Mandinka

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Dieser Artikel erläutert die Ethnie der Mandinka; für die gleichnamige Sprache der Madinka siehe Mandinka (Sprache).
Tanz der Mandinka

Das Volk der Mandinka (auch Mandingo, Mandinko, Sose) ist eine Ethnie Westafrikas, deren Angehörige sich als genetische oder kulturelle Nachkommen des frühgeschichtlichen Königreiches Mali definieren, das den Transsaharahandel vom Magreb nach Westafrika kontrollierte. Im frühen 13. Jahrhundert wurde es von Sundiata Keita angeführt. Im gleichen Jahrhundert verbreiteten sich die Mandinka, ausgehend von der Region, die heute Mali ist, in einem großen Reich. Ein späterer Staat der Mandinka war Kaabu.

Die Mandinka leben heute überwiegend in Gambia (etwa 590.000) und Senegal (etwa 667.000). Wichtige Bevölkerungsgruppen der Mandinka leben zudem in Guinea-Bissau (etwa 174.000) und Ghana (etwa 110.000).

Auch in vielen Ländern im westlichen Afrika, wie Mauretanien (etwa 9.300), Benin (etwa 7.000), Burkina Faso, Elfenbeinküste, Liberia, Mali und Sierra Leone findet man kleinere Gruppen dieser Ethnie.

Anmerkungen[Bearbeiten]

Ein berühmter Mandinka ist Alex Haleys angeblicher Vorfahr Kunta Kinte, der durch das Buch Roots (dt.: Wurzeln) und die gleichnamige Fernsehserie bekannt wurde. Die von Haley rekonstruierte familiäre Verbindung zwischen ihm und Kunta Kinte wird von Historikern allerdings angezweifelt.

Sinead O'Connor bezieht sich in dem Song "Mandinka" auf Haleys Buch.

Bekannt geworden ist der Name des Volks in der Schreibweise Mandingo durch den gleichnamigen Film von Richard Fleischer. Hier bezieht er sich auf fiktive Gladiatorenkämpfe zwischen Sklaven in den US-amerikanischen Südstaaten, ein Motiv, das Quentin Tarantino in seinem Film Django Unchained wieder aufgriff.

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