Teehaus

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Dieser Artikel beschreibt den Begriff Teehaus. Für weitere Bedeutungen siehe Teehaus (Begriffsklärung).
Yugao-tei, Kanazawa
Teehaus der Villa Haas, um 1892 erbaut
Utagawa Hiroshige, Mariko, berühmtes Teehaus, 21. Station aus der Serie „Die 53 Stationen der Tōkai-Straße“
Teehaus des Gutshofs der Grafen von Kielmannsegg in Seestermühe, Schleswig-Holstein
Teehaus im Yu Yuan Garden in Shanghai

Das Teehaus ist ein Gestaltungselement der Landschaftsarchitektur – insbesondere in Japan, in China und im Europa des 18. Jahrhunderts. In der Regel handelt es sich um einen solitären Pavillon.

Europa[Bearbeiten]

Teehäuser waren Teil der modischen China-Begeisterung des Barock. Herausragende Beispiele sind das Teezimmer in der Pagodenburg des Schlosses Nymphenburg in München oder das Chinesische Teehaus im Park Sanssouci in Potsdam. Viele Adelige und reiche Bürger ahmten die grandiosen Vorbilder nach. Weitere bekannte Teehäuser in Deutschland sind jenes im Weißenburgpark in Stuttgart sowie Kengo Kumas Teehaus in Frankfurt am Main.

Hamburg importierte 2009 aus seiner Partnerstadt Shanghai das Baumaterial für ein Teehaus und stellte es hinter dem Völkerkundemuseum auf.[1]

Asien[Bearbeiten]

Die Vorbilder, die Teehäuser Asiens, vornehmlich Chinas und Japans, haben eine sehr alte Tradition. In Japan dienen die bewusst schlicht eingerichteten Teehäuser der Teezeremonie, einer besonderen Ausdrucksform japanischer Kultur. Das typische japanische Teehaus umgibt ein kleiner japanischer Garten, oft mit einem Wasserbecken. Es ist integraler Bestandteil der Teezeremonie.

Dagegen bremsten politische Einflüsse die Chinesische Teekultur, so dass viele Teehäuser schließen mussten. In den Familien wurden die Traditionen bewahrt und von Generation zu Generation weitergegeben.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Es heißt Yu Yuan = "Garten des Frohsinns", siehe www.yuyuan.de

Literatur[Bearbeiten]

  • William T. DeBary: Introduction to oriental civilizations. CUP, New York
  • Rhoads Murphey: East Asia. A new history. Pearson/Longman, New York 2004, ISBN 0-321-16336-2
  • Morgan Pitelka: Japanese tea culture. Art, history and practice. Routledge Curzon Books, London 2003, ISBN 0-415-29687-0
  • Paul Varley: Japanese Culture. 4th ed. Updated and Expanded. University of Hawaii Press, Honolulu 2000, ISBN 0-8248-2292-7
  • Arend Vollers: Tee, Heyne Verlag 1996, ISBN 3-453-09379-8

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Teehaus – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien