Thomas Oppermann (Jurist)

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Dieser Artikel behandelt den deutschen Juristen Thomas Oppermann (* 1931). Zum gleichnamigen SPD-Politiker (* 1954), siehe Thomas Oppermann (Politiker).

Thomas Oppermann (* 15. Februar 1931 in Heidelberg) ist ein deutscher Staatsrechtler.

Thomas Oppermann studierte von 1951 bis 1956 Rechtswissenschaft an den Universitäten Frankfurt, Lyon, Oxford und Freiburg. 1959 promovierte er in Freiburg über das Thema Britisches Unterhauswahlrecht und Zweiparteiensystem. Von 1960 bis 1967 arbeitete Oppermann in der Europa-Abteilung des Bundeswirtschaftsministeriums. 1967 erfolgte bei Herbert Krüger seine Habilitation über Kulturverwaltungsrecht: Bildung, Wissenschaft, Kunst an der Universität Hamburg. Ab 1967 lehrte Oppermann bis zu seiner Emeritierung 1999 Öffentliches Recht und Auswärtige Politik an der Universität Tübingen. Sein Nachfolger wurde Martin Nettesheim. Oppermanns Arbeitsschwerpunkte sind das Europarecht, Internationales Wirtschaftsrecht, Verfassungsrecht sowie Bildungs- und Medienrecht.

Oppermann wurde der Ehrendoktor in Aix-en-Provence im Jahr 1978 und in Piräus im Jahr 2002 verliehen. 1998 erhielt Oppermann die Verdienstmedaille des Landes Baden-Württemberg und 2004 das Große Verdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland. Von 1985 bis 1989 war Oppermann Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Völkerrecht. Von 1991 bis 1993 hatte er den Vorsitz der Vereinigung Deutscher Staatsrechtslehrer inne und war von 1999 bis 2002 Präsident des Arbeitskreises Europäische Integration in Bonn. Von 2002 bis 2003 war er Berater von Ministerpräsident Erwin Teufel beim Europäischen Verfassungskonvent.

Schriften[Bearbeiten]

Monographien

  • Europarecht. Ein Studienbuch, 4. vollständig neu bearbeitete Auflage, München 2009, ISBN 978-3-406-58768-9.
  • Ius Europaeum: Beiträge zur europäischen Einigung, Berlin 2006, ISBN 3-428-12195-3.
  • zusammen mit Marc Beise und Gerald G. Sander: Grauzonen im Welthandel. Protektionismus unter dem alten GATT als Herausforderung an die neue WTO, Baden-Baden 1998, ISBN 3-7890-5235-3.
  • Deutsche Rundfunkgebühren und europäisches Beihilferecht, Berlin 1997, ISBN 3-428-09064-0.
  • zusammen mit Erich-Wolfgang Moersch: Europa-Leitfaden. Ein Wegweiser zum europäischen Binnenmarkt 1992, 2., durchgesehene und erweiterte Auflage, Regensburg 1990, ISBN
  • zusammen mit Hans Meyer: Das parlamentarische Regierungssystem des Grundgesetzes: Anlage, Erfahrungen, Zukunftseignung, Berlin 1975, ISBN 3-11-006579-7

Herausgeberschaften

  • Vom Staatsbetrieb zur Stiftung. Moderne Hochschulen für Deutschland, Göttingen 2002, ISBN 3-89244-656-3.
  • zusammen Erich-Wolfgang Moersch: Profi-Handbuch Wirtschaftsraum Europa. Steuern, Subventionen, Verkehr, Umwelt. Mit den Maastrichter Verträgen. 3., überarbeitete und erweiterte Auflage, Berlin 1994, ISBN 3-8029-8693-8.

Weblinks[Bearbeiten]