Wilfredo Gómez

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Wilfredo Gómez Boxer
Wilfredo Gómez (Linke) mit dem Puerto Ricaner Historiker, Tony Santiago

Wilfredo Gómez (Linke) mit dem Puerto Ricaner Historiker, Tony Santiago

Daten
Geburtsname Wilfredo Gómez
Gewichtsklasse Halbleichtgewicht
Nationalität Puertorikanisch
Geburtstag 29. Oktober 1956
Geburtsort Las Monjas
Stil Linksauslage
Größe 1,65 m
Kampfstatistik
Kämpfe 48
Siege 44
K.-o.-Siege 42
Niederlagen 3
Unentschieden 1

Wilfredo Gómez (* 29. Oktober 1956 in Las Monjas, Puerto Rico) war ein puertorikanischer Boxer. Unter dem Spitznamen „Bazooka“ hatte Gómez eine der höchsten KO-Siegquoten im Profiboxen (88 %). Das „Ring Magazine“ bewertete 2003 Gómez als dreizehntbesten Boxer sowie besten Halbfedergewichtler aller Zeiten. 1995 fand er Aufnahme in die International Boxing Hall of Fame.

Amateur[Bearbeiten]

1972 nahm er an den Olympischen Spielen in München teil, schied aber bereits in der ersten Runde aus. 1974 wurde er in Havanna mit ausschließlich vorzeitigen Siegen Amateurweltmeister im Bantamgewicht. Weitere Amateurerfolge gelangen ihm mit Siegen bei der Zentralamerikanischen und Karibischen Meisterschaft 1972 in San José und den Zentralamerikanischen und Karibischen Spielen 1974 in Santo Domingo.

Profikarriere[Bearbeiten]

1974 wurde er Profi, 1977 schlug er den Südkoreaner Dun-Kyun Kim KO, nachdem er in der ersten Runde selbst am Boden war und wurde WBC-Halbfedergewichtsweltmeister. Bei seinen langjährigen Serie von Titelverteidigungen bis 1983 besiegte er unter anderem die mexikanischen Bantamgewichtler (also etwas kleineren) Carlos Zárate (damals 52-0 mit 51 KOs) und Lupe Pintor vorzeitig. Alle seine 17 Titelverteidigungen gewann er durch KO, davon ist an echten Halbfedergewichtlern allerdings nur der Japaner Kobayashi erwähnenswert. Nach dem Sieg gegen Pintor legte er den Titel nieder, um in das Federgewicht auszusteigen.

Er hatte bereits 1981, noch während seiner Zeit als amtierender Halbfedergewichtsweltmeister, versucht den WBC-Titel im Federgewicht zu gewinnen, verlor jedoch gegen den mexikanischen Titelverteidiger Salvador Sánchez durch technischen KO in der achten Runde, es war seine erste Niederlage im Profiboxen.

Gemischte Resultate in höheren Klassen[Bearbeiten]

1984 gewann er dann den Federgewichtstitel nach Version der WBC mit einem Punktsieg über Juan La Porte, verlor ihn jedoch schon in seiner ersten Titelverteidigung durch KO in der elften Runde an Azumah Nelson.

Daraufhin wechselte er ins Superfedergewicht (junior lightweight) und sicherte sich 1985 mit einem offiziellen "Sieg" der von der Boxpresse als katastrophale Fehlentscheidung gewertet wurde über Rocky Lockridge den Weltmeistertitel der WBA, musste ihn aber wiederum bei der ersten Verteidigung gegen Alfredo Layne (durchwachsene Bilanz 13-5) abgeben.

Weblinks[Bearbeiten]