Tarfaya

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Karte Marokkos mit Tarfaya an der südlichen Grenze
Wrack der Assalama vor Tarfaya, 2009

Tarfaya (arabisch ‏طرفاية‎; früher Villa Bens) ist ein am Atlantik gelegener Ort im Süden Marokkos in der Nähe der Grenze zur Westsahara. Der Ort hat ungefähr 4.500 Einwohner. In der Kolonialzeit gehörte die Gemeinde unter dem Namen Villa Bens zum spanischen Protektorat Süd-Marokko und war Verwaltungssitz.

Überregionale Bedeutung hatte Tarfaya, als im November 1975 in der Nähe des Ortes 350.000 Teilnehmer des Grünen Marschs in einem Zeltlager lebten. Das Lager umfasste auf einer Fläche von 70 km2 22.000 Zelte.[1]

Am Strand befindet sich ein Denkmal für den Piloten und Schriftsteller Antoine de Saint-Exupéry, der hier in den 1920er Jahren stationiert war. Bemerkenswert sind auch die in der Region hoch aufgetürmten Sanddünen an der Atlantikküste.

Anfang 2008 wurde eine Fährverbindung zwischen Tarfaya und Puerto del Rosario, Fuerteventura, aufgenommen. Die Autofähre Assalama der Reederei Naviera Armas verkehrte dreimal wöchentlich. Es handelte sich um die erste Fährverbindung zwischen den Kanarischen Inseln und der nahe gelegenen Küste Afrikas. In Erwartung des dadurch möglich gewordenen KFZ-Verkehrs zwischen den Kanaren und Marokko begann in Tarfaya ein bescheidener wirtschaftlicher Aufschwung. Diese Fährverbindung kam jedoch für unbestimmte Zeit wieder zum Erliegen, als die Assalama am 30. April 2008 bei einem missglückten Manöver im Hafen von Tarfaya leck schlug und später im flachen Wasser vor Tarfaya sank.[2][3]

Bei Tarfaya gibt es einen Flughafen mit den IATA-Code TFY.

Windpark[Bearbeiten]

Hauptartikel: Windpark Tarfaya

Im Dezember 2014 wurde der 450 Millionen Euro teure Windpark Tarfaya mit einer Leistung von 301 Megawatt in Betrieb genommen[4]

Weblinks[Bearbeiten]

Fußnoten[Bearbeiten]

  1. Werner von Tabouillot, Der Grüne Marsch im Lichte des Völkerrechts, München 1990, ISBN 3-88259-724-0
  2. Hintergrundseite des Untergangs der Faehre Assalama der betroffenen Passagiere
  3. Video mit Bildern des Schiffsunglücks
  4. Größter Windpark Afrikas ist jetzt in Betrieb. In: Die Business-Welt der Regenerativen Energiewirtschaft. IWR – Internationales Wirtschaftsforum Regenerative Energien, 16. Dezember 2014, abgerufen am 16. Dezember 2014.

27.9391-12.9255Koordinaten: 27° 56′ N, 12° 56′ W