We Need to Talk About Kevin (Film)

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Filmdaten
Deutscher Titel We Need to Talk About Kevin
Originaltitel We Need to Talk About Kevin
Produktionsland Vereinigtes Königreich, Vereinigte Staaten
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 2011
Länge 112 Minuten
Altersfreigabe FSK 16[1]
Stab
Regie Lynne Ramsay
Drehbuch Luca Guadagnin
Barbara Alberti
Produktion Jennifer Fox
Luc Roeg
Robert Salerno
Musik Jonny Greenwood
Kamera Seamus McGarvey
Oliver Cary
Schnitt Joe Bini
Besetzung

We Need to Talk about Kevin ist ein britischer Spielfilm der Regisseurin Lynne Ramsay aus dem Jahr 2011. Der Film basiert auf dem gleichnamigen Roman der Autorin Lionel Shriver.

Handlung[Bearbeiten]

Eva Khatchadourian ist eine Reisejournalistin. Ihr bisheriges, glückliches Leben nimmt eine abrupte Wende, als sie zum ersten Mal Mutter wird. Sie kann keine Beziehung zu ihrem Sohn Kevin aufbauen. Er zeigt sich ihr gegenüber reaktionsarm und gefühlskalt und scheint alles, was sie liebt und schätzt, zerstören zu wollen. Schließlich endet die familiäre Beziehung in einer grausamen Gewalttat, in welcher Kevin nicht nur mehrere Schüler, sondern auch Vater und Schwester tötet.

Die Mutter-Kind-Beziehung wird in einer Rückblende erzählt. In der Gegenwart lebt Eva ohne Mann und Kinder in derselben Kleinstadt, in die sie damals auf Drängen von Kevins Vater zuliebe hingezogen ist. Heute wird sie von den Bewohnern geächtet. Beschmierungen des Hauses und Ohrfeigen auf offener Straße scheinen keine Seltenheit zu sein.

Kritik[Bearbeiten]

„Ohne die Ursachen (...) erklären zu wollen, formuliert der Film in seiner subjektiven Herangehensweise eindringlich das Entsetzen und die Fassungslosigkeit angesichts einer Gewalttat, die sich einem rationalen Zugriff zu verweigern scheint. Dank einer starken Hauptdarstellerin und der virtuosen filmischen Umsetzung ein fesselnd-verstörender Film.“

Lexikon des Internationalen Films[2]

„"We Need to Talk About Kevin" ist die grausame Geschichte einer Entfremdung. Ein Gewaltakt von Film mit einer furios aufspielenden Tilda Swinton.“

Der Spiegel[3]

„Das famose Schauspiel von Oscar-Preisträgerin Tilda Swinton und die herausragende zweite Filmhälfte machen aus einer scheinbar überschaubar originellen Geschichte einen starken Film, der sein Publikum durch seine Überraschungen in den Würgegriff nimmt und nicht mehr loslässt.“

Filmstarts[4]

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Der Film wurde unter anderem bei den British Independent Film Awards 2011 und den Evening Standard British Film Awards 2011 als Bester Film sowie bei den London Critics’ Circle Film Award als Bester britischer Film ausgezeichnet.

Tilda Swinton gewann unter anderem den Europäischen Filmpreis 2011 in der Kategorie Beste Darstellerin sowie bei den Online Film Critics Society Awards in der Kategorie Beste Hauptdarstellerin.

Daneben war der Film auf den British Academy Film Awards für die Kategorien Beste Regie, Beste Hauptdarstellerin und Bester britischer Film nominiert.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Freigabebescheinigung der FSK (PDF; 34 kB), abgerufen am 31. August 2012
  2. We Need to Talk About Kevin (Film) im Lexikon des Internationalen Films
  3. Mein Sohn, der Sadist bei spiegel.de, abgerufen am 18. September 2012
  4. Kritik zu We Need to Talk About Kevin bei filmstarts.de, abgerufen am 18. September 2012