AC/DC

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AC/DC
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AC/DC im Jahr 2008
AC/DC im Jahr 2008
Allgemeine Informationen
Herkunft Sydney (AustralienAustralien Australien)
Genre(s) Hard Rock, Bluesrock, Rock ’n’ Roll
Gründung 31. Dezember 1973
Website www.acdc.com
Gründungsmitglieder
Rhythmus-Gitarre
Malcolm Young
Lead-Gitarre
Angus Young
Schlagzeug
Colin John Burgess (bis 1975)
Gesang
Dave Evans (bis 1974)
Bass
Larry Van Kriedt (bis 1974)
Aktuelle Besetzung
Rhythmus-Gitarre
Malcolm Young
Lead-Gitarre
Angus Young
Schlagzeug
Phil Rudd (1975–1983, seit 1995)
Bass
Cliff Williams (seit 1977)
Gesang
Brian Johnson (seit 1980)
Ehemalige Mitglieder
Bassgitarre
Mark Evans (1974–1977)
Gesang
Bon Scott(1974–1980)
Schlagzeug
Simon Wright (1983–1990)
Schlagzeug
Chris Slade (1990–1995)

AC/DC ist eine australische Hard-Rock-Band, die am 31. Dezember 1973 von den in Schottland geborenen Brüdern Angus und Malcolm Young gegründet wurde. Sie zählen zu den Pionieren des Hard Rock, die Band selbst bezeichnet ihre Musik jedoch stets als Rock ’n’ Roll.[1]

Die Besetzung der Band änderte sich bereits vor Erscheinen des ersten Albums High Voltage im Jahr 1975, als der Sänger Dave Evans im Herbst 1974 durch Bon Scott ersetzt wurde. 1979 nahm die Band ihr sehr erfolgreiches Album Highway to Hell auf. Kurz darauf verstarb der Lead-Sänger und Co-Songwriter Bon Scott am 19. Februar 1980. Die Gruppe stand danach kurz vor der Auflösung, bis der ehemalige Geordie-Sänger Brian Johnson als Scotts Ersatz engagiert wurde. Nur wenig später veröffentlichte die Band ihr meistverkauftes Album, Back in Black.

AC/DC verkaufte bisher mehr als 200 Millionen Alben weltweit, darunter 69 Millionen Alben in den USA.[2][3] Back in Black ist die weltweit am zweithäufigsten verkaufte Platte der Geschichte mit schätzungsweise 49 Millionen verkauften Stück, davon alleine in den USA 22 Millionen Stück.[4] Damit ist es auch in den USA eines der bisher meistverkauften Alben. AC/DC ist auf der VH1-Liste der „100 besten Hard-Rock-Bands“ auf Platz 4 und Siebter auf der Liste der „besten Heavy-Metal-Bands aller Zeiten“ von MTV. Im Jahr 2004 wurde die Band zur Nummer 72 auf der Rolling-Stone-Liste der 100 besten Künstler gewählt.

Geschichte

Name und Hintergründe

Auf den Bandnamen kamen die Brüder Angus und Malcolm, nachdem die Schwester der australischen Brüder, Margaret, die Abkürzung auf der Rückseite ihrer Nähmaschine sah und meinte, das sei ein guter Bandname.[5] AC/DC ist die englische Abkürzung für Wechselstrom/Gleichstrom. Im Musikbereich war bereits in den 1930er Jahren eine Gemeinschaftskomposition von Benny Goodman, Charlie Christian und Lionel Hampton AC/DC Current genannt worden. Zudem sollte der Begriff wohl die kraftvolle, raue Musik der Band und gleichzeitig die Liebe zur Musik der Brüder zeigen.[6][7][8] In Australien ist die Band auch unter „Acca Dacca“ bekannt.[9][10]

Auf Margaret Young ging auch der Vorschlag zurück, Angus Young solle seine alte Schuluniform auf der Bühne tragen, da er es sich in seiner Teenager-Zeit angewöhnt hatte, die Uniform nach der Schule für den Rest des Tages anzubehalten.[11] Bis heute trägt Young bei fast allen Auftritten von AC/DC maßgeschneiderte Uniformen in unterschiedlichen Farben. Durch dieses extravagante Outfit wurde er das optische Erkennungszeichen der Band. Auch die Angewohnheit Youngs, gelegentlich im Liegen zu spielen, geht auf einen seiner frühen Auftritte zurück, bei dem er über ein Kabel stolperte. Um die Peinlichkeit zu überbrücken, spielte er im Liegen weiter. Später brachte die Uniform einen zusätzlichen Nutzen: Young war einer der ersten Gitarristen, der einen Funksender verwendete, weil die Verkabelung ihn bei seinen lebhaften Auftritten behinderte. Da die nötige Technik damals noch nicht in den heute üblichen Bodypacks untergebracht werden konnte, wurde der Sender kurzerhand in einen Schulranzen eingebaut, den Young sich während des Auftritts auf den Rücken schnallen konnte.

Malcolm, Angus und George Young sind gebürtige Schotten, zogen im Jahr 1963 mit dem Rest der Familie nach Sydney. George war der erste, der das Gitarrenspielen erlernte, und spielte in der Band The Easybeats, die in Australien in den 60-ern sehr bekannt war. Malcolm folgte seinem älteren Bruder und spielte als Gitarrist bei der Band "The Velvet Underground" (nicht zu verwechseln mit der New Yorker Band The Velvet Underground).[12] Sie wurden vom australischen und neuseeländischen Label "Albert Productions" angestellt.

Die Anfänge (1973–1974)

Im November 1973 begannen Angus und Malcolm die Bandmitglieder zusammenzustellen und verpflichteten den Schlagzeuger Colin Burgess, den Bassisten Larry Van Kriedt sowie Sänger Dave Evans. Den ersten Auftritt hatte AC/DC in einem Club in Sydney namens "Chequers" am Silvesterabend 1973.[13]

Zur Zeit der ersten Konzerte war Angus Young noch nicht volljährig, so dass er nach den Konzerten nach Hause gefahren werden musste und auch nicht an den obligatorischen Alkoholexzessen teilnehmen durfte. Im Februar 1974 wurde dann die erste Single „Can I Sit Next to You Girl?/Rockin' in the Parlour“ mit Sänger Dave Evans aufgenommen, die am 22. Juli desselben Jahres in Australien und Neuseeland erschien.

Die Bon-Scott-Ära (1974–1980)

Eine Bronzestatue von Bon Scott in Fremantle

Nachdem Dave Evans wegen Unstimmigkeiten mit dem Rest der Band im Herbst 1974 durch Bon Scott ersetzt wurde, kristallisierte sich der Stil heraus, der bis heute unverwechselbar ist. Der wesentlich ältere Scott sang vorher bei „The Spektors“ (1964–66), „The Valentines“ (1966–70) und „Fraternity“ (1970–73).

1975 kamen Phil Rudd als Schlagzeuger und Mark Evans als Bassist zur Band und ersetzen die jeweiligen Mitglieder. Durch ausgiebige Tourneen in Australien machte sich die Band schnell einen Namen. Bald stellten sich erste Auslandserfolge ein, und die Gruppe veröffentlichte das Album High Voltage (1976), eine Zusammensetzung aus den jeweils nur in Australien erschienenen Alben High Voltage (andere Version) und T.N.T..

Nachdem AC/DC im Frühjahr 1976 einen Vertrag bei Atlantic Records unterzeichnet hatte, begann die Gruppe mit Tourneen durch die USA und Großbritannien. Innerhalb weniger Jahre produzierte AC/DC mehrere erfolgreiche Alben, wie etwa Dirty Deeds Done Dirt Cheap (1976), das erst 1981 in den USA erschien und Let There Be Rock (1977). Bis dahin hatte die Band ihren charakteristischen Sound gefunden, hauptsächlich bestehend aus Malcolm Youngs druckvollen und rau gespielten Powerchords, Angus Youngs vom Blues beeinflusster Leadgitarre und Bon Scotts vom Gebrauch der Kopfstimme bestimmten Gesang.

