Die Schweizerische Post

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Die Schweizerische Post AG
Logo der Schweizerischen Post
Rechtsform Aktiengesellschaft
Gründung 1. Januar 1849
Sitz Bern, Schweiz
Leitung Peter Hasler (Verwaltungsratspräsident)
Susanne Ruoff (Konzernleiterin)
Mitarbeiter 61'593 (Dez. 2013)
Umsatz 8,575 Mrd. CHF (2013)
Branche Logistik
Website www.post.ch

Die Schweizerische Post AG (französisch La Poste Suisse, italienisch La Posta Svizzera, rätoromanisch La Posta Svizra; Markenauftritt DIE POST, LA POSTE, LA POSTA, SWISS POST) ist eine spezialgesetzliche Aktiengesellschaft im Besitz des Bundes und das grösste Postunternehmen der Schweiz. Sie beförderte im Jahr 2013 knapp 2,245 Milliarden adressierte Briefe, über 114 Millionen Pakete, transportierte 139 Millionen Reisende und verwaltet mit Ihrer Tochtergesellschaft PostFinance AG über 106 Milliarden Schweizer Franken Kundenvermögen. [1] Diese Aufgaben werden mit einem Personalbestand von rund 61.000 Personen, davon über 54.000 in der Schweiz, bewältigt. Damit gehört sie zu den grössten Arbeitgebern in der Schweiz.

Konzernstruktur[Bearbeiten]

Unter dem Dach des Konzerns Die Schweizerische Post AG sind drei Konzerngesellschaften angesiedelt, die vier unterschiedliche Märkte bearbeiten[2].

  • Post CH AG: Kommunikations- und Logistikmarkt
  • PostFinance AG: Retailfinanzmarkt
  • PostAuto Schweiz AG: Markt für öffentlichen Personenverkehr

Das Kerngeschäft der Post erbringt die Post CH AG. Sie vereint die Konzernbereiche

  • PostMail
  • PostLogistics (inkl. IT, Mobility Solutions AG)
  • Swiss Post Solutions
  • Poststellen und Verkauf (inkl. Immobilien)
  • sowie die Kommunikation, HR, Rechtsdienst, Finanzen

Konzernleitung[Bearbeiten]

Susanne Ruoff[3], seit 1. September 2012

Zuvor: Jürg Bucher[4], 14. Dezember 2009 – 31. August 2012, Michel Kunz[5], 1. April 2009 bis 13. Dezember 2009, Ulrich Gygi[6], 2000-2009, Reto Braun[7] 1998-2000

Geschichte[Bearbeiten]

Ortspostmarke zu 2½ Rappen, 1850
Das ehemalige Paketzentrum in Zürich Mülligen, erstes der drei künftigen Briefzentren, entworfen vom Architekten Theo Hotz
Die Schweizerische Post als Dienstleistungsbetrieb zählt zu den grössten Arbeitgebern in der Schweiz (Sihlpost Zürich)
Postzüge verbinden mehrfach täglich die Postzentren von Frauenfeld, Härkingen, Mülligen und Daillens
Postauto der PostAuto Schweiz AG zur Personenbeförderung

Ehemalige PTT[Bearbeiten]

Die Bundespost wurde am 1. Januar 1849 zum Transport von Briefen, Paketen, Personen und Geldsendungen geschaffen. Postsendungen wurden ab 1857 per Bahn befördert. Ab 1866 wurden eigene Bahnpostwagen in Dienst gestellt. Nachdem 1903 erstmals Motorfahrzeuge eingesetzt wurden, stellte die letzte Pferdepost in Avers GR 1961 ihren Betrieb ein. Ab 1906 existierte ein Postcheckdienst (Girokonto, der Vorläufer der heutigen PostFinance; Gelbes Konto). 1920 wurde die Telefonie und Telegrafie mit der Post zusammengelegt. Die Behörde hiess nun PTT (Post, Telefon, Telegrafie). Seit 1939 ist das Merkmal der Schweizerischen Post die gelbe Farbe. Briefkästen und Wertzeichenautomaten erscheinen seitdem in Postgelb. 1964 wurden die Postleitzahlen eingeführt. 1978 stellte die PTT die ersten Postomaten (Geldautomat) auf und bot die ersten Natels (Autotelefone) an (vgl. Swisscom#Geschichte).

