Urs Schwaller

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Urs Schwaller

Urs Schwaller (* 31. Oktober 1952 in Freiburg) ist ein Schweizer Politiker (CVP). Er ist Ständerat aus dem Kanton Freiburg und ist gegenwärtig Präsident der CVP/EVP-Fraktion.

Schwaller ist Rechtsanwalt. Er lebt in Tafers, ist verheiratet und Vater von drei Kindern.

Inhaltsverzeichnis

Politik[Bearbeiten]

Urs Schwaller war von 1986 bis 1991 Oberamtmann des Sensebezirks. Von 1992 bis 2003 war Schwaller Freiburger Staatsrat, zuerst als Direktor des Innern und der Landwirtschaft, ab 1996 als Finanzdirektor. Bei den Wahlen 2003 wurde Schwaller in den Schweizer Ständerat als Vertreter des Kantons Freiburg gewählt. Im Rahmen seines Mandats ist Schwaller Mitglied der Finanzkommission und der Staatspolitischen Kommission des Ständerates sowie Präsident der Kommission für soziale Sicherheit und Gesundheit.[1] Darüber hinaus gehört er der Finanzdelegation an.

Position[Bearbeiten]

Nach Smartvote ist Schwaller ein gemässigter, zurückhaltend konservativer Politiker. Der aussenpolitischen Öffnung der Schweiz und der wirtschaftlichen Liberalisierung steht er nicht ablehnend, aber kritisch gegenüber, vorsichtig zustimmend geht er Fragen des Umweltschutzes der Sozialpolitik und der gesellschaftlichen Liberalisierung an. Etwas deutlicher positioniert er sich für die Wahrung von Recht und Ordnung.[2]

Bundesratswahlen[Bearbeiten]

Bei den Bundesratswahlen 2007 war er als möglicher Bundesratskandidat ins nationale Rampenlicht gerückt. Auch bei der Bundesratswahl 2009 ist sein Name wieder ins Spiel gebracht worden. Da er als Sensler aber deutschsprachiger Freiburger ist, wird vor allem von der FDP bestritten, dass er den für die lateinische Schweiz geforderten Sitz adäquat besetzen könnte.[3] Am 8. September 2009 wurde er von seiner Fraktion offiziell für den Bundesrat nominiert. Er unterlag im 4. Wahlgang Didier Burkhalter, nachdem er die ersten drei Wahlgänge führte. Schwaller bekam 106 von 239 gültigen Stimmen.[4]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. SGK, Website des Schweizer Parlaments
  2. Smartvote-Spider (Online nicht mehr abrufbar)
  3. Couchepin meldet sich zu Wort: Schwaller sei kein Welscher. Abgerufen am 20. Juni 2009.
  4. Berner Zeitung: CVP tritt mit Schwaller an – Kandidatenkarussel komplett