Nach Let There Be Rock verließ Mark Evans wegen Unstimmigkeiten mit Angus Young die Band und wurde durch Cliff Williams ersetzt, der bis heute Bass spielt. Mit If You Want Blood You’ve Got It brachte AC/DC mit Bon Scott auch ein Live-Album auf den Markt.

Als in Großbritannien 1977 die Punkwelle ins Rollen kam, stürzte das viele bis dahin erfolgreiche Rockbands in eine Krise. Die Popularität von AC/DC nahm vergleichsweise wenig Schaden, unter anderem auch, weil der Punk sich gegen zwei Entwicklungen in der Rockmusik richtete, die man AC/DC nicht vorwerfen konnte: Zahnlosigkeit und Verstiegenheit. Das erklärte Angriffsziel der Punk-Bewegung waren arrivierte Rockbands wie Genesis, Pink Floyd, Deep Purple und Led Zeppelin. Verglichen mit diesen Gruppen klang AC/DC fast so roh und ungekünstelt wie eine Punk-Band.

Das nächste Album war Highway to Hell. Die ersten Aufnahmen gingen verloren, weshalb der dafür verantwortliche Produzent durch einen anderen ersetzt wurde. Später wurde ein Teil dieser Aufnahmen wiederentdeckt und auf der Bonfire-Box veröffentlicht. Als das Album 1979 erschien, gelangte es bis auf Platz acht der britischen Album-Hitparade und blieb dort 32 Wochen.[14]

Bon Scotts Tod

Kurz nach der Veröffentlichung von Highway to Hell verstarb Bon Scott. Am Dienstag, dem 19. Februar 1980, wurde im Radio BBC London folgende Nachricht ausgestrahlt: „Heute Mittag wurde im südlichen Teil Dulwichs die Leiche des AC/DC-Sängers Ronald Belford Scott gefunden. Wie das AC/DC-Management mitteilte, starb Bon Scott an Alkoholvergiftung und infolge Erstickens durch Erbrochenes im Auto seines Freundes Alistair Kinnear. Bon Scott wurde 33 Jahre alt. AC/DC halten sich in London auf, um an den Aufnahmen der nächsten LP zu arbeiten.“ Weiter hieß es, alle Gruppenaktivitäten seien bis auf weiteres auf Eis gelegt.

Noch im Februar wurde seine Leiche nach Australien überführt. Am 1. März 1980 wurde er im Kreise seiner Familie und seiner Band-Kollegen beigesetzt.[15]

Die Brian-Johnson-Ära (seit 1980)

Die 1980er-Jahre

Da Scott mitten in den Aufnahmen zu einem neuen Studioalbum gestorben war, hatte man bereits einiges an Material komponiert, so dass nach der Verpflichtung des neuen Sängers Brian Johnson das Album Back in Black bereits nach kurzer Zeit veröffentlicht werden konnte. Back in Black ist das bis heute erfolgreichste AC/DC-Album und mit über 49 Millionen verkauften Exemplaren das meistverkaufte Album einer Band. Allein in den USA ging es über 22 Millionen mal über den Ladentisch.[16]

Cliff Williams im Jahr 1981 während eines Konzertes der For-Those-About-To-Rock-Tour

1981 erschien das Album For Those About to Rock. Die Lautstärke, mit der die Lieder aufgenommen wurden, veranlasste den Musikkritiker Tom Graves später zu der Rezension: „Das ist ein weiteres Meisterwerk aus der Brian-Johnson-Ära. Das Titellied wurde zum Markenzeichen der Band und wird bei den Konzerten mit allem pyrotechnischem Schnickschnack gespielt. Es ist ein Muss für alle diejenigen, denen es nichts ausmacht, völlige Taubheit zu riskieren.“[17]

Vor der Produktion des Albums Flick of the Switch schied Phil Rudd wegen psychischer Probleme und Alkoholabhängigkeit aus. Sein Nachfolger wurde Simon Wright, mit dem auch das folgende Album Fly on the Wall produziert wurde.

