Wilhelm Schmidding

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Wilhelm Schmidding aus Bodenbach stellte im Zweiten Weltkrieg Raketentriebwerke her, die in mehreren Flugzeugtypen zum Einsatz kamen. Hergestellt wurden die Motoren im Zweigwerk Schmiedeberg, welches im Sommer 1943 im Dorf Buschvorwerk im Riesengebirge, Niederschlesien begründet wurde. Nach Untersuchungen des Air Defense Intelligence, des Geheimdienstes der US Air Force, wurden auch für Tests von neuen Raketentreibstoffen Häftlinge aus dem Konzentrationslager Laura bei Lehesten, einer Außenstelle des KZ Buchenwald, herangezogen.

Verwaltungseingang der ehemaligen Schmiddingwerke in Hannover

Der Ingenieur Hans Kleiner (1907–1981) war Miteigentümer der Wilhelm Schmidding KG und leitete unter dem Reichsminister für Bewaffnung und Munition Fritz Todt den Hauptausschuss der Flugzeugausrüstung. In Schmiedeberg erfolgte u.a. die Mitentwicklung der Heinkel Julia I (Projekt 1068).

Verwendung von Schmidding-Antrieben[Bearbeiten]

  • Henschel Hs 293: zwei Feststofftriebwerke Schmidding 109-513
  • Bachem Ba 349: vier Starthilfsraketen (abwerfbar) Schmidding 109-533 (1.200 kp, 11,768 kN) mit 10 sek Brenndauer
  • Ruhrstahl X-4: Schmidding 109-603

Literatur[Bearbeiten]

  • Wilhelm Schmidding: Apparate-, Anlagen- und Maschinenbau; Werke in Köln und Hannover; gegründet 1878; die Entwicklung und der heutige Stand des Unternehmens; ein Überblick zum 75jährigen Bestehen am 10. Oktober 1953; Wilhelm Schmidding (Köln); 1953

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Wilhelm Schmidding – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien