Weltmuseum Wien

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Das Völkerkundemuseum ist im Corps de Logis der Neuen Burg untergebracht (Ansicht vor 1898)
Innenhof vom Corps de Logis
Erzherzog Franz Ferdinand mit Begleitung vor dem Fujiya-Hotel in Miyanoshita, August 1893 (aus dem Fotoalbum der Sammlung Este)

Das Weltmuseum Wien, zuvor Museum für Völkerkunde, ist ein ethnologisches Museum in der Wiener Hofburg.

Geschichte[Bearbeiten]

Im Jahre 1806 wurde ein Teil der Sammlung von James Cook für die „k.k. Ethnographische Sammlung“ erworben. Ab 1876 wurden die Bestände der Anthropologisch-Ethnographischen Abteilung, des späteren Naturhistorischen Museums übernommen. Am 28. Mai 1928 erfolgte die Eröffnung eines eigenen „Museums für Völkerkunde“. Seit 2001 wird das Museum vom Kunsthistorischen Museum verwaltet. Nach umfangreicher Sanierung wurde es im Mai 2007 wieder eröffnet.[1] Das gilt allerdings nur für Sonderausstellungen.[2] Die Dauerausstellung ist inzwischen schon seit 2001 nicht mehr für die Öffentlichkeit zugänglich.

Im April 2013 wurde das Museum in Weltmuseum Wien umbenannt.[3]

Seit dem 3. November 2014 ist das Museum für Umbauten geschlossen, es soll 2017 wiedereröffnet werden.[4] Kulturminister Josef Ostermayer forderte am 26. November 2014 aus finanziellen Gründen eine Redimensionierung der Neugestaltung.[5]

Sammlungsschwerpunkte[Bearbeiten]

Das Museum besitzt über 200.000 ethnografische Objekte, 25.000 historische Fotografien und 136.000 Bücher zur Kultur und Geschichte außereuropäischer Völker. Neben der Sammlung von Cook, mit Objekten aus Ozeanien und Nordamerika, gibt es präkolumbische Federarbeiten wie Montezumas Federkrone, die große Sammlung Johann Natterers von der österreichischen Brasilien-Expedition, Bronzen aus dem westafrikanischen Königreich Benin sowie etwa 14.000 Objekte, die Thronfolger Franz Ferdinand auf seiner Weltreise zusammentragen ließ.[6]

Leitung[Bearbeiten]

Generaldirektorin des Kunsthistorischen Museums mit Museum für Völkerkunde und Österreichischem Theatermuseum ist seit Beginn 2009 Sabine Haag. Ab 2010, nach dem Abgang von Christian Feest, leitete sie auch das Museum für Völkerkunde interimistisch.[7] Mit 1. Mai 2012 wurde der Niederländer Steven Engelsman neuer Direktor.[8]

Bilder[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Webpräsenz des Museums für Völkerkunde (Version vom 28. Februar 2011 im Internet Archive)
  2. Sonderausstellung «Naga – Schmuck und Asche» bis 11. Juni 2012 rezensiert von Samuel Herzog, NZZ vom 26. Mai 2012, abgerufen am 9. Juni 2012
  3. Voelkerkundemuseum mutiert zum Weltmuseum Wien. DerStandard.at vom 4. April 2013. Abgerufen am 15. Mai 2013.
  4. weltmuseumwien.at - Seit 3. November 2014 sind unsere Tore geschlossen.. Artikel vom 3. November 2014, abgerufen am 26. November 2014.
  5. orf.at - Weltmuseum: Umbaupläne abgelehnt. Artikel vom 26. November, abgerufen am 26. November 2014.
  6. Sammlungen (Version vom 27. Oktober 2009 im Internet Archive)
  7. KuratorInnen und wissenschaftliche MitarbeiterInnen (Version vom 25. Oktober 2009 im Internet Archive)
  8. Steven Engelsman wird neuer Direktor des Museums für Völkerkunde. Der Standard vom 24. Oktober 2011.

Literatur[Bearbeiten]

  • Museum für Völkerkunde in Wien (Hrsg.): Das Museum für Völkerkunde in Wien. Residenz-Verlag, Salzburg/Wien 1980, ISBN 3-7017-0260-8.
  • Wilhelm P. Bauer (Hrsg.): Museum für Völkerkunde Wien. Verlag Westermann, Braunschweig 1980.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Weltmuseum Wien – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

48.20516.363333333333Koordinaten: 48° 12′ 18″ N, 16° 21′ 48″ O