1986 steuerte AC/DC den Soundtrack zum Stephen-King-Film „Rhea M – Es begann ohne Warnung(„Maximum Overdrive“) bei: Who Made Who. Obwohl insgesamt nur drei neue Lieder auf der Platte zu finden waren, erreichte sie eine Chartplatzierung und markierte das Ende der kreativen Talsohle, in der sich die Band seit For Those About to Rock befand.

Das nächste Album, Blow Up Your Video, wurde wieder mit ihren ersten Produzenten, George Young und Harry Vanda, aufgenommen. Die Single Heatseeker schaffte es im Januar 1988 auf Platz 12 der britischen Hitparade.

Während der Tournee zu Blow Up Your Video musste sich Malcolm Young einer viermonatigen Alkohol-Entziehungskur unterziehen; währenddessen vertrat ihn sein Neffe auf den Konzerten. Ebenfalls 1990 verließ Simon Wright die Band und wurde durch den ehemaligen Schlagzeuger der „Manfred Mann’s Earth Band“, Chris Slade, ersetzt.

Die 1990er-Jahre

Phil Rudd während eines Konzerts der Ballbreaker-Tour im Jahr 1996

Nach Beendigung der 1988er-Tour nutzten AC/DC das Jahr 1989 zum Schreiben und Proben neuer Songs. Das Comeback schaffte die Gruppe mit der Veröffentlichung von The Razors Edge im Jahr 1990. Da Wunschproduzent George Young terminlich verhindert war, wurde das Album von Bruce Fairbairn, der auch schon mit Bryan Adams und Bon Jovi gearbeitet hatte, im Frühjahr des Jahres in Kanada produziert. Mit diesem Album und der Hit-Single Thunderstruck meldete sich AC/DC auf der Rockbühne zurück und erlangte in kurzer Zeit mehrere Platinauszeichnungen und Top-10-Platzierungen in Europa, Australien und den USA.

1995 stieg Phil Rudd wieder bei AC/DC ein. In dieser Besetzung hat die Band seither drei Alben aufgenommen, Ballbreaker (1995), Stiff Upper Lip (2000) und Black Ice (2008). Während Ballbreaker den Stil der 1970er wiederfand, warf man Stiff Upper Lip eine gewisse Monotonie vor, die sich in den überwiegend bluesigen Liedern äußerte.

Stiff Upper Lip und Black Ice (2000–2011)

Straßenschild der ACDC Lane in Melbourne, Australien

Der Höhepunkt in der Bandgeschichte war die Aufnahme in die Rock and Roll Hall of Fame in Cleveland (Ohio) im März 2003.[18] Zu diesem Anlass spielte AC/DC Highway to Hell und You Shook Me All Night Long zusammen mit Steven Tyler von Aerosmith, der auch die Laudatio hielt.

2003 spielte AC/DC im Vorprogramm der Rolling Stones auf einigen Konzerten in Europa und den USA.

Die Stadt Melbourne in Australien würdigte die Erfolge der Band am 1. Oktober 2004 mit einem eigenen Straßennamen, der ACDC Lane. Diese liegt in der Nähe der Swanston Street, wo AC/DC auf einem Tieflader das Video für It’s a Long Way to the Top aufnahm. Auf dem Straßenschild wurde auch der charakteristische Blitz verwendet. Ebenso gibt es im spanischen Leganés seit dem 2. März 2000 eine Straße namens Calle de AC/DC.

