Werner Ballmann

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Hans Werner Ballmann (* 11. April 1951) ist ein deutscher Mathematiker, der sich mit Differentialgeometrie und globaler Analysis beschäftigt.

Atiyah (links) mit Ballmann (rechts), Bonn 2007

Leben[Bearbeiten]

Werner Ballmann studierte an der Universität Bonn Mathematik. 1976 erwarb er seinen Diplom-Abschluss und 1979 wurde er bei Wilhelm Klingenberg promoviert (Einige neue Resultate über Mannigfaltigkeiten nicht positiver Krümmung). Er war dann dort wissenschaftlicher Assistent, habilitierte sich dort 1984, war 1980/81 als Post-Doktorand an der University of Pennsylvania und ab 1984 Associate Professor an der University of Maryland. 1986 wurde er Professor in Bonn und 1987 an der Universität Zürich. 1989 übernahm er den Lehrstuhl für Differentialgeometrie von Herrn Prof. Dr. Wilhelm Klingenberg an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms Universität in Bonn, an der er noch immer lehrt. Mehrfach war er Geschäftsführender Direktor des Mathematischen Instituts. 1996-99 war er Sprecher des Sonderforschungsbereichs 256 Nichtlineare partielle Differentialgleichungen. Seit 2007 ist Werner Ballmann Direktor am Max-Planck-Institut für Mathematik. Seit 2009 ist er Koordinator des Hausdorff Center for Mathematics[1] und Mitglied im Verwaltungsrat des Institut des Hautes Études Scientifiques.[2]

1986 war er eingeladener Sprecher beim International Congress of Mathematicians in Berkeley (Manifolds of non positive sectional curvature and manifolds without conjugate points). Seit 2007 ist er Mitglied der Leopoldina. Seit 2004 ist er im Rat des Mathematischen Forschungsinstituts Oberwolfach.

Zu seinen Doktoranden zählen Christian Bär, Vicente Cortés, Alexander Lytchak, Dorothee Schüth, Gregor Weingart und Anna Wienhard.

Werk[Bearbeiten]

Ballmann befasst sich mit Differentialgeometrie und globaler Analysis. Unter anderem untersuchte er geschlossene Geodätische, die Struktur von Räumen nicht-positiver Krümmung und Anwendungen in der geometrischen Gruppentheorie, die Laplace-Gleichung mit Dirichlet-Randbedingung im Unendlichen auf Räumen nicht-positiver Krümmung und das Spektrum von Diracoperatoren. Eines seiner Hauptresultate ist der so genannte Rangstarrheitssatz, siehe Ann. of Math. 122 (1985), S. 597-609. Dieses Theorem besagt, dass eine vollständige Riemannsche Mannigfaltigkeit nicht-positiver beschränkter Krümmung und endlichen Volumens vom Rang mindestens 2 lokal ein symmetrischer Raum oder ein Produkt ist.

Schriften[Bearbeiten]

  • Lectures on spaces of non positive curvatures (PDF; 818 kB), DMV Seminar, Birkhäuser 1995
  • Spaces of non positive curvature, Jahresbericht DMV, Band 103, 2001, S. 52–65
  • Der Satz von Lusternik und Schnirelmann, Bonner Mathematische Schriften, Band 102, 1978, S. 1–25
  • mit G. Thorbergsson und W. Ziller, Closed geodesics on positively curved manifolds, Ann. of Math. 116 (1982), S. 213–247
  • Nonpositively curved manifolds of higher rank, Ann. of Math. 122 (1985), S. 597–609
  • mit M. Brin: Orbihedra of nonpositive curvature. Inst. Hautes Études Sci. Publ. Math. No. 82 (1995), 169–209 (1996).
  • mit J. Swiatkowski: On L^2-cohomology and property (T) for automorphism groups of polyhedral cell complexes. Geom. Funct. Anal. 7 (1997), no. 4, 615–645.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://www.hausdorff-center.uni-bonn.de/management
  2. http://www.ihes.fr/jsp/site/Portal.jsp?document_id=2419&portlet_id=983