The Saints

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The Saints
Allgemeine Informationen
Genre(s) Punk, Protopunk, Pop
Gründung 1974
Website http://www.saintsmusic.com/
Gründungsmitglieder
Chris Bailey
Ed Kuepper (bis 1979)
Ivor Hay (bis 1981)
Aktuelle Besetzung
Gesang, Gitarre
Chris Bailey
Bass
Caspar Wijnberg (seit 2005)
Schlagzeug
Peter Wilkinson (seit 1999)
Ehemalige Mitglieder
Kym Bradshaw (1975–1977)
Bass
Alisdair „Algy“ Ward (1977–1979)
Gitarre
Marty Willson-Piper (2004–2005)
Gitarre
Bruce Calloway (1980–1982)
Bass
Janine Hall (1980–1983)
Schlagzeug
Ian Shedden (1981–1983)
Gitarre
Richard Burgman (1984–1988)
Bass
Archie Larizza (1984–1988)
Schlagzeug
Andreas Jornvill (1996–1997)
Bass
Joak Im Täck (1996–1997)
Gitarre
Ian Walsh (1996–1997)
Gitarre
Andy Faulkner (1998–2002)
Bass
Michael Bayliss (1998–2002)
Schlagzeug
Martin Bjerregaard (1998–1999)
Livemitglieder
Gitarre
Chris Burnham (1982)
Bass
Tracy Pew (1984)

The Saints (engl. „die Heiligen“) sind eine ursprünglich australische Punk-Band aus Brisbane.

Bandgeschichte[Bearbeiten]

Die Band gründet sich 1973 um Sänger Chris Bailey, Gitarrist Ed Kuepper und Schlagzeuger Ivor Hay zunächst unter dem Namen Kid Galahad and the Eternals, änderten den Namen aber bereits 1974 in The Saints. Beeinflusst von den frühen The Stooges und MC5, aber auch traditionellem Rock ’n’ Roll begann die Band ihren eigenen Punkstil zu entwickeln.

Mit Bassist Kym Bradshaw nahmen sie 1976 die Single (I’m) Stranded auf, die ihnen einen Vertrag mit EMI sicherte. Die Single gilt als wegweisend für den 1977er Punk und wurde im britischen Magazin Sounds „Single of this and every week“.[1] Im gleichen Jahr nahmen sie eine LP auf, die 1977 unter dem gleichen Namen wie die Single veröffentlicht wurde. Zusammen mit AC/DC tourten sie durch Australien.

1977 zog die Band nach England und veröffentlichte die Single This Perfect Day, die Platz #34 der UK-Charts erreichte.[2] In England eröffnete die Band unter anderem für Talking Heads und The Ramones. Eine eigene Tour brachte nicht den erwünschten Erfolg. Das englische Publikum lehnte The Saints ab, da sie nicht den gängigen Punkklischees entsprachen.[1] Eine EP mit Coverversionen von Tina Turner und Connie Francis wurde im Oktober 1977 veröffentlicht. 1978 erscheint Eternally Yours, die Musik enthält immer noch einige Punkelemente, doch kamen nun R&B-Elemente im Stile der The Pretty Things hinzu.

Das dritte Album Prehistoric Sound war um einiges düsterer als seine Vorgänger. Die Plattenfirma zwang die Band dazu die Otis Redding-Coverversion Security auszukoppeln. Die Band verkrachte sich während einer Auseinandersetzung um den Musikstil und brach infolge des Streits auseinander. Ed Kuepper und Ivan Hay kehrten nach Australien zurück und spielten dort in lokalen Bands. Bailey, der eher in die kommerzielle und simplere Richtung gehen wollte, blieb in England und führte The Saints weiter. Hay kehrte kurzfristig nach England zurück und begleitete die Band noch bis 1981. Seitdem wurden mit sehr schnell wechselnden Line-Ups mehrere Alben produziert. 1984 sollte Ed Kuepper wieder in die Band einsteigen, dies scheiterte jedoch an den alten Streitigkeiten.

Die beiden Alben All Fools Day (1987) und Prodigal Son (1988) waren recht erfolgreich, beide Singles von Prodigal Son konnten sich in den US-Billboard-Charts platzieren.[3]

1990 legte Bailey die Band auf Eis, um sich mehr auf seine Solokarriere zu konzentrieren. Er veröffentlichte mehrere Alben unter seinem eigenen Namen.

