Transoceánica

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Transoceánica
Transoceánica (Brasilianische Bundesstraße BR-364)
Transoceánica, in der Nähe von Rio Branco

Transoceánica oder Carretera Transoceánica (deutsch: transozeanische Landstraße) ist der Name einer geplanten Verbindungsstraße zwischen dem Atlantik und dem Pazifik auf südamerikanischem Boden, die zum größten Teil bereits fertiggestellt ist. Die Straße soll von São Paulo über Cuiabá, Porto Velho, Rio Branco, Puerto Maldonado nach Cusco und von hier weiter zu den peruanischen Häfen San Juan de Marcona, Arequipa bzw. Ilo führen.

Hauptsächlich wird diese Straße aus wirtschaftlichen Gründen gebaut. Sie soll den Handel zwischen Peru und Brasilien ermöglichen und den Export von Rohstoffen aus dem Amazonasgebiet, insbesondere von Soja, in die asiatischen Märkte über die lateinamerikanischen Pazifikhäfen erleichtern. Andererseits heißt es, dass die Transoceánica ein wichtiger Schritt für die gemeinsame Staatengemeinschaft UNASUR ist. Demnach soll die Integration von Peru in Brasilien und umgekehrt vorangetrieben werden.

Kritiker sehen durch die Straße im Grenzgebiet zu Peru, vor allem auf peruanischer Seite, mehrere der artenreichsten Waldgebiete der Erde und die dort isoliert lebenden indigenen Völker gefährdet.[1]

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatVorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatWolfgang Kunath: Eine Fernstraße bedroht die Indianer. In: Frankfurter Rundschau. 14. Juni 2008, abgerufen am 17. März 2009.

Weblinks[Bearbeiten]