Waldemar Christian zu Schleswig und Holstein

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Porträt des jungen Grafen
Graf Waldemar Christian zu Pferde

Waldemar Christian (* 26. Juni 1622 auf Schloss Frederiksborg; † 26. Februar 1656 in Lubin) war ein dänischer Graf zu Schleswig und Holstein. Er war der Sohn des dänischen Königs Christian IV. (1577–1648) und dessen morganatischer Ehefrau Kirsten Munk (1598–1658).

Seine Eltern vermachten Waldemar Christian die Insel Tåsinge bei Fünen. König Christian IV. ließ zwischen 1639 und 1644 den dortigen Hof Kærstrup (oder Kærsgård) zu Valdemars Slot (Waldemar-Schloss) ausbauen, das Waldemar Christian allerdings nie bezogen hat. 1637 reiste Waldemar Christian mit Hannibal Sehested nach Brüssel, Frankreich, Italien und England.

Wiederholt wurde er von seinem Vater in diplomatischem Auftrag nach Schweden geschickt. Aus politischen Gründen sollte Waldemar Christian Irina (1627–1679), eine Tochter des russischen Zaren Michael I., heiraten. Kurz nach Neujahr 1644 kam Waldemar Christian in Moskau an. Er wurde mit großem Pomp empfangen. Allerdings weigerte sich Waldemar Christian, wie vom Zaren gefordert zur russisch-orthodoxen Kirche überzutreten. Die Hochzeit fand nicht statt. Waldemar Christian wurde anderthalb Jahre in Russland festgesetzt. Erst nach dem Tod Michaels im Juli 1645 konnte er nach Dänemark zurückkehren.

In den folgenden Jahren kam es wegen finanzieller Streitigkeiten zum Bruch Waldemar Christians mit seiner Mutter. Er schloss sich zunächst in Polen Kaiser Ferdinand III. an, dann 1655 dem schwedischen König Karl X. Gustav. Er nahm in schwedischen Diensten am schwedisch-polnischen Krieg teil, wo er 1656 in Lubin (deutsch Lüben) im Alter von 33 Jahren fiel.

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