Tempio Malatestiano

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Fassade
Portal des Malatesta-Tempels von Leon Battista Alberti

Der Tempio Malatestiano (ital. Malatesta-Tempel) ist die Kathedralkirche der italienischen Stadt Rimini. Offiziell war sie zunächst nach dem Heiligen Franziskus benannt. Sie trägt jedoch üblicherweise den Namen von Sigismondo Malatesta, der den berühmten Theoretiker und Architekten Leon Battista Alberti um 1450 mit einem Neubau beauftragte, der von weiteren Renaissance-Künstlern wie Agostino di Duccio und Piero della Francesca ausgeschmückt wurde.

Geschichte[Bearbeiten]

San Francesco wurde ursprünglich im 13. Jahrhundert als gotische Kirche erbaut, die den Franziskanern gehörte. Diese Kirche hatte einen viereckigen Grundriss, ohne Seitenkapellen, war einschiffig und hatte drei Apsiden, deren mittlere wahrscheinlich Fresken von Giotto enthielt, dem auch das Kruzifix zugeschrieben wird, das sich jetzt in der zweiten Kapelle rechts befindet.

Malatesta beauftragte Alberti, das Gebäude umzugestalten und daraus eine Art persönliches Mausoleum für ihn und seine Mätresse und spätere dritte Frau Isotta degli Atti zu errichten. Alberti plante den Bau einer Kuppel, welche dem Pantheon in Rom ähneln und in ganz Italien die größte ihrer Art werden sollte, die jedoch nie gebaut wurde. Der obere Teil der Fassade blieb unvollendet, und in den zwei blinden Arkaden seitlich des Eingangs sollten die Sarkophage von Sigismondo Malatesta und Isotta platziert werden, die sich heute jedoch im Inneren befinden. Ein weiterer Sarkophag beherbergt die Gebeine des Philosophen Georgios Gemistos Plethon.

Der Marmor für den Kirchenbau stammt aus den römischen Ruinen in Sant’Apollinare in Classe bei Ravenna und in Fano.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Tempio Malatestiano – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

44.05962412.570232Koordinaten: 44° 3′ 35″ N, 12° 34′ 13″ O