Teobert Maler

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Teoberto Maler, ca. 1910.

Teobert Maler (* 12. Januar 1842 in Rom; † 22. November 1917 in Mérida, Mexiko) war ein deutsch-österreichischer Architekt, Bauingenieur, Fotograf, Entdecker und Erforscher von Maya-Ruinen.

Maler wurde in Rom als Sohn eines deutschen Diplomaten geboren. Er studierte Architektur und Bauingenieurwesen. Er lebte und arbeitete ab 1862 in Wien beim Architekten Heinrich Ferstel, dem Erbauer der Votivkirche. Kurz darauf erwarb er die österreichische Staatsbürgerschaft und ging 1864 mit dem österreichischen k.k. Pionier-Korps nach Mexiko. Dort nahm er an den Kämpfen um die Thronfolge von Erzherzog Maximilian bis zur Hinrichtung Maximilians am 19. Juni 1867 teil.

Seine Liebe zu Mexiko bewog ihn, im Land zu bleiben. Er studierte die Sprachen der Totonaken und Zapoteken und dokumentierte seine Reisen durch Fotos und Berichte. Auf Reisen in Mittelamerika fand er durch Befragen der Einheimischen zahlreiche Ruinen von Bauten der Maya, die er in Wort und Bild dokumentierte.

Maler widmete sein Leben und nicht unbeträchtliches Privatvermögen ganz der Erforschung der Maya. Seine Berichte und insbesondere Photographien sind heute von unschätzbarem Wert, da viele der von ihm entdeckten Stätten und Kunstwerke inzwischen zerstört wurden.

Teilnachlässe von Teobert Maler befinden sich im Ibero-Amerikanischen Institut Preußischer Kulturbesitz in Berlin, im Lippischen Landesmuseum in Detmold und im Peabody Institute der Harvard-Universität in den USA. Neben vielen anthropologischen Schriften die sich mit der vorzeitlichen mexikanischen Kultur beschäftigen, findet sich in seinem Nachlass auch eine große Anzahl von architektonischen Handzeichnungen.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]