Salif Keïta (Musiker)

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Salif Keïta 2006 in Washington mit Mitgliedern seiner Band

Salif Keïta (* 25. August 1949 in Djoliba, Mali) ist ein international bekannter Sänger und Songschreiber afrikanischer Pop-Musik.

Leben[Bearbeiten]

Nach seiner Geburt verstieß und ächtete seine Familie Salif Keïta, denn man sah und sieht es in der Mandinka-Kultur als Zeichen drohenden Unglücks an, wenn ein Mensch mit Albinismus zur Welt kommt. 1967 verließ Keïta sein Zuhause in Djoliba und zog in die malische Hauptstadt Bamako, wo er sich einer sehr großen Musikgruppe namens Rail Band anschloss, die durch die Regierung gefördert wurde. 1973 wurde Keïta Mitglied der Gruppe Les Ambassadeurs von Kanté Manfila. Mitte der 1970er Jahre floh er mit seiner Band vor den politischen Unruhen in Mali nach Abidjan, Elfenbeinküste, und man änderte den Bandnamen in Les Ambassadeurs Internationales. Die Ambassadeurs Internationales erreichten internationales Ansehen. 1977 erhielt Keïta den Nationalorden Guineas durch den Präsidenten Sékou Touré, dem er 1978 seine Hommage Mandjou widmete.

Um ein größeres Publikum zu erreichen, ging Salif Keïta 1984 nach Paris. Seine Musik verbindet traditionelle westafrikanische Musikstile mit Einflüssen, die aus Europa und aus Nordamerika stammen. Musikinstrumente, die Keïta in seinen Stücken einsetzt, sind unter anderem Balafon, Djembe, Gitarre, Kora, Orgel, Saxophon und Synthesizer.

Auf seinem Album Sosie interpretiert Keïta französische Chansons mit Mitteln westafrikanischer Stilistik. Salif Keïta widmete ein Lied dem südafrikanischen Freiheitskämpfer und Präsidenten Nelson Mandela.

Keïta ist ein Mensch mit Albinismus.

Auszeichnungen[Bearbeiten]

  • 1977: Nationalorden Guineas (Officier de l’Ordre National de Guinée), verliehen durch Sékou Touré
  • 2006: Tamani d’or
  • 2006: Tamani für den besten Künstler

Filmauftritte[Bearbeiten]

  • In dem französischen Film Sirga – Die Löwin (L’Enfant Lion) von 1993 spielt Keïta eine Gastrolle als Magier. Die Filmmusik stammt zum Teil ebenfalls von ihm.
  • Im Jahr 1999 spielte er die biblische Gestalt des Esau im Film La Genése (deutscher Titel: Kains Erben).
  • Im Jahr 2001 wurde Keïtas Lied Tomorrow (Sadio) im Film Ali von Will Smith als Filmmusik verwendet.
  • Im Jahr 2003 hatte Keïta einen Auftritt in der Musikdokumentation Feel Like Going Home von Martin Scorsese. Der Film befasst sich mit den Wurzeln des Blues und sucht diese unter anderem in Afrika.

Diskografie[Bearbeiten]

  • 1982: Seydou Bathili
  • 1987: Soro
  • 1989: Ko-Yan
  • 1991: Amen
  • 1993: L’Enfant Lion (mit Steve Hillage)
  • 1994: The Mansa of Mali … A Retrospective
  • 1994: Folon … The Past
  • 1994: 69–80 (with Les Ambassadeurs)
  • 1997: Sosie
  • 1999: Papa
  • 2001: The Golden Voice – The Best of Salif Keïta
  • 2002: Moffou
  • 2004: Remixes From Moffou
  • 2005: M’bemba
  • 2009: La Différence

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Salif Keita – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien