Treudd

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Torsa stenar, der typische Treudd
Treudd von Gustavsberg
Treudd von Bruadungen Jönköpings län

Der Treudd (engl. Trident, auch Trekantede oder Stjerneformet grave genannt) ist eine sternförmige, dreiarmige Steinsetzung mit konkaven Seiten.

Beim Treudd handelt es sich meist um ein von Randsteinen gefasstes, gegenüber dem Umfeld etwas erhöhtes Steinpflaster aus etwa kopfgroßen Rollsteinen (nicht bei Öinge treudd). Die drei schmalen äußeren Enden sind mitunter mittels großer Blöcke markiert. Obwohl einige Treudds Gräber enthalten, sind sie oft leer, was darauf hindeutet, dass sie eine andersartige kultische Bedeutung hatten. Einige haben Steinblöcke im Zentrum. Ein Treudd bei Täby hatte im Zentrum eine Fundamentgrube, die offenbar einen Pfahl gestützt hatte. Auf dem als Inhåleskullen (deutsch etwa Teufelshügel vom schwedisch en hin håle für Teufel) bezeichneten Gräberfeld südöstlich von Uppsala wurde im Jahr 2010 ein Treudd ausgegraben, bei dem ein Teil der Randsteine noch vorhanden und der Mittelteil deutlich erhöht war.[1] Von 120 untersuchten „Treudds" enthalten 65 % verbrannte Knochen und Grabbeigaben.

Treudds kommen vor allem während der Eisenzeit, z.B. in Småland und in der Vendel- und Wikingerzeit in Mittelschweden vor. Konzentrationen finden sich um den See Bolmen, in den daran angrenzenden Gemeinden Ljungby und Hylte. In Småland gibt es 15, in Bohuslän und Blekinge sieben Gräberfelder mit Treudds. Weitere Zentren bilden das zentrale Östergötland sowie das Mälardalen. Dagegen sind auf Gotland, in Dalarna, in Värmland sowie im nördlichen Schweden bislang keine Treudds gefunden worden. Sie kommt in Norwegen (De fem dårlige jomfruer, Edøya) nur in 19 Exemplaren vor aber auch auf Öland (Resmo).

Die Anlagen werden wie quadratische Steinhügel mit Randsteinen und großen Ecksteinen überwiegend in die ältere und jüngere Eisenzeit datiert. Die etwa 25 m voneinander entfernten Treudds von Öinge haben Seitenlängen von 33 m und gehören zu den größten in Schweden.

Der schwedische Archäologe Anders Andrén stellte im Jahre 2002 die Idee vor, dass der Treudd die Weltesche Yggdrasil mit ihren drei Wurzeln symbolisiere.[2] Symbolismus, der auf der Zahl drei beruht (Valknut), ist im Norden bis in die Wikingerzeit verbreitet.

Siehe auch[Bearbeiten]

Bemerkungen[Bearbeiten]

  1. RAÄ Vaksala 155
  2. Anders Andrén: I skuggan av Yggdrasil: Trädet mellan idé och realitet i nordisk tradition. In: Ordning mot kaos - studier av nordisk förkristen kosmologi. 2004, S. 389–430.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Treudd – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien