Verdinglichung

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Dieser Artikel behandelt die Verdinglichung als Form zwischenmenschlicher Entfremdung in der Tradition von Hegel und Marx. Für Verdinglichung im Sinne der Rechtswissenschaft siehe Verdinglichung (Rechtswissenschaft). Andere Phänomene der Verdinglichung werden unter dem Synonym Reifikation diskutiert. Siehe dort.

Verdinglichung bezeichnet in der marxistischen Theorie die Verkehrung des Verhältnisses von arbeitsteilig füreinander produzierender Menschen in ein versachlichtes (verdinglichtes) Verhältnis von Waren zueinander. Unter kapitalistischen Produktionsverhältnissen nehmen die Arbeitsprodukte die Form von Waren, Geld und Kapital an und verselbständigen sich als solche gegenüber ihren eigentlichen Produzenten. Dieser Prozess wird auch als Entfremdung des Produzenten vom Produkt und der Produzenten untereinander bezeichnet.

Der Begriff geht zurück auf Hegel und Ludwig Feuerbach. Ihnen zufolge bezeichnet er den Prozess der Entäußerung eines Subjekts, das seine Ideen in seinen produzierten Vorstellungen und Dingen vergegenständlicht. So erklärt Feuerbach die Gottesvorstellung als Vergegenständlichung des menschlichen Wesens.

Bei der Verdinglichung werden dem marxistischen Ansatz nach gesellschaftliche Verhältnisse in der Form von Dingen in Erscheinung treten, die ihre Eigengesetzlichkeit haben, welche vom Menschen nicht mehr gestaltbar sei. Nach Marx findet die Verdinglichung im „Warenfetischismus“ ihren prototypischen Ausdruck.

Verdinglichung sei die kapitalistischen Gesellschaften innewohnende Tendenz, alles und jeden zum Tauschobjekt, also zur Ware zu machen.

Theoretiker der Verdinglichung sind unter anderem

Auch die Wertkritik um Robert Kurz als jüngere Spielart marxistischer Theorie (Postmarxismus) stellt die Verdinglichung und Entfremdung ins Zentrum ihrer Untersuchungen.

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]