Mit der Gründung des Bundesstaates im Jahre 1848 wurden grundlegende Änderungen betreffend Organisation des noch jungen Bundesstaates vorgenommen, darunter die Neuorganisation des Post-, Verkehrs-, und Münzwesens, die Armee und die Rechtsprechung mit der entsprechenden Gesetzgebung. Mit der Gründung der eidgenössischen Postverwaltung erfolgte die Ablösung der kantonalen Postverwaltungen durch den Bund. Somit erhielt der Bund das Monopol zur Weiterbeförderung von postalischen Dienstleistungen (Weiterleitung von Informationen in geschriebener Form). Durch die Monopolisierung durch den Bund konnte sichergestellt werden, dass die Bevölkerung eine zuverlässige flächendeckende und günstige Dienstleistung erhielt.

Mit dem technischen Fortschritt kamen zu Beginn des 20. Jahrhunderts Telegraph und Telefon dazu. Dies hatte zur Folge, dass um die 1920er Jahre PTT-Betriebe gebildet wurden. Ihr Ursprung wird mit der Zusammenlegung in der Eidg. Telegraphenverwaltung und der Oberpostdirektion am 16. August 1920 begründet, die in der Zuständigkeitsordnung PTT vom 24. Oktober 1930 zusammengefasst wurden. Infolge dieses technischen Fortschritts musste die Infrastruktur erweitert werden, um eine wirtschaftliche Entwicklung gewährleisten zu können. Um eine solche Infrastruktur errichten zu können (Bau von Leitungen jeglicher Art) braucht es Grund und Boden. Da es aber nicht immer möglich ist, Leitungen auf öffentlichem Grund zu erstellen, wird auch privater Grund und Boden beansprucht. Um diese Entwicklung nicht zu gefährden, wurde mit der Einführung des Zivilgesetzbuches die Beschränkung des Privateigentums begründet und somit das Enteignungsrecht eingeführt.

Liberalisierung[Bearbeiten]

Am 31. Dezember 1997 wurde im Zusammenhang mit der 1988 eingeleiteten Liberalisierung die PTT in zwei Konzerne aufgeteilt. Die Postdienstleistungen bestehend aus Briefpost, Paketpost, Zahlungsverkehr und Personentransport mit Postautos wurden der heutigen Schweizerischen Post übertragen, während die Swisscom seither die Telekommunikations-Dienstleistungen erbringt.

Die Schweizerische Post war ab 1998 eine selbstständige öffentlich-rechtliche Anstalt und verfügt über einen gewissen unternehmerischen Spielraum. Die gesetzliche Grundlage bildete das am 1. Januar 1998 in Kraft getretene Postorganisationsgesetz (POG).

Aufgrund der neuen Postgesetzgebung, die Ende 2012 in Kraft trat (PG, POG, VPG am 1. Oktober 2012, VPOG am 1. Dezember 2012) wurde die Schweizerische Post am 26. Juni 2013 rückwirkend auf den 1. Januar 2013 in eine in eine spezialgesetzliche Aktiengesellschaft umgewandelt[8]. Gleichzeitig wurde PostFinance in eine privatrechtliche Aktiengesellschaft ausgegliedert und der Aufsicht der FINMA unterstellt. Eigentümer der Schweizerischen Post AG bleibt zu 100 Prozent der Bund – neu in der Rolle als Aktionär. Die PostFinance AG bleibt wiederum im vollständigen Besitz der Schweizerischen Post AG[9].

Unternehmenstätigkeit[Bearbeiten]

Kommunikationsmarkt

Die Post erbringt Dienstleistungen rund um den Versand von adressierten und unadressierten Briefen und Werbesendungen, stellt Zeitungen zu, übernimmt das Dokumentenmanagement für Kunden und ist im Direktmarketing tätig. Mit der SuisseID[10] und dem sicheren E-Mail-Dienst IncaMail[11] bietet die Post ihren Kunden Produkte für das Online-Identitätsmanagement, die digitale Signatur sowie die sichere elektronische Kommunikation. Mit der Swiss Post Box[12] und ePostSelect[13] hat die Post auch hybride Lösungen im Angebot, welche auch elektronische Kanäle für physische Daten bereitstellen.

Die Dienstleistungen der Briefpost werden seit längerem immer weniger nachgefragt, die Volumina sind mit dem Aufkommen von E-Mail und SMS rückläufig und gehen jährlich um rund 2% zurück. Das Unternehmen reagiert mit neuen Dienstleistungen und angepasster Struktur auf diese Entwicklung. Die Post hatte mit dem Projekt REMA (Reengineering Mail Processing, Reorganisation der Briefverarbeitung) die Logistik an drei Standorten (Zürich Mülligen, Härkingen und Eclépens)[14] konzentriert. Dort wurden zwischen 2006 und 2009 neue Sortierzentren mit leistungsfähigeren Maschinen gebaut. Zusammen mit sechs neuen regionalen Verteilzentren (sogenannten Subzentren) in Gossau (SG), Genf, Basel, Tessin, Bern und Luzern lag das Investitionsvolumen bei ca. einer Milliarde Schweizer Franken[15].

Die Post ist im Briefpostsektor weiterhin Marktführerin in der Schweiz.

Um Ihren Kunden zusätzliche Angebote bieten zu können, verkauft die Post in ihren Verkaufsstellen zusätzlich auch Non-Food-Artikel, von Papeteriewaren bis zu Notebooks an ihre Kunden. Darüber hinaus bietet die Post am Schalter auch gewisse Kiosk-Produkte wie Süssigkeiten und Lotterielose an.

Im Onlineshop[16] verfügt die Post über ein breites Angebot von verschiedenen Konsum- und Elektronikprodukten.

Logistikmarkt

Die Aushängeschilder der Post: Der normierte gelbe Briefkasten

In der Paket- und Stückgutlogistik erbringt PostLogistics eine Reihe von Dienstleistungen für Geschäfts- und Privatkunden. Im Kurier-, Express- und Paketmarkt (KEP) verzeichnet die Post im Zuge des boomenden Onlinehandels zurzeit ein starkes Wachstum[17].

Mit neuen Dienstleistungen im E-Commerce will die Post die Bedürfnisse der Kunden abdecken und ab 2014 mit YellowCube[18] eine Gesamtlösung für Versandhändler anbieten, die von der Lagerung, über die Konfektionierung, den Versand und das Retourenmanagement alles beinhaltet. Mit Angeboten wie den Paketautomaten MyPost24[19] und der Wahl des Zustellortes und -zeitpunktes[20] sollen auch die Endkunden entscheiden können, wann, wie und wo sie ihre Pakete in Empfang bzw. aufgeben wollen.

In den letzten Jahren hat die Post im zweifachen Millionenbereich in die Weiterentwicklung des Logistiksektors und ihrer Paketzentren investiert.

Die Post übernimmt für grenzüberschreitende Sendungen auch die Verzollung[21].

Trotz grosser internationaler Konkurrenz, ist die Post im Paketmarkt weiterhin Marktführerin in der Schweiz.

Poststelle in Juf, dem höchstgelegenen Dorf Europas

Öffentlicher Personenverkehrsmarkt

PostAuto Schweiz AG ist der grösste Schweizer Dienstleister im öffentlichen Strassenverkehr und stellt die Anbindung von Randgebieten an die Zentren zu einem wesentlichen Teil sicher. Pro Jahr fahren rund 130 Millionen Gäste mit der PostAuto Schweiz AG. Neben dem öffentlichen Verkehr absolviert PostAuto auch Schülertransporte.

Zusammen mit SBB und Rent-a-Bike[22] hat die Post ein öffentliches Velo-Verleihnetz aufgebaut. PubliBike[23] verfügt in der Schweiz über ein ausgedehntes Netz von Verleihstationen, wo wahlweise herkömmliche oder e-Bikes gegen eine Gebühr ausgeliehen werden können.

Die PostLogistics angehängte Mobility Solutions AG[24] betreibt das Flottenmanagement für die Post und externe Kunden. Sie ist der grösste unabhängige Flottenmanager der Schweiz.

Retailfinanzmarkt

Postomat (Geldautomat der PostFinance, welcher ausschliesslich mit PostFinance Card Direct funktioniert).
Benutzeroberfläche des PostFinance-eigenen Electronic Bankings E-Finance.

Die PostFinance AG erbringt finanzielle Dienstleistungen für Zahlungsverkehr, Sparkonti und im Anlagegeschäft[25]. Seit dem 26. Juni 2013 besitzt das Retailfinanzinstitut eine Bankbewilligung und untersteht der Aufsicht der FINMA[26].

Mit der FINMA-Unterstellung hat die PostFinance AG die Möglichkeit, Produkte selbstständig anzubieten, für die sie bisher Kooperationen mit Banken eingehen musste. Kredite und Hypotheken hingegen kann PostFinance gemäss dem Postorganisationsgesetz nach wie vor nicht selbstständig vergeben. In diesem Bereich arbeitet sie weiterhin mit anderen Banken zusammen. Die PostFinance AG unterhält ein eigenes Debitkartensystem, die PostFinance Card Direct, welche umgangssprachlich als Postcard bekannt ist und als bargeldloses Zahlungsmittel in der Schweiz weit verbreitet ist.

Mit über 2,9 Millionen Kunden und über 100 Milliarden Schweizer Franken Kundenvermögen gehört die PostFinance AG zu den grössten Finanzinstituten der Schweiz. Im Zahlungsverkehr in der Schweiz ist sie unbestrittene Marktführerin. Zudem ist die PostFinance AG führend im Bereich E-Finance[27].

Neue Dienstleistungen und elektronische Anwendungen[Bearbeiten]

Die Post entwickelt sich laufend weiter und bietet mittlerweile eine Vielzahl von Dienstleistungen und Produkten an, die vor allem an der Schnittstelle zwischen physischer und elektronischer Welt angesiedelt sind.

Dazu gehören:

  • E-Commerce Lösungen vom Webshop inkl. Zahlungsverkehr, Lagerung, Versand und Retourenmanagement
  • Swiss Post Box[28]: Lösung für den digitalen Empfang von Briefsendungen
  • IncaMail[29]: Sicherer E-Mail-Empfang und -Versand
  • SuisseID[30]: behördlich anerkannte elektronische Identität und qualifizierte digitale Signatur
  • SwissSign[31]: Sicherheitszertifikate für Verschlüsselung im Internet
  • vivates[32]: Lösung für elektronische Patientendossiers (eHealth)
  • Document Lifecycle Management[33]: im Rahmen des Business Process Outsourcing im In- und Ausland angeboten, als Gesamtprozess oder in Modulen wie Mailroom-Services, Scanning, Verarbeitung und Archivierung der eingehenden Geschäftskorrespondenz sowie Aufbereitung des Postausgangs für physischen oder digitalen Versand
  • ePostOffice[34]: Komplettlösung zwischen Absender- und Empfängerkunden für den wahlweisen Versand von Korrespondenz per Brief oder sicherem elektronischen Versand. Befindet sich in der Entwicklungsphase.

Nachhaltigkeit[Bearbeiten]

Die Nachhaltigkeit ihres Geschäftserfolgs will die Post durch die angemessene Balance zwischen ökologischem Handeln, gesellschaftlicher Verantwortung und wirtschaftlichem Erfolg sicherstellen.

Drei strategische Stossrichtungen:

Klimaschutz und Energie[35] sind für den Konzern Post prioritäres Handlungsfeld aufgrund der energieintensiven Geschäftstätigkeit und den damit verbundenen Umweltauswirkungen sowie der Risiken steigender Energiekosten. Bis 2016 will die Post die CO2-Effizienz gegenüber dem Jahr 2010 um 10 Prozent steigern. Dadurch wird sie bis 2016 ihre Leistung 12 Prozent energieeffizienter erbringen können.

Gesunde und leistungsfähige Mitarbeitende[36] sind die Basis für die Leistungserbringung. Auf die Steigerung der Arbeitgeberattraktivität und Wettbewerbsfähigkeit zielen zahlreiche Massnahmen und Programme.

Nachhaltige Beschaffung[37] zielt auf die Einhaltung von sozialen und ökologischen (Mindest )Anforderungen über die gesamte Beschaffungskette einer Organisation.

Leuchtturmprojekte:

  • Elektroroller[38]: Bereits zwei Drittel der 7‘500 Postroller sind mit Schweizer Ökostrom unterwegs, 2016 wird es die ganze Flotte sein.
  • Energieverbrauch in Gebäuden[39]: In 900 ihrer Gebäude führt die Post Massnahmen zur Energieoptimierung durch, die sich wirtschaftlich und für das Klima auszahlen.
  • Eco-Drive[40]: Fachleute unterstützen Postchauffeure in Energie sparender Fahrweise. Mit einfachen Massnahmen, wie genügend hohem Reifendruck, frühzeitigem Schalten und vorausschauendem Fahren lassen sich bis zu fünf Prozent Treibstoff sparen.
  • Fotovoltaik auf Postgebäuden[41]: Die Post will bis 2016 auf ihren Gebäuden schweizweit 16 Fotovoltaikanlagen betreiben. Damit wird sie künftig jedes Jahr rund 7‘600 MWh Solarstrom ins Netz einspeisen. Das entspricht dem Strom für 2‘100 Durchschnittshaushalte.
  • Ökologische Antriebe[42]: Im Güter- und im Personentransport testet die Post laufend alternative, energieeffizientere Antriebssysteme und Treibstoffe. Zum Beispiel sind dafür bei PostAuto seit 2011 Brennstoffzellenbusse im täglichen Einsatz. Weiter prüft die Post verschiedene Formen von Hybridantrieben.
  • Fair produzierte Arbeitskleider[43]: Die Post ist Mitglied der Fair Wear Foundation (FWF). Mit der Mitgliedschaft in der weltweit tätigen Organisation verpflichtet sich die Post zu einer strengen Kontrolle und nachhaltigen Implementierung von Sozialstandards bei ihren Bekleidungslieferanten.
  • WWF Climate Savers[44]: Zusammen mit Unternehmen wie Coop, Migros, Swisscom und IKEA engagiert sich die Post seit Jahren bei den WWF Climate Savers. Die Partner verpflichten sich, ihren Betrieb hinsichtlich Energieverbrauch und CO2-Emissionen zu optimieren.

Meinungsmarkt / Politik[Bearbeiten]

Die Angebote der Post sind in der Bevölkerung ein emotionales Thema. Die Erwartungen an das Unternehmen sind hoch. Als Unternehmen im Besitz des Bundes ist die Post einer flächendeckenden Grundversorgung mit Postdienstleistungen und im Zahlungsverkehr verpflichtet. Gleichzeitig soll sie gemäss den strategischen Zielen des Bundesrates hochstehende, marktfähige und innovative Dienstleistungen anbieten und dabei ein rentables Wachstum generieren sowie durch Effizienzsteigerungen die Ertragskraft des Unternehmens stärken. In diesem Spannungsfeld ist die Post immer wieder im Fokus öffentlicher und politischer Diskussionen.

So werden die Schliessung oder Umwandlung von Poststellen in modernere Formate wie die Postagentur oder der Hausservice von der Öffentlichkeit oft mit Skepsis aufgenommen. Nach ersten Erfahrungen mit den neuen Formaten und angepassten Öffnungszeiten, werden diese neuen Poststellen von den Kunden jedoch weitgehend positiv bewertet[45]. Auch Preisanpassungen bei einzelnen Produkte führen wiederholt zu Kritik.

Schliesslich sorgten auch notwendige Restrukturierungen und Kostenmassnahmen mit personellen Konsequenzen jeweils für negative Schlagzeilen. Die Post steht mit den Gewerkschaften syndicom und transfair (Personalverband) in engem Kontakt.

Die Kritik an der Post mündete bisher in zwei Volksinitiativen. Die Initiative «Postdienste für alle», die ein flächendeckendes Poststellennetz und eine Defizitgarantie in der Bundesverfassung verankern wollte, wurde im September 2004 sehr knapp verworfen[46]. Die «Initiative für mehr Service Public» kam im Juni 2013 zu Stande[47]. Eine Volksabstimmung wird nicht vor 2016 erwartet.

Immer wieder werden auf Kantons- und Bundesebene parlamentarische Vorstösse zu Postthemen lanciert. Mit der neuen Postgesetzgebung, die Ende 2012 in Kraft trat, verfügt die Post über klare Rahmenbedingungen für die Erfüllung ihres Grundversorgungsauftrags[48].

Literatur[Bearbeiten]

  • Jürg Abbühl, Walter Knobel (Hrsg.): Gelb bewegt. Die Schweizer Post ab 1960. Herausgegeben von der Schweizerischen Post, Stämpfli, Bern 2011, ISBN 978-3-7272-1217-8 (eine umfassende Selbstdarstellung der Schweizerischen Post – aus der Unternehmersicht, mit Aussagen von Zeitzeugen)

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Die Schweizerische Post – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Medienmitteilung vom 13. März 2014
  2. Website Post CH AG
  3. Website Post CH AG
  4. Website Post CH AG
  5. Website Post CH AG
  6. Website Post CH AG
  7. Website Post CH AG
  8. Medienmitteilung vom 25. Juni 2013
  9. Medienmitteilung vom 25. Juni 2013
  10. Website Post CH AG
  11. Website Post CH AG
  12. Website Post CH AG
  13. Website Post CH AG
  14. Website Post CH AG
  15. Medienmitteilung vom 8. März 2005
  16. postshop.ch
  17. Website Post CH AG
  18. Website Post CH AG
  19. Website Post CH AG
  20. Website Post CH AG
  21. Website Post CH AG
  22. Website Rent-a-Bike
  23. Website PubliBike
  24. Website Mobility Solutions AG
  25. Website PostFinance AG
  26. Medienmitteilung vom 25. Juni 2013
  27. Medienmitteilung vom 21. November 2013
  28. Website Post CH AG
  29. Website Post CH AG
  30. Website Post CH AG
  31. Website Post CH AG
  32. Website Post CH AG
  33. Website SPS IDS
  34. Medienmitteilung vom 25. Oktober 2013
  35. Website Post CH AG
  36. Website Post CH AG
  37. Website Post CH AG
  38. Website Post CH AG
  39. Website Post CH AG
  40. Website Post CH AG
  41. Website Post CH AG
  42. Website Post CH AG
  43. Website Post CH AG
  44. Website Post CH AG
  45. Medienmitteilung vom 24. Oktober 2013
  46. Website Schweizerische Bundeskanzlei
  47. Website Schweizerische Bundeskanzlei
  48. Website Post CH AG