AC/DC bei einem Konzert im Rogers Centre der Black-Ice-Tour
Angus Young und Brian Johnson in Hockenheim

Im April 2008 wurden die Arbeiten am Nachfolger von Stiff Upper Lip offiziell bestätigt. Produziert wurde das Album von Brendan O’Brien. Toningenieur war Mike Fraser. Die Zeitung The Wall Street Journal berichtete in ihrer Ausgabe vom 9. Juni 2008, dass das neue Album in den USA exklusiv bei Wal-Mart und Sam’s Club erhältlich sein würde. Außerdem kündigte die Band eine 18-monatige Welttournee ab Oktober 2008 an.[19] Die Karten für die ersten europäischen Termine wurden am 10. Oktober 2008 ab 21:00 über die Internetplattform CTS Eventim zum Kauf angeboten und waren für die Konzerte in Deutschland innerhalb von 12 Minuten ausverkauft.[20] Die über 300.000 Eintrittskarten für die fünf Stadion-Konzerte im Mai 2009 waren innerhalb von 77 Minuten ausverkauft. Nach Anzahl der verkauften Karten ist dies ein Weltrekord.[21]

Das Album Black Ice ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz offiziell am 17. Oktober und weltweit am 20. Oktober 2008 erschienen. Die erste Singleauskoppelung aus diesem Album – Rock ’n’ Roll Train – wurde bereits am 28. August 2008 veröffentlicht. Black Ice schaffte es auf Anhieb, in 29 Ländern die Spitze der Albumcharts zu erobern. Das Album ist mit gelbem, rotem und weißem Cover erhältlich. Des Weiteren gibt es eine limitierte Auflage mit erweitertem Booklet und blauem Cover. Black Ice ist ebenfalls als Doppel-LP auf Vinyl erhältlich.[22]

Zukünftiges Album und Tour

Bei der Premiere in London zur neuen Live-DVD von AC/DC Live at River Plate verriet Angus Young, dass AC/DC ein neues Album und eine neue Welttournee plane. Im Jahr 2013 feierte die Gruppe ihr 40-jähriges Jubiläum.[23] Brian Johnson sagte im Februar 2014, dass die Band im Mai desselben Jahres ins Studio gehen würde. Dazu wolle die Band 40 Shows spielen als nachträgliches Bandjubiläum. Die bisherigen Pläne mussten verschoben werden, da ein Bandmitglied eine inzwischen überwundene, schwere Krankheit hatte. [24] Am 15. April 2014 wurden Gerüchte laut, wonach AC/DC kurz vor der Auflösung stünde, da Malcolm Young einen Schlaganfall erlitten hätte und er folglich nicht mehr in der Lage wäre Gitarre zu spielen. [25]

Stil und Erfolge

Während die Instrumentalisten jederzeit auch live den unverkennbaren AC/DC-Sound bieten – insbesondere Angus Young mit seiner nach wie vor unverzichtbaren Schuluniform –, musste Brian Johnson seinem gepressten Gesangsstil (und starkem Zigarettenkonsum) inzwischen erkennbar Tribut zollen. Auf dem Album Stiff Upper Lip schaffte er die Gesangspassagen, auf der Bühne ist er aber heute oft nach einiger Zeit heiser. Musikalisch setzen AC/DC in vielen Stücken Synkopen als stilprägendes Mittel ein.[26]

AC/DC haben mehr als 150 Millionen Tonträger verkauft. Das Live-Album von 1978 If You Want Blood (You’ve Got It) war 1978/79 58 Wochen ununterbrochen in der britischen Album-Hitparade.[27] Back in Black wurde allein in den USA 21 Millionen Mal verkauft.[28] Insgesamt wurde Back in Black 49 Millionen Mal verkauft und ist damit das zweiterfolgreichste Album überhaupt.[4]

Während ihrer Blütezeit in den späten 1970er- bis in die 1980er-Jahre wurde Hard-Rock im Allgemeinen wenig beachtet, und wenn AC/DC für einen Grammy nominiert wurde, so wurden stets andere Bands mit dem Preis bedacht.[29]

AC/DC ist eine vielfältig musikalisch einflussreiche Band. Die Formation Bad Boy Boogiez bezieht sich in ihrem Namen beispielsweise direkt auf einen Song der Band.

2010 erhielt AC/DC erstmals einen Grammy in der Kategorie „Beste Hard-Rock-Darbietung“ (Best Hard Rock Performance) für den Titel War Machine vom Album Black Ice, das (in der Kategorie „Bestes Rock-Album“) ebenfalls nominiert war. Das Album konnte sich allerdings nicht gegen „21st Century Breakdown“ von Green Day durchsetzen. Bei der Grammy-Verleihung bekannte sich auch der Green-Day-Sänger und Gitarrist Billie Joe Armstrong als stark von AC/DC beeinflusst:

“I love AC/DC […] If it wasn’t for [AC/DC guitarist] Angus [Young], I wouldn’t be playing guitar.”

„Ich liebe AC/DC […] Wenn Angus [Young] nicht gewesen wäre, würde ich nicht Gitarre spielen.“

Billie Joe Armstrong[29]

Diskografie

Hauptartikel: AC/DC/Diskografie
Hauptartikel: Liste der Lieder von AC/DC

Studioalben und Soundtrackzusammenstellungen

Alle Alben sind internationale Veröffentlichungen, Abweichungen sind gekennzeichnet.
Jahr Album Höchste Chartplatzierungen Auszeichnungen
AU[30] AT[31] CA[32] DE[33] NO[34] NZ[35] SE[36] CH[37] UK[38] US[39][40] US[41] UK[42] DE[43]
1975 High Voltage (Australien)
  • Veröffentlicht: 17. Februar 1975
  • Label: Albert Productions
7
1976 T.N.T. (Australien)
  • Veröffentlicht: 20. Februar 1976
  • Label: Albert Productions
2
High Voltage 1 146 Platin Silber
Dirty Deeds Done Dirt Cheap (Australien)
  • Veröffentlicht: 20. September 1976
  • Label: Albert Productions
4
Dirty Deeds Done Dirt Cheap
  • Veröffentlicht: 17. Dezember 1976
  • Label: Atlantic Records
50 3 6× Platin Silber Platin
1977 Let There Be Rock (Australien)
  • Veröffentlicht: 21. März 1977
  • Label: Albert Productions
19
Let There Be Rock
  • Veröffentlicht: 23. Juni 1977
  • Label: Atlantic Records
29 17 154 2× Platin Silber Platin
1978 Powerage
  • Veröffentlicht: 25. Mai 1978
  • Label: Atlantic Records
22 19 26 133 Platin Silber Gold
1979 Highway to Hell
  • Veröffentlicht: 27. Juli 1979
  • Label: Atlantic Records
13 40 7 37 24 65 8 17 7× Platin Gold Gold
1980 Back in Black
  • Veröffentlicht: 25. Juli 1980
  • Label: Atlantic Records
1 1 1 3 1 1 1 1 1 4 22× Platin Gold 2x Platin
1981 For Those About to Rock (We Salute You)
  • Veröffentlicht: 23. November 1981
  • Label: Atlantic Records
3 7 4 2 6 9 3 1 4× Platin Gold Platin
1983 Flick of the Switch
  • Veröffentlicht: 15. August 1983
  • Label: Atlantic Records
3 9 12 6 4 8 28 4 15 Platin Gold
1984 ’74 Jailbreak (EP) 3 9 4 8 28 4 15 Platin[44]
1985 Fly on the Wall
  • Veröffentlicht: 28. Juni 1985
  • Label: Atlantic Records
4 24 30 14 17 10 19 7 32 Platin Silber Gold
1986 Who Made Who
  • Veröffentlicht: 24. Mai 1986
  • Label: Atlantic Records
4 28 12 24 21 21 11 33 5× Platin Platin
1988 Blow Up Your Video 2 15 14 4 3 4 4 2 12 Platin Gold
1990 The Razors Edge
  • Veröffentlicht: 24. September 1990
  • Label: Atlantic Records
3 11 1 4 2 5 2 4 2 5× Platin Gold Platin
1995 Ballbreaker 1 2 4 4 4 2 1 1 6 4 2× Platin Gold
2000 Stiff Upper Lip
  • Veröffentlicht: 25. Februar 2000
  • Label: Elektra Entertainment
3 1 7 1 6 12 1 2 12 7 Platin 3x Gold
2008 Black Ice 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 5x Platin 5x Platin
2010 Iron Man 2 (Soundtrack)
  • Veröffentlicht: 19. April 2010
  • Label: Columbia Records
2 1 2 1 4 1 1 1 1 4 Gold Platin