In den 1990ern Jahren gründet Kuepper The Aints, die sich an dem Musikstil der frühen Saints orientieren.

1996 erscheint das Album The Howling mit einem Line-Up bestehend aus englischen und belgischen Musikern.[1] 1999 kümmert sich Bailey um die Kompilation 7799: Big Hits on the Underground. Es erscheinen weitere Tonträger der Saints mit wechselndem Line-Up.

2007 spielen die Saints in Originalbesetzung ein Konzert auf dem Queensland Music Festival.[4]

Bedeutung[Bearbeiten]

Bob Geldof bezeichnete die Band zusammen mit den Sex Pistols und den Ramones als wichtigste Band für die Entwicklung der Rockmusik in den 1970ern: „Rock music in the Seventies was changed by three bands — the Sex Pistols, the Ramones and The Saints“.[1] Die frühen Alben waren für den 77er Punkrock im Besonderen interessant, durch die recht frühe Veröffentlichung gelten die Saints als Mitbegründer und Vorreiter dieses Musikstils. Die späteren Alben der Band teilten die Fans in zwei Lager: die Punkrockfans auf der einen, die von der neuen Entwicklung enttäuscht wurden, und die neuen Fans, die eher aus dem Pop-Lager stammen.[5]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c d http://www.abc.net.au/triplej/music_specials/s1402503.htm
  2. http://www.everyhit.com
  3. http://www.allmusic.com/album/mw0000202816
  4. http://www.news.com.au/couriermail/story/0,23739,22078629-7642,00.html
  5. http://www.allmusic.com/artist/mn0000418346

Diskografie[Bearbeiten]

Alben[Bearbeiten]

  • (I'm) Stranded (1977)
  • Eternally Yours (1978)
  • Prehistoric Sounds (1978)
  • The Monkey Puzzle (1981)
  • Out in the Jungle … where things ain't so pleasant(1982)
  • A Little Madness to Be Free (1984)
  • Live in Mud Hut … Somewhere in Europe (Livealbum, 1985)
  • All Fools Day (1986)
  • Prodigal Son (1988)
  • The Most Primitive Band in the World (Live from the Twilight Zone, Brisbane 1974) (1995)
  • Howling (1997)
  • Everybody Knows the Monkey (1998)
  • Spit the Blues Out (2002)
  • Nothing is Straight in My House (2005)
  • Imperious Delirium (2006)

Best-Ofs, Compilations[Bearbeiten]

  • Best of the Saints (1986)
  • Scarce (1989)
  • The New Rose Years (1989)
  • Songs of Salvation 1976–1988 (1991)
  • Permanent Revolution (1991)
  • Know Your Product – The Best of... (1996)
  • 7799: Big Hits on the Underground (1999)
  • Wild About You (2001)
  • All Times Though Paradise (Boxset) (2005)
  • The Greatest Cowboy Movie Never Made (Boxset) (2006)

Singles[Bearbeiten]

  • „(I’m) Stranded“ / „No Time“ (1976)
  • „Erotic Neurotic“ / „One Way Street“ (1977)
  • „This Perfect Day“ / „L-I-E-S“ (1977)
  • „Lipstick on Your Collar“ / „River Deep – Mountain High“ (1977)
  • „Know Your Product“ / „Run Down“ (1978)
  • „Security“ / „All Times Through Paradise“ (1978)
  • „Always“ / „In the Mirror“ (1980)
  • „Let's Pretend“ / „Gypsy Woman“ (1981)
  • „Follow the Leader“ / „Animal“ (1982)
  • „Ghost Ships“ / „Wrapped Up and Blue“ (1984)
  • „Imagination“ / „The Prisoner“ (live) (1984)
  • „Just Like Fire Would“ / „Storm“ (1986)
  • „(You Can't Tamper with) the Temple of the Lord“ / „East is East“ (1986)
  • „See You in Paradise“ / „Casablanca“ (1986)

EPs[Bearbeiten]

  • „(I'm) Stranded“ / „No Time“ (Split-7’’ mit Stanley Frank, 1977)
  • One Two Three Four (1977)
  • Paralytic Tonight, Dublin Tomorrow (1979)
  • „Ghost Ships“ / „Wrapped Up and Blue“ // „Angels“ / „Roses“ (1984)
  • Cheap Erotica (1993)

Weblinks[Bearbeiten]