Sundiata Keïta

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Sundiata Keïta oder Sunjata Keïta (Bedeutung: Löwen-König), auch Sogolon Djata (* um 1190 in Niani, Malireich; † um 1255/1260), war von ca. 1245 bis zu seinem Tod der erste Herrscher des Königreichs Mali. Er trat dem Islam bei und führte den Titel des Mansa, was etwa König der Könige bedeutet.

Sein Leben ist ausschließlich aus der mündlichen Überlieferung der malischen Griots bekannt. "Sundiata" ist aber vielleicht identisch mit "Mari-Jata", der in den Schriften des arabischen Historikers Ibn Khaldun als Gründer des Königreichs Mali genannt wird. Ibn Khalduns Aufzeichnungen basierten auf mündlichen Nachrichten von Gewährsmännern der Region des späten 14. Jahrhunderts.

Sundiata war Angehöriger der Ethnie der Mandinka.

Drei seiner Söhne waren nacheinander seine Nachfolger: Mansa Wali Keïta (ca. 1260–1270); Ouati Keïta (ca. 1270–1274) und Khalifa Keïta (1274/1275). Einer seiner späteren Nachfahren ist Salif Keïta (Musiker).

Trivia[Bearbeiten]

Der ivorische Reggaemusiker Tiken Jah Fakoly widmete Sundiata Keïta sein Lied Sundjata vom 1999 veröffentlichten Album Cours d'histoire. Außerdem ist eine Verfilmung von Sundiata Keïtas Leben geplant, in der Tiken Jah Fakoly die Hauptrolle spielen wird. Weitere Informationen zum Film sind noch nicht bekannt. Der Comicautor Will Eisner hat 2002 einen Comic über das Leben von Sundiata veröffentlicht.

Bibliographie[Bearbeiten]

Jansen, Jan: Épopée, histoire, société: Le cas de Soundiata, Mali et Guinée, Paris 2001. Johnson, John William: The Epic of Son-Jara, Bloomington 1986. Niane, Djibril, Tamsir: Sundiata: An Epic of Old Mali, London 1979.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Vorgänger Amt Nachfolger
-- Herrscher des Mali-Reiches
1245–1260
Mansa Wali Keïta