Transkaukasische Demokratisch-Föderative Republik

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Transkaukasische Demokratisch-Föderative Republik
Flag of the Transcaucasian Federation.svg
Amtssprache Georgisch, Armenisch, Aserbaidschanisch
Hauptstadt Tiflis
Staatsform Bundesrepublik
Staatsoberhaupt, zugleich Regierungschef Parlamentspräsident Nikolos Tschcheidse
Währung Transkaukasischer Rubel
Unabhängigkeit 22. April 1918
Zeitzone UTC + 4
Russia Caucusus 1882.jpg

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Die Transkaukasische Demokratisch-Föderative Republik (georgisch ამიერკავკასიის დემოკრატიული ფედერაციული რესპუბლიკა, aserbaidschanisch Zaqafqaziya Demokratik Federativ Respublikası, armenisch Անդրկովկասյան Դեմոկրատական Ֆեդերատիվ Հանրապետություն; auch kurz Transkaukasische Föderation) war ein sehr kurzlebiger Bundesstaat im Kaukasus. Er bestand vom 22. April bis zum 28. Mai 1918. Der Bund umfasste das Gebiet der späteren Nachfolgestaaten Georgien, Aserbaidschan und Armenien.

Etablierung[Bearbeiten]

Nach der Februarrevolution 1917 und dem Zusammenbruch des Zarenregimes in Transkaukasien setzte die provisorische russische Regierung ein Besonderes Transkaukasisches Komitee (russisch Особый Закавказский Комитет (ОЗАКОМ), Osoby Sakawkasski Komitet (OSAKOM)) zur Verwaltung des südlichen Kaukasus ein. Es stützte sich auf die nach dem Vorbild des Petrograder Rates der Revolutionären Demokraten in Georgien gegründeten Räte, die fest in der Hand der gemäßigten Menschewiki war.

Entwicklung[Bearbeiten]

Parlamentspräsident Nikolos Tschcheidse

Die bolschewistische Oktoberrevolution änderte die Situation grundlegend. Die kaukasischen Sowjets weigerten sich, das Regime Lenins anzuerkennen. Die Bedrohung durch eine wachsende Zahl zu den Bolschewiki überlaufender Soldaten der früheren russischen Kaukasusarmee, ethnische Zusammenstöße und Anarchie in den Regionen, zwangen die georgischen, armenischen und aserbaidschanischen Politiker, am 14. November 1917 eine einheitliche regionale Regierung, das Transkaukasische Kommissariat, zu schaffen.

Am 23. Januar 1918 wurde ein regionales Parlament, der Sejm, gegründet. Das Transkaukasische Parlament (Sejm) trat zum ersten Mal am 10. Februar zusammen. Den Vorsitz hatte der georgische Menschewik Nikolos Tschcheidse. Er rief am 22. April die Unabhängigkeit Transkaukasiens und die Gründung der Transkaukasischen Föderation aus. Hauptstadt wurde Tiflis. Die Währung wurde der Transkaukasische Rubel. Amtssprachen waren Georgisch, Armenisch und Aserbaidschanisch.

Zusammenbruch[Bearbeiten]

Der Transkaukasischen Republik war nur ein kurzes Leben beschieden. Sie wurde von wachsenden inneren Spannungen und dem Druck des Osmanischen Reiches unterlaufen. Um Georgien vor einer türkischen Eroberung zu bewahren, nahm die georgische Nationalversammlung (georgisch Dampudsnebeli Kreba) Verhandlungen mit Deutschland auf, das bereit war, ein unabhängiges Georgien vor dem Zugriff des Osmanischen Reiches zu schützen. Als Gegenleistung verlangte Berlin Privilegien bei der Ausbeutung von Mangan und Kupfer sowie dem Erdöltransfer vom Kaspischen Meer. Die Reichsleitung hatte bereits 3.000 deutsche Soldaten in Georgien stationiert, um die Belieferung der deutschen Schwerindustrie mit Rohstoffen zu sichern. Am 26. Mai proklamierte Georgien die Demokratische Republik Georgien, erklärte seine Unabhängigkeit und trat aus der Föderation aus. Armenien und Aserbaidschan (darunter auch die Zentralkaspische Diktatur) folgten diesem Schritt am 28. Mai.

Folgen[Bearbeiten]

Die Nachfolgestaaten Demokratische Republik Georgien, Demokratische Republik Armenien und Demokratische Republik Aserbaidschan wurden später von der Roten Armee besetzt und in die Sowjetunion eingegliedert. Von 1922 bis 1936 schlossen sie sich zur Transkaukasischen SFSR zusammen.