Waldorf (Blankenheim)

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50.3833333333336.6166666666667491Koordinaten: 50° 23′ 0″ N, 6° 37′ 0″ O

Waldorf
Gemeinde Blankenheim
Höhe: 491 m
Fläche: 5 km²
Einwohner: 283 (2002)
Eingemeindung: 1. Juli 1969
Postleitzahl: 53945
Vorwahl: 02449

Waldorf ist ein Ortsteil der Gemeinde Blankenheim im Kreis Euskirchen in Nordrhein-Westfalen. Ortsvorsteher ist Lothar Schneider (CDU).

Lage[Bearbeiten]

Der Ortsteil liegt auf einer Hochebene zwischen Blankenheim und Jünkerath. In der Nähe befindet sich ein Hochmoor. Am Ortsrand fließen zwei Bäche, nämlich der Itzbach und der Bonnesbach.

Geschichte[Bearbeiten]

Im Jahre 1157 wird der Ort als Valendorf erwähnt. Der Siedlungsname bezeugt eine frühe Besiedlung durch sogenannte Walen oder Valen, eine römisch-keltische Mischbevölkerung, die nach dem Ende der römischen Herrschaft zurückgeblieben war und von den Germanen als Wälsche (Fremde) bezeichnet wurde. Waldorf bedeutet demnach Dorf der Walen. Der Ort gehörte im 13. Jahrhundert zum Patronat Alendorf, dieses war 1253 Teil der Abtei Malmedy.

Waldorf bestand im 17. Jahrhundert aus zwei Ortschaften, die auch heute noch als Oberdorf und Unterdorf bekannt sind. 1892 hatte Waldorf 185 Einwohner.

Am 1. Juli 1969 wurde Waldorf nach Blankenheim eingemeindet.[1]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

St.-Dionysus-Kapelle und Touristik[Bearbeiten]

Die St.-Dionysius-Kapelle gehört zur Pfarrgemeinde St. Agatha Alendorf. Sie geht auf das 15. Jahrhundert zurück, die älteste bekannte Erwähnung stammt aus dem Jahre 1494. Drei Ältäre im Barockstil wurden im 17. Jahrhundert gebaut.

Seit 1915 gibt es in der kleinen Kirche regelmäßige Messen, obwohl der Ort nie einen eigenen Pfarrer bekommen hat. Die Kapelle wurde 1970/71 an der Nord- und Südseite um zwei Seitenschiffe erweitert, wodurch sie um zwei Drittel ihrer bisherigen Größe vergrößert wurde. Die Einweihung der erweiterten Kapelle war am 24. Oktober 1971.

Seit 1987 hat die Kapelle wieder zwei Glocken, nachdem im Ersten Weltkrieg eine von ursprünglich zwei Glocken eingeschmolzen wurde. Eine der Glocken stammt aus dem 19. Jahrhundert und ist auf den Ton „ges“ gestimmt, die Glocke aus dem Jahre 1987 ist auf den Ton „es“ gestimmt. Größter Gönner der neuen Glocke war die Freiwillige Feuerwehr Blankenheim, Löschgruppe Waldorf.

Aus dem Jahre 1992 stammt ein von Bildhauer Josef Janssen aus Eichenholz gefertigtes als Hochrelief ausgeführtes Bildnis der 14 Kreuzwegstationen.

Wegkreuz[Bearbeiten]

Ein Wegkreuz aus rotem Sandstein am Ortsausgang von (Unter-)waldorf stammt aus dem Jahre 1625. Es stellt den gekreuzigten Jesus, die Mutter Maria, den Jünger Johannes und Maria Magdalena dar.

Radweg[Bearbeiten]

Durch den Ort führt der Radwanderweg Eifel-Höhen-Route, der als Rundkurs um den Nationalpark Eifel führt.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1.  Martin Bünermann: Die Gemeinden des ersten Neugliederungsprogramms in Nordrhein-Westfalen. Deutscher Gemeindeverlag, Köln 1970, S. 100.

Weblinks[Bearbeiten]