Zeitstrahl der Bandmitglieder

Literatur

  •  Anthony Bozza: Warum AC/DC die Größten sind. Heyne Verlag, 2010, ISBN 978-3-453-26681-0.
  •  Malcolm Dome: AC/DC. 1982.
  •  Murray Engleheart, Arnaud Durieux: AC/DC. Maximum Rock ’n’ Roll. Heyne, München 2007, ISBN 978-3-453-12115-7.
  •  Mark Evans: Dirty Deeds – Meine wilde Zeit mit AC/DC. Hannibal Verlag, 2012, ISBN 978-3-85445-368-0.
  •  Robert Holland: AC/DC: Hell Ain’t No Bad Place to Be!. Omnibus Press, 1982, ISBN 978-0-7119-0061-5.
  •  Martin Huxley: AC/DC: Hammerhart und Felsenfest. Hannibal Verlagsgruppe, 2000, ISBN 978-3-85445-126-6.
  •  Kerrang! Files: AC/DC: The Definitive History – The “Kerrang!” Files (Kerrang Files). Virgin Books, 2001, ISBN 978-0-7535-0589-2.
  •  Mark Putterford: AC/DC. ISBN 3-8118-3097-X.
  •  Paul Stenning: AC/DC: Two Sides to Every Glory. The Complete Biography. Chrome Dreams, New Malden, Surrey 2005, ISBN 978-1-84240-308-2.
  •  Sabine Thomas: AC/DC: Hardrock live. Photos 1976–1980. On Tour / Backstage / Private. Schwarzkopf & Schwarzkopf, 2004, ISBN 978-3-89602-620-0.
  •  Clinton Walker: Highway to Hell: The Life & Times of AC/DC Legend Bon Scott. 1. Auflage. Verse Chorus Pr, 2001, ISBN 978-1-891241-13-0.
  •  Chris Welch: AC/DC: Heavy Metal Photo Book. Omnibus Press, 1988, ISBN 978-0-7119-0272-5.

Einzelnachweise

  1. Erlewine, Michael (et al.), All Music Guide To Rock. San Francisco, 1995, ISBN 0-87930-376-X.
  2. SMH.com: Back to roots for AC/DC (englisch)
  3. RIAA.com: Top Selling Artists (englisch).
  4. a b EveryHit.com: Record Breakers and Trivia (englisch).
  5. Martin Huxley, AC/DC: Die Biografie, S.27, Hannibal Verlag, ISBN 978-3-85445-303-1.
  6. Dave White: AC/DC. In: About.com – Classic rock. Abgerufen am 2. August 2008.
  7. Band Name Origins. In: Digital Dream Door. Abgerufen am 2. August 2008.
  8. AC/DC History. In: AC/DC — Bedlam in Belgium. Abgerufen am 2. August 2008.
  9. Tracker to Acca Dacca. In: The Age (theage.com.au). Fairfax Digital. 17. Mai 2004. Abgerufen am 18. Oktober 2008: „Tracker to Acca Dacca“
  10. AC/DC ACDC. In: Only Melbourne (onlymelbourne.com.au). S. Melbourne, Australia. 1. Oktober 2004. Abgerufen am 18. Oktober 2008: „Its now rock'n'roll history after Melbourne discovered acca-dacca so did the rest of the world, going on to become one of the biggest bands in the world.“
  11. Angus Young bestätigte das in einem Interview mit der Zeitschrift Q Magazine, Ausgabe 3/1995
  12. Walker, Clinton: Highway to Hell: The Life and Times of AC/DC Legend Bon Scott 2001, ISBN 1-891241-13-3, S. 128–133.
  13. Long Way to the Top. In: Australian Broadcasting Corporation. Abgerufen am 2. August 2008.
  14. Brown, Tony (et al.), The Complete Book Of British Charts, Singles And Albums. London, 2000, ISBN 0-7119-7670-8
  15. AC/DC - World - Bon Scott
  16. RIAA
  17. Erlewine, Michael (et al.), All Music Guide To Rock. San Francisco, 1995, ISBN 0-87930-376-X
  18. Rock and Roll Hall of Fame AC/DC in der Rock and Roll Hall of Fame
  19. acdc-world.de ACDC Welttournee 2008/2009
  20. Focus ACDC Konzerte in zwölf Minuten ausverkauft
  21. Zeit.de Vorverkaufsrekord der AC/DC Tickets
  22. AC/DC World – Die AC/DC Fanseite AC/DC World – Hauptseite
  23. Gitarrenbeginner.de - News & TippsNeues Album 2013
  24. http://www.blabbermouth.net/news/brian-johnson-says-acdc-will-enter-studio-in-may/
  25. http://www.metal-hammer.de/news/meldungen/article565364/schlaganfall-geruechte-um-ac-dc-aufloesung-verdichten-sich.html
  26. :: Bellbreaker ::. - Ac/Dc - Black Ice
  27. Brown, Tony (et al.) The Complete Book of the British Charts, Singles and Albums. London, 2000, ISBN 0-7119-7670-8
  28. RIAA
  29. a b Long way to Grammys top for AC/DC. Abgerufen am 1. Februar 2010.
  30. AC/DC discography. In: MusicMight. Abgerufen am 19. Dezember 2008.
  31. AC/DC discography (German) In: austrian charts. Abgerufen am 19. Dezember 2008.
  32. AC/DC discography (English) In: Canadian album charts. Abgerufen am 2. Oktober 2008.
  33. Media Control Chart History Abgerufen am 21. Mai 2012
  34. AC/DC discography. In: Norwegian charts. Abgerufen am 14. Februar 2008.
  35. AC/DC discography. In: Neuseeland charts. Abgerufen am 14. Februar 2008.
  36. AC/DC discography. In: Swedish charts. Abgerufen am 14. Februar 2008.
  37. AC/DC discography (German) In: Diw Offizielle Schweizer Hitparade und Music Community. Abgerufen am 14. Februar 2008.
  38. Großbritannien. In: EveryHit.com. Abgerufen am 14. Februar 2008.
  39. AC/DC Billboard Albums. In: Allmusic. Abgerufen am 3. April 2008.
  40. AC/DC Artist Chart History - Albums. In: Billboard. Archiviert vom Original am 7. Juli 2009. Abgerufen am 3. April 2008.
  41. RIAA Gold and Platinum Search for albums by AC/DC, 24. Mai 2008
  42. Certified Awards Search (Datenbanksuche). In: British Phonographic Industry. Abgerufen am 4. April 2008.
  43. Gold/Platin-Datenbank. In: International Federation of the Phonographic Industry. Abgerufen am 14. Februar 2010.
  44. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatGold & Platinum. riaa.com, abgerufen am 19. April 2009.

Weblinks

 Commons: AC/DC – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wiktionary: AC/DC – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen