The European

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter The European (Begriffsklärung) aufgeführt.
The European
Logo von The European
www.theeuropean.de
Beschreibung Magazin
Sprachen deutsch, englisch
Eigentümer THE EUROPEAN MAGAZINE Publishing GmbH, Berlin
Urheber Alexander Görlach
Erschienen 2009

The European ist ein Meinungs- und Debattenmagazin, das sowohl online als auch gedruckt erscheint. Herausgeber und Chefredakteur ist Alexander Görlach,[1] der zuvor Ressortleiter Online beim Berliner Magazin Cicero war.[2] The European erscheint seit 2009 online auf Deutsch, seit 2010 online auf Englisch und seit 2012 auch vier Mal im Jahr gedruckt.[3]

Der Name „The European“ soll die Debatte als Eigenart der europäischen Geistes- und Kulturgeschichte widerspiegeln, der sich das Magazin verschrieben hat.[4] Auch wenn europäische Themen immer wieder im Fokus des Magazins stehen, versteht sich The European nicht als reines Europamagazin.

Weder die Webseiten noch das gedruckte Magazin bringen Nachrichten, sondern Meinungen, die in Form von Debatten, Kolumnen und Gesprächen präsentiert werden.[5] The European will „gesellschaftliche Debatten anstoßen und dauerhaft fortsetzen“.[6] Im Rahmen der Debatten behandeln Experten und bekannte Persönlichkeiten intensiv ein Thema aus verschiedenen Blickwinkeln[7].

Dem Magazin werde nachgesagt, ein wertkonservatives Medium zu sein, so sein Herausgeber.[8] Laut eigener Darstellung habe The European jedoch keine spezifische politische Ausrichtung, vielmehr betone das Magazin die offene Diskussionskultur und den inneren Pluralismus.[9] Für diese Darstellung spricht die Vielfalt der Autoren aus allen politischen Lagern. [10]

Ein Anfang Oktober 2010 gestarteter englischsprachiger Ableger des Magazins zielt auf den internationalen Markt.[11] The European hatte und hat eine Vielzahl nationaler und internationaler Partnerschaften unter anderem mit der Huffington Post und Stratfor in den USA, Mediapart und Arte in Frankreich, dem Standard in Österreich, Linkiesta in Italien sowie dem ZDF, N24, bild.de sowie der Zeppelin-Universität.[12]

Am 5. Dezember 2014 kaufte die Börsenmedien AG des Unternehmers Bernd Förtsch die Mehrheit an The European. Görlach hält weiterhin 15 Prozent am Unternehmen und bleibt Herausgeber und Chefredakteur. Ausgestattet mit frischem Wachstumskapital möchte The European sowohl das Printmagazin als auch die englische Online-Ausgabe weiterentwickeln.[13]

Autoren[Bearbeiten]

The European veröffentlichte bereits Beiträge von Nobelpreisträgern wie Joseph Stiglitz, Robert Solow, Elfriede Jelinek und Martti Ahtisaari. Darüber hinaus gab es Beiträge von Unternehmern wie Richard Branson, Michael Bloomberg, Dietmar Hopp, Götz Werner sowie internationalen Politiker wie Jean-Claude Juncker, Mario Monti und Romano Prodi. Auch Künstler und Kulturschaffende wie Marina Abramovic, T.C. Boyle und Sir Norman Foster, Wissenschaftler wie Kevin Kelly, Rolf-Dieter Heuer, Saskia Sassen und Anne-Marie Slaughter haben in dem Magazin veröffentlicht. The European fühlt sich der Meinungsvielfalt verpflichtet, so haben Politiker aller im Bundestag vertretenen Parteien in dem Magazin veröffentlicht, u.a. Ursula von der Leyen, Wolfgang Schäuble, Frank-Walter Steinmeier. Kolumnen in dem Magazin hatten und haben unter anderem Alan Posener, Matthias Matussek (beide Die Welt), Jan Fleischhauer (Der Spiegel), Birgit von Heintze (ehemalige Chefreporterin der Bild), Alexander Kissler (Süddeutsche Zeitung), Stefan Gärtner (Titanic) und Alexander Wallasch (Schriftsteller).[14]

Insgesamt haben bei The European bereits mehr als 2000 Autoren aus allen Teilen der Welt veröffentlicht.[9]

Der Artikel „Dann mach doch die Bluse zu!“ der Kolumnistin Birgit Kelle (Volle Kelle) wurde 2013 aufgrund der viralen Verbreitung in sozialen Netzwerken zum „Social-Media-Phänomen des Jahres“.[15][16]

Titel der Erstausgabe von The European

Printausgabe[Bearbeiten]

Im Juni 2012 kündigte Görlach eine gedruckte Ausgabe an, deren erstes Heft am 24. September 2012 in Berlin vorgestellt wurde.[17] Sie erscheint vierteljährlich, hat eine Auflage von 50.000 Exemplaren und wird in Deutschland, Österreich und der Schweiz vertrieben.[18] Laut Görlach sollen die Autoren am Gewinn aus dem Kioskverkauf beteiligt werden, und zwar mit zehn Prozent des Reinerlöses aus den ersten drei Monaten nach Erscheinen eines Heftes.[19]

Veranstaltungen[Bearbeiten]

The European organisiert in regelmäßigen Abständen Veranstaltungen wie die Konzertreihe „30 Minuten“, welche in Kooperation mit dem Deutschen Sinfonieorchester Berlin sowie dem Club Cookies stattfindet.[20]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. „Nachrichten machen keine starken Marken“, Interview mit Alexander Görlach vom 30. Juli 2009
  2. Selbstvorstellung von Alexander Görlach
  3. http://www.tagesspiegel.de/medien/online-goes-print-streiten-bis-einer-heult/7174492.html/
  4. http://www.theeuropean.de/debattenkultur
  5. http://www.turi2.de/2009/07/30/heute2-alexander-goerlach-startet-debatten-portal-theeuropean-de-6617267/
  6. The European Redaktion
  7. http://juiced.de/9908/auf-der-seite-von-google-und-facebook.htm
  8. The European. Position-Paper von Alexander Görlach, in: Konrad-Adenauer-Stiftung
  9. a b Online goes Print, Blog-Eintrag vom 11. Juni 2012
  10. Autorenübersicht: http://www.theeuropean.de/koepfe
  11. http://www.theeuropean-magazine.com/
  12. Footer auf The European: http://www.theeuropean.de/start
  13. The European von Bernd Förtsch gekauft, Spiegel Online vom 06. Dezember 2014
  14. http://www.theeuropean.de/kolumnen
  15. Birgit Kelle: Dann mach doch die Bluse zu! The European, 29. Januar 2013, abgerufen am 16. April 2013.
  16. Christian Gehl: „Dann mach doch die Bluse zu“: Das Social-Media-Phänomen des Jahres. Werben & Verkaufen, 5. Februar 2013, abgerufen am 16. April 2013.
  17. Vorstellung des Print-Magazins. The European, 24. September 2012, abgerufen am 8. Februar 2013.
  18.  Online-Magazin "The European" in gedruckter Form. In: Salzburger Nachrichten. 24. September 2012 (online, abgerufen am 8. Februar 2013).
  19.  Görlach: "Wir haben die Marktlücke Meinung und Debatte besetzt". In: Die Welt. 12. Juni 2012 (online, abgerufen am 8. Februar 2013).
  20. http://www.dreissig-minuten.de