Thalwinkel

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51.22305555555611.608888888889136Koordinaten: 51° 13′ 23″ N, 11° 36′ 32″ O

Thalwinkel
Stadt Bad Bibra
Höhe: 136 m
Fläche: 5,97 km²
Einwohner: 182 (31. Dez. 2007)
Eingemeindung: 1. Juli 2009
Postleitzahl: 06647
Vorwahl: 034465
Altenroda Bad Bibra Golzen Krawinkel Thalwinkel BurgenlandkreisKarte
Über dieses Bild

Lage von Thalwinkel in Bad Bibra

Thalwinkel ist ein Ortsteil der Stadt Bad Bibra im Burgenlandkreis in Sachsen-Anhalt.

Geografie[Bearbeiten]

Thalwinkel liegt im Naturpark Saale-Unstrut-Triasland zwischen Weimar und Halle (Saale).

Geschichte[Bearbeiten]

Über die erste Erwähnung des Ortes liegen keine genauen Angaben vor. Die urkundliche Ersterwähnung für Thalwinkel fand im Jahr 1326 statt.[1] Vermutlich hat der Ort schon vor 1290 bestanden, als er erstmals als Besitz von Kirchscheidungen genannt wurde. Zusammen mit Tröbsdorf gehörte Thalwinkel nach 1326 zu den Burgscheidunger Zinsdörfern, und ist daher mit der Geschichte der Burg Burgscheidungen eng verbunden.

Am 1. Juli 2009 wurde Thalwinkel mit seinem Ortsteil Bergwinkel nach Bad Bibra eingemeindet.[2] Der letzte Bürgermeister war Hartmut Spengler.

Bauwerke[Bearbeiten]

  • Die Kirche ist ein Neubau aus dem Jahre 1734, der - mit finanzieller Unterstützung des königlich sardinischen Generalzeugmeisters Levin Friedrich von der Schulenburg auf Burgscheidungen - durch die Kirchgemeinde errichtet wurde. Den Kirchenneubau und den Bau eines gleichzeitigen Pfarrhauses leitete der Pfarrer Wichmann. Der Chorturm stammt noch aus spätromanischer Zeit. Im Inneren der Kirche ist ein alter barocker hölzerner Taufständer des 18.Jh. Über dem Altar befindet sich eine schmucklose hölzerne barocke Kanzel. Im Turm hängt ein mittelalterliches Dreiergeläut, die große und kleine Glocke von 1350, die mittlere Glocke frühes 15. Jh. (vermutlich stammt sie aus der Kapelle von Warthau, Dorf zwischen Golzen und Thalwinkel bei Golzen welches bereits 1575 wüst war und war von Gunther aus Weimar gegossen worden)
  • Im Kirchhof am Hang steht ein Kriegerdenkmal für 1870/71 (das nach 1881 erstellt wurde) sowie einzelne barocke Grabmäler.
  • Interessant ist noch das 1795 erbaute Schulhaus und das Gemeindehaus von 1797 im Unterdorf.

Verkehr[Bearbeiten]

Westlich des Ortes verläuft die Bundesstraße 250, die von Eckartsberga nach Bad Bibra führt, sowie die Bundesstraße 176 südlich von Thalwinkel.

Literatur[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Wolfgang Kahl: Ersterwähnung Thüringer Städte und Dörfer. Ein Handbuch. Verlag Rockstuhl, Bad Langensalza, 2010, ISBN 978-3-86777-202-0, S. 384 aus CDA V 378
  2. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2009, 2. Liste

Weblinks[Bearbeiten]