Wassili Wassiljewitsch Ulrich

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Wassili Wassiljewitsch Ulrich (russisch Васи́лий Васи́льевич У́льрих; * 13. Juli 1889 in Riga; † 7. Mai 1951 in Moskau) war ein sowjetischer Jurist, Generaloberst und Vorsitzender des Militärkollegiums des Obersten Gerichts der UdSSR (1926–1948).[1][2]

Er war unter anderem der Vorsitzende Richter während des Schauprozesses 1937 gegen Marschall Michail Tuchatschewski[3] und seine mitangeklagten Generäle der Roten Armee Robert Eidemann (1895–1937), Boris Feldman, Iona Jakir, August Kork, Witali Primakow und Witowt Putna (1893–1937). Alle wurden zum Tode verurteilt und erschossen.

Unter den von Ulrich zum Tode verurteilten Personen waren unter anderem auch der Mörder[4] von Sergei Kirow, der bekannte Theaterregisseur Wsewolod Meyerhold, sowie der Journalist und Schriftsteller Michail Kolzow.[5]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Wadim S. Rogowin: Gab es eine Alternative »Die Partei der Hingerichteten«, Band 5, MEHRING Verlag GmbH, 1999, S.564
  2.  Robert Conquest: Er wird uns alle abschlachten »Stalins große Säuberung«. In: Der Spiegel. Nr. 6, 1971 (online).
  3. [1]
  4. Deutschlandradio: Geschichte aktuell: Der Auftakt zum offenen Terror vom 6. Dezember 2009
  5. www.reller-rezensionen.de - Rezensionen von Gisela Reller zum Buch: Die Abendröte des Friedens von Wladislaw Hedeler und Nadja Rosenblum