mosel) an und liegt gegenüber von Alf an der Mosel. Bullay ist ein staatlich anerkannter Fremdenverkehrsort.[2]

Geschichte[Bearbeiten]

Es gilt als sicher, dass es im Gebiet der Gemeinde eine römische Siedlung gab. Die erste urkundliche Erwähnung als Buley infra Cell stammt dem Jahre 1150. Von 1470 bis 1550 gab es in Bullay Bergbaubetrieb. Vier Freiherren-Geschlechter hatten die Herrschaft über Bullay: Zand von Merl, Boos von Waldeck, von Metzenhausen und von Kellenbach (später von Landenberg). Ab 1794 stand Bullay unter französischer Herrschaft und gehörte von 1798 bis 1814 zum Kanton Zell im Rhein-Mosel-Département. 1815 wurde der Ort auf dem Wiener Kongress dem Königreich Preußen zugeordnet. Im Jahr 1879 wurde die Linke Moseltalbahn gebaut. Seit 1946 ist er Teil des damals neu gebildeten Landes Rheinland-Pfalz.

1993 kommt es zum bislang größten Hochwasser in der Region, dem „Weihnachtshochwasser“ oder auch „Jahrhunderthochwasser“ genannt.

Statistik zur Einwohnerentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Bullay, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[2]

Jahr Einwohner
1815 209
1835 310
1871 315
1905 654
1939 1.090
Jahr Einwohner
1950 1.212
1961 1.306
1970 1.296
1987 1.382
2005 1.518

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat in Bullay besteht aus 16 Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzenden.

Die Sitzverteilung im Gemeinderat:[3]

Wahl SPD CDU FWG Gesamt
2014 3 6 7 16 Sitze
2009 2 6 8 16 Sitze
2004 2 7 7 16 Sitze
  • FWG = Freie Wählergruppe Bullay e.V.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Bauwerke[Bearbeiten]

Siehe auch: Liste der Kulturdenkmäler in Bullay

Religion[Bearbeiten]

Als einzige Gemeinde im mehrheitlich katholischen Landkreis Cochem-Zell verfügt Bullay seit dem 14. März 2014 über eine eigene sunnitische Moschee. Seitdem werden hier für Bürger sunnitischer Glaubensrichtung alle 5 Gebete des Tages angeboten. Die Moschee gehört dem Verband der DiTiB an. Die meisten Mitglieder der Gemeinde haben türkische oder deutsche Wurzeln. Muslime aus anderen Ländern sind nach Bekunden des Vorstands des Moscheevereins Bullay jederzeit willkommen.

Bildergalerie[Bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

Bullay ist über eine Doppelstockbrücke mit der linken Moselseite und somit mit den Bundesstraßen 49 (Richtung Koblenz) und 53 (Richtung Trier) verbunden. Die Eisenbahn führt vom Bahnhof in den Prinzenkopftunnel.

Der Bahnhof Bullay (DB) liegt an der 1879 fertiggestellten Linken Moseltalbahn Trier Hbf – Koblenz Hbf, über die Bullay an das überregionale Intercity-Netz der Deutschen Bahn angeschlossen ist. Der Bahnhof ist des Weiteren Ausgangspunkt der Züge der Moselweinbahn nach Traben-Trarbach.

Von 1905 bis 1961 war der Bahnhof Bullay Süd nördlicher Endpunkt der Moselbahn Trier Nord – Bullay Süd, die jedoch ab 1961 abgebaut und durch Busse ersetzt wurde.

Eine Personenfähre verbindet Bullay mit Alf.

Ein gemeindeeigener Bootssteg steht Sportbootfahrern kostenfrei für Übernachtungen zur Verfügung.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Bullay – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31.12.2012 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. a b Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  3. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen