Weißlacker

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Weißlacker mit Brot

Weißlacker ist ein aus Kuhmilch hergestellter halbfester Schnittkäse aus dem Oberallgäu.

Herkunft und Verbreitung[Bearbeiten]

Weißlacker wurde 1874 von Josef und Anton Kramer in Wertach erfunden. Es soll der erste patentierte Käse der Welt sein. Der Käse hat seinen Ursprung im Oberallgäu und wird auch gerne als Bierkäse bezeichnet. Den Namen Weißlacker, früher auch Weißschmierer genannt, hat er seinem Aussehen, einer weißen, lackartigen Schmiere auf der Oberfläche, zu verdanken. Heute wird er nur noch von den mittlerweile zu Arla Foods gehörenden Allgäuland-Käsereien in Sonthofen produziert. Die Jahresproduktion beträgt etwa 50–60 Tonnen.[1]

Merkmale[Bearbeiten]

Der Weißlacker hat keine Rinde. Der Käse ist hell und mit wenigen Bruchlöchern durchzogen. Die Masse ist gleichmäßig durchgereift. Die Laibe sind 1 bis 2 kg schwer. Der Käse wird aber auch in 60-Gramm-Blöcke für die Selbstbedienungstheke abgepackt.

Herstellung[Bearbeiten]

Weißlacker wird aus pasteurisierter Kuhmilch und mit einem Zusatz von 25 Prozent Rohmilch hergestellt. Nach Labung, Zerkleinerung, dem Ausschöpfen sowie einem zweitägigen Bad in einer Salzlake kommt der würfelförmige Käse für 3 Monate in den gekühlten Reifungsraum. Regelmäßig mit Salz bestreut und geschmiert, reift er, in Aluminiumfolie vorverpackt, nochmals 3 bis 4 Monate nach.

Aroma[Bearbeiten]

Der Weißlacker hat einen stark pikanten bis scharfen sowie salzigen Geschmack. Sein Fettgehalt beträgt 45 % i.Tr., sein Salzgehalt um 5 %.

Verwendung[Bearbeiten]

Weißlacker wird gerne – in mundgerechte Würfel geschnitten – zum Bier mit einer Brezel oder in einer Vinaigrette aus Essig, Öl und viel Zwiebeln gegessen. Er kann aber auch als Füllung von Blätterteigtaschen mitgebacken oder gewürfelt in einer Bauernpfanne mitgebraten werden.

Weißlacker wird zudem gerne für die Herstellung der Käsemischung für Allgäuer Kässpatzen verwendet.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. www.br.de

Weblinks[Bearbeiten]