Tellursäure
| Strukturformel | ||||||||||||||||||
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| Allgemeines | ||||||||||||||||||
| Name | Tellursäure | |||||||||||||||||
| Andere Namen |
Orthotellursäure |
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| Summenformel | H6O6Te | |||||||||||||||||
| CAS-Nummer | 7803-68-1 | |||||||||||||||||
| PubChem | 62686 | |||||||||||||||||
| Kurzbeschreibung |
farbloses Pulver[1] |
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| Eigenschaften | ||||||||||||||||||
| Molare Masse | 229,66 g·mol−1 | |||||||||||||||||
| Aggregatzustand |
fest |
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| Dichte |
3,16 g·cm−3 [2] |
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| Schmelzpunkt | ||||||||||||||||||
| pKs-Wert |
7,70 (pKs1); 10,95 (pKs2)[4] |
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| Löslichkeit |
mäßig in Wasser (100 g·l−1 bei 20 °C)[1] |
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| Sicherheitshinweise | ||||||||||||||||||
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| Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen. | ||||||||||||||||||
Tellursäure ist eine im Gegensatz zur Schwefelsäure sehr schwache Säure des Tellurs. Die wesentlich geringere Acidität ist auf die unterschiedliche Struktur zurückzuführen - im Gegensatz zur Schwefelsäure kann die negative Ladung im Anion nicht delokalisiert werden. Sie bildet farblose und wasserlösliche Kristalle.
[Bearbeiten] Herstellung
Tellursäure enthält man aus feinverteiltem Tellur und wäßriger Chlorsäure-Lösung, durch Oxidation von Tellurdioxid mit Kaliumpermanganat in Salpetersäure, durch Oxidation von Tellur oder Tellurdioxid mit Wasserstoffperoxid oder durch Oxidation von Tellur mit Salpetersäure und Chromtrioxid.[5]
[Bearbeiten] Tellurate
Tellurate sind die Salze der Tellursäure (Orthotellursäure H6TeO6 und Metatellursäure H2TeO4) und enthalten das Orthotellurat(VI)-Anion TeO66− beziehungsweise das Metatellurat(VI)-Anion TeO42−. Auch die als Tellurite bezeichneten Salze der Tellurigen Säure (H2TeO3) werden nach den Nomenklaturregeln der IUPAC inzwischen als Tellurate(IV) mit dem Anion TeO32− bezeichnet.
Tellurate(VI) eignen sich gut als Oxidationsmittel, da sie leicht zu Telluraten(IV) reduziert werden können.
Tellurate können außer durch Fällung aus wässriger Lösung auch durch Umsetzung von Metalloxiden mit den Anhydriden der Orthotellursäure (Tellurtrioxid TeO3) und Tellurigen Säure (Tellurdioxid TeO2) in Salzschmelzen bei Temperaturen oberhalb von 700 °C dargestellt werden.Da bereits die 1. Dissoziationsstufe von Tellursäure sehr klein ist und die letzte (6.) demnach verschwindend klein, existieren die meisten Tellurate (Salze) nur als Hydrogentellurate, jedoch existiert Silbertellurat, Ag6TeO6. Das Anhydrid der Tellursäure, Tellurtrioxid (TeO3), ist ein gelbes Kristallpulver. Tellursäure und (wasserlösliche) Tellurate sind giftig und wirken oxidierend.
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ a b c d e Datenblatt Telluric acid bei Sigma-Aldrich, abgerufen am 23. April 2011.
- ↑ D'Ans-Lax: Taschenbuch für Chemiker und Physiker, 4. Auflage, Band 2, Springer Verlag 1982, ISBN 3-540-12263-X.
- ↑ Arnold F. Holleman, Nils Wiberg: Lehrbuch der Anorganischen Chemie. 102. Auflage. de Gruyter, Berlin 2007, ISBN 978-3-11-017770-1.
- ↑ Holleman-Wiberg: Lehrbuch der Anorganischen Chemie, 101. Auflage, de Gruyter Verlag 1995, ISBN 3-11-012641-9.
- ↑ G. Brauer (Hrsg.), Handbook of Preparative Inorganic Chemistry 2nd ed., vol. 1, Academic Press 1963, S. 451-3.