Verzy

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Verzy
Verzy (Frankreich)
Verzy
Region Champagne-Ardenne
Département Marne
Arrondissement Reims
Kanton Verzy
Gemeindeverband Vesle-Montagne de Reims.
Koordinaten 49° 9′ N, 4° 10′ O49.1466666666674.1636111111111159Koordinaten: 49° 9′ N, 4° 10′ O
Höhe 98–288 m
Fläche 13,37 km²
Einwohner 1.052 (1. Jan. 2011)
Bevölkerungsdichte 79 Einw./km²
Postleitzahl 51380
INSEE-Code

Verzy ist eine französische Gemeinde im Département Marne in der Region Champagne-Ardenne mit einer Fläche von 1337 ha (davon 763 ha Waldbestand) und 1052 Einwohnern (Stand 1. Januar 2011). Der Ort liegt am Nordosthang der Montagne de Reims in einer Höhenlage von 284 m, umgeben vom Regionalen Naturpark Montagne de Reims. Die Entfernung zu der nordwestlich gelegenen Stadt Reims beträgt 17 km. Durch den Ort führt der Fernwanderweg GR 141.

Verzy ist bekannt durch seinen bereits im 6. Jahrhundert erwähnten Wald „Faux de Verzy“, dessen Name sich von einem zahlenmäßig einzigartigen Bestand an Süntelbuchen ableitet.

Geschichte[Bearbeiten]

Im Jahr 575 zog sich der später heiliggesprochene Einsiedler Basolus (frz. Basle) in den Wald von Verzy zurück, in dem Nivard, Erzbischof von Reims, 664 ein Benediktinerkloster zu Ehren des frommen Mannes errichten ließ, das bis 1652 bestand. Im Kloster Saint-Basle-de-Verzy wurde auf einem nationalen Konzil im Juni 991 auf Gesuch Hugo Capets der Erzbischof Arnulf von Reims wegen Untreue angeklagt, verurteilt und suspendiert, konnte sein Amt jedoch später wieder aufnehmen.

Während des Hundertjährigen Krieges schlug Eduard III. hier sein Hauptquartier auf, um den Angriff auf Reims vorzubereiten.

Die Abtei wurde im Jahr 1652 von den Soldaten des Herzogs von Lothringen niedergebrannt.

Während des Ersten Weltkrieges richtete die französische Armee am Rande des höchsten Punktes über dem Ort, dem sogenannten „Mont Sinaï“, einen Beobachtungsposten und das sogenannte „Blockhaus de la Garenne“ ein.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

  • Kapelle St. Basle
  • Kirche (19. Jh.) mit Marienstatue (14. Jh.) und Retabel (18. Jh.); Reliquienschrein des heiligen Basolus sowie Gemälde (19. Jh.), die sein Leben illustrieren.
  • Regionaler Naturpark der Montagne de Reims mit Panorama vom Mont Sinaï, dem höchsten zugänglichen Punkt der Montagne de Reims (Beobachtungsposten aus dem 1. Weltkrieg, Blockhaus)
  • Wald von Verzy (13,5 ha) mit bedeutendem Bestand von Süntelbuchen (Faux de Verzy), erstmals erwähnt im 6. Jahrhundert.
  • Die Gemeinde liegt im Regionalen Naturpark Montagne de Reims.

Wirtschaft[Bearbeiten]

Haupteinnahmequelle ist der Weinanbau zur Champagnerherstellung.

Literatur[Bearbeiten]

  • Edouard de Barthélémy: Notice historique et archéologique sur les communes des environs de Verzy. Collection "Monographies des villes et villages de France", 1867, Neuauflage

Söhne und Töchter von Verzy[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]