Urkaiser Chinas

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Die Urkaiser Chinas sind historisch nicht nachweisbare Herrscher der chinesischen Mythologie, die als Begründer der chinesischen Kultur gelten. Zu den Urkaisern Chinas gehören die Drei Souveräne (auch: Drei Erhabene) und die Fünf Kaiser.

Die Drei Souveräne/Die Drei Erhabenen[Bearbeiten]

Das Shiji von Sima Qian (chinesisch 司马迁Pinyin Sīmǎ Qiān), in der Bearbeitung von Sima Zhen (chinesisch 司馬貞Pinyin Sīmǎ Zhēn, ca. 656-720, Shiji suoyinxu 史記索隱序), berichtet von drei Souveränen (chinesisch 三皇Pinyin sān huáng) der Urgeschichte Chinas:

  • Himmelssouverän (天皇Tianhuang), der für 18.000 Jahre herrschte
  • Erdsouverän (地皇Dihuang), der für 11.000 Jahre herrschte
  • Menschensouverän (泰皇Taihuang oder 人皇Renhuang), der für 45.600 Jahre herrschte

Die Bücher Chunqiu Yundoushu (春秋运斗枢) und Chunqiu Yuanmingbao (春秋元命苞) identifizieren sie als:

  • Fúxī: Gott
  • Nǚwā: Göttin, Fu Xis Frau
  • Shénnóng der menschliche Gott, der die Landwirtschaft erfand und als erster Kräuter als Medizin verwendete

Die Fünf Kaiser[Bearbeiten]

Als die Fünf Kaiser (五帝wǔ dì) nennt die chinesische Geschichtsschreibung die mythischen Modell-Herrscher, die das Land vor dem Beginn der Dynastien beherrscht haben sollen. Es sind:

Yao und Shun sind auch als die zwei Kaiser bekannt, die mit Yu, dem Begründer der Xia-Dynastie, die vorbildlichen Herrscher und moralischen Vorbilder des Konfuzianismus waren.

Die Vorstellung der Chinesen war, dass die ältesten Kaiser wie im Paradies lebten. Bevor konkretere Regierungszeiten erfunden wurden, dachte man an Regierungszeiten zwischen 18.000 und 11.000 Jahren. Danach sei es immer menschlicher geworden. Und von der Xia-Dynastie über die Shang-Dynastie bis zur Zhou-Dynastie sei alles immer schlechter geworden.

Die Herrschaftszeiten der Urkaiser galten als Goldenes Zeitalter Chinas.

Literatur[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]