Władysław Strzemiński

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Władysław Strzemiński

Władysław Strzemiński (* 21. November 1893 in Minsk; † 28. Dezember 1952 in Łódź) war ein polnischer Maler, Kunsttheoretiker und Hochschullehrer.

Strzemiński schlug zunächst die Offizierslaufbahn ein und beendete die Militärschule für Ingenieurbau. 1917 begann er ein Malereistudium in Moskau und hatte Kontakt zu den Avantgarde-Künstlern des Wchutemas und des Instituts für Künstlerische Kultur (INChUK), ab 1922 zu Malewitsch in Wizebsk und den Suprematisten. 1920 heiratete er die Bildhauerin Katarzyna Kobro. 1922 zog er nach Wilna; 1923 stellte der in der Ausstellung Neue Kunst aus. In den 1920ér-Jahren formulierte er seine Theorie des Unism (polnisch Unizm); seine unistischen Gemälde waren von den Kompositionen des polnischen Komponisten Zygmunt Krauze beeinflusst. 1924 war er in Warschau Mitbegründer der Künstlergruppe Blok, in der sich Kubisten, Suprematisten und Konstruktivisten zusammenfanden. 1928 war er Mitgestalter der Ausstellung Salon der Modernisten. Nach 1928 wandte er sich hauptsächlich Fragen der Architektur und Bildhauerei zu und war Mitglied der Warschauer Gruppe Praesens; 1929 gründete er die Künstlergruppe „revolutionärer Künstler“ (a.r.).[1]

Er unterrichtete an der Industrieschule in Koluszki und erhielt 1932 den Künstlerpreis der Stadt Łódź. In der Nachkriegszeit unterrichtete er Kunstgeschichte an der Kunsthochschule Łódź; zu seinen Schülern gehörte Halina Ołomucka.[2] 1950 wurde Strzemiński durch das Kultur- und Kunstministerium seiner Lehrtätigkeit enthoben, da er sich geweigert hatte, die Grundsätze des Sozialistischen Realismus anzuerkennen. Er schrieb das Buch Teoria widzenia (The Theory of Vision) und veröffentlichte die Schriften Unizm w malarstwie (Der Unimus in der Malerei) (1928), Kompozycja przestrzeni. Obliczanie rytmu czasoprzestrzennego (Komposition der Ausdehnung. Evaluation des Rhythmus von Raum und Zeit) (1930). Seine Arbeiten sind im Muzeum Sztuki w Łodzi und im Nationalmuseum (Breslau) ausgestellt.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Nationalgalerie Berlin: Neuerwerbungen '75-'85. (Ausstellungskatalog 1985)
  2. Halina Olomucka, website of the Auschwitz-Birkenau State Museum. Abgerufen am 3. Mai 2012