Griot

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Dieser Artikel steht für eine Tradition in Westafrika, für den schweizer Rapper siehe Griot (Rapper)

Ein Griot [ɡʀiˈo], auch Jali, Jeli oder Djeli (in Mali), ist eine Person, die in einer bestimmten Form des Gesangs (siehe auch Rap) lange Texte vorträgt, durch die oft beträchtliche Teile des Wissens oraler Kulturen weitergegeben werden.

Die Griots sind die Bewahrer der Geschichte, oralen Literatur und Musik ihrer Völker. Sie singen Balladen, erzählen Geschichten und unterhalten. Dazu trommeln und tanzen sie. Bei vielen traditionellen Zeremonien ist die Anwesenheit von Griots erforderlich.

Der Berufsstand der Griots ist fast ausschließlich den Männern vorbehalten, und zwar überwiegend den Angehörigen bestimmter Sippen. Die berühmteste Griot-Familie ist die Sippe der Jobarteh (in französischer Schreibweise Diabaté). Weitere über Afrika hinaus bekannte Griot-Clans sind die Kanté, die Koité, die Kouyaté und die Cissokho (auch Sissoko geschrieben). Angehörige von Griot-Familien heiraten vielfach untereinander und bilden so eine feste Kaste.

Ihre Heimat ist das Siedlungsgebiet der Mandinke-Völker, also die heutigen Staaten Mali, Gambia und Senegal. In diesen westafrikanischen Staaten ist die Griot-Tradition bis heute lebendig. Fast alle gegenwärtigen Musiker, Bühnenschauspieler, TV- und Radio-Moderatoren in Senegal entstammen bekannten Griot-Familien.

[Bearbeiten] Liste von Griot-Künstlern und -Gruppen

Djabaté
Koujaté
Sissoko
Kanté
Suso
Tounkara
Weitere

[Bearbeiten] Weblinks

[Bearbeiten] Literatur

Dorsch, Hauke: Globale Griots - Performanz in der afrikanischen Diaspora. Münster, Lit Verlag 2006

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