Puerto del Rosario

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Gemeinde Puerto del Rosario
Morgendämmerung in Puerto del Rosario
Morgendämmerung in Puerto del Rosario
Wappen Karte der Kanarischen Inseln
Wappen von Puerto del Rosario
Puerto del Rosario (Kanarische Inseln)
Finland road sign 311.svg
Basisdaten
Autonome Gemeinschaft: Kanarische Inseln
Provinz: Las Palmas
Insel: Fuerteventura
Koordinaten 28° 30′ N, 13° 52′ W28.5-13.86666666666716Koordinaten: 28° 30′ N, 13° 52′ W
Höhe: 16 msnm
Fläche: 289,95 km²
Einwohner: 36.774 (1. Jan. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 126,83 Einw./km²
Postleitzahl: E–35600 (Puerto del Rosario)
E–35610 (El Matorral)
E–35611 (Casillas del Angel)
E–35612 (Puerto Lajas)
E–35613 (Tetir)
Gemeindenummer (INE): 35017 Vorlage:Infobox Gemeinde in Spanien/Wartung/cod_ine
Verwaltung
Bürgermeister: Marcial Morales Martín
(CC) (Stand 2009)
Adresse der Gemeindeverwaltung: C/ Fernández Castañeyra, 2
35600 - Puerto del Rosario
Website: www.puertodelrosario.org
Lage der Gemeinde
FU PuertodelRosario.png
Gebäude der Inselregierung

Puerto del Rosario ist die Inselhauptstadt der zu Spanien gehörenden Kanarischen Insel Fuerteventura. Gleichzeitig bezeichnet der Name eine der sechs Gemeinden der Insel.

Orte der Gemeinde[Bearbeiten]

Die Bevölkerungszahlen in Klammern stammen aus dem Jahr 2011[2].

  • Puerto del Rosario (28.528)
  • El Matorral (2.176)
  • Puerto Lajas (927)
  • Tetir (863)
  • Los Estancos (660)
  • Casillas del Angel (518)
  • La Asomada (418)
  • El Time (315)
  • Tefia (252)
  • La Ampuyenta (234)
  • Llanos de la Concepción (220)
  • Tesjuates (215)
  • La Matilla (156)
  • Guisguey (141)
  • Las Parcelas (27)
  • Puertito de los Molinos (14)

Geschichte[Bearbeiten]

Seit 1860 ist das damalige Puerto de Cabras (das heutige Puerto del Rosario) Inselhauptstadt. Sie löste Antigua ab, die es nur vorübergehend seit 1834 war. Davor war es seit der spanischen Eroberung durch Jean de Béthencourt Betancuria. Den Namen Puerto del Rosario gibt es erst seit den 1950er Jahren. Der Name Puerto de Cabras (Ziegenhafen) wurde in Puerto del Rosario (Hafen von Rosenkranz), nach der Kirche im Ort, umbenannt. Das Tal südlich der Hauptstadt heißt auch heute noch Barranco de Cabras.

Gegründet wurde der Ort erst im 18. Jahrhundert. Vorher lebte hier an der Küste aus Furcht vor Piratenüberfällen niemand. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts sorgten englische Kaufleute für ersten Wohlstand der Stadt. Es begann der Handel mit auf der Insel gebranntem Kalk. Außerdem war auf Fuerteventura das Brennmaterial knapp, so wurde englische Steinkohle importiert. Weiterer Handel wurde mit der auf der Insel gezüchteten Cochenille-Laus gemacht. Sie gab den begehrten roten Farbstoff Karmin. Mit dem neuen Handelshafen wurde Puerto de Cabras schnell zum größten Ort der Insel. Gegen Anfang des 20. Jahrhunderts war die Blüte des Hafenortes allerdings schon wieder vorbei. In den 1930er Jahren war Fuerteventura zum Verbannungsort geworden. 1924 verbannte man den spanischen Schriftsteller Miguel de Unamuno nach Puerto de Cabra. Nach vier Monaten aber floh er mit Hilfe anderer nach Frankreich.

Heute ist Puerto del Rosario das Verwaltungszentrum der gleichnamigen Gemeinde und gleichzeitig der gesamten Insel Fuerteventura. Es gibt ein Museum in dem Gebäude, in dem der Schriftsteller Miguel de Unamuno lebte. Dort wird gezeigt, wie das Leben zu dieser Zeit auf Fuerteventura gewesen ist.

Verkehr[Bearbeiten]

Etwas südlich der Hauptstadt liegt der internationale Flughafen Fuerteventura (Aeropuerto del Matorral). Hier werden Linien- und Charterflüge in viele Länder Europas abgefertigt. Außerdem verkehren hier die regionalen Flugzeuge zu den Nachbarinseln.

Der Seehafen ist der größte Umschlagort der Insel. Am 22. September 2007 wurde er zum offiziellen Schengenhafen. Danach wurden Grenzkontrollen zur Aus- und Einreise aus und in die Europäische Union eingerichtet. Das hat Auswirkungen auf die Wirtschaft der Insel und auf einige Schifffahrtslinien. Anlass war die neue direkte Fährverbindung zum marokkanischen Hafen Tarfaya, die seit Anfang 2008 von der Reederei Naviera Armas betrieben wurde. Diese wurde allerdings für unbestimmte Zeit unterbrochen, als die Autofähre Assalama am 30. April 2008 vor Tarfaya sank.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Iglesia Santo Domingo de Guzmán
  • Ecomuseo La Alcogida
  • Auditorium mit 600 Plätzen
  • Iglesia de Nuestra Señora del Rosario
  • Iglesia de Santa Ana
  • Iglesia Santo Domingo de Guzmán
  • Ermita de San Agustín
  • Ermita de Nuestra Señora del Socorro
  • Ermita de Nuestra Señora de la Concepción
  • Ermita de San Pedro Alcántara

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Cifras oficiales de población resultantes de la revisión del Padrón municipal a 1 de enero de 2013. Bevölkerungsstatistiken des Instituto Nacional de Estadística (Bevölkerungsfortschreibung).
  2. Einwohnerzahlen des Instituto Nacional de